Elektroauto Renault ZOE – Ökologisch und Ökonomisch in die Zukunft

Von , 8. Oktober 2012

Renault_ZOE_01Obwohl man ihn noch gar nicht offiziell in Deutschland kaufen kann, liegt meine schriftliche Bestellung dank Renault Eylert bereits seit zwei Monaten bei Renault Deutschland. Ich habe daher berechtigte Hoffnungen, demnächst zu einem der allerersten Renault ZOE Fahrer der Bundesrepublik zu zählen. Vielleicht hilft zusätzlich noch, dass ich einer der W-EMOBIL100 Helden bin, denen Renault bereits vor einigen Wochen Anerkennung gezollt hat und den ZOE noch vor dem Pariser Autosalon bei uns in Wuppertal präsentiert hat – siehe dazu auch meinen Blog Artikel. Nach dem Konsum unzähliger Videos, Bilder, Texte und dem mehrfachen Begutachten des eigentlichen Fahrzeuges, bin ich mir nun erst recht sicher, dass der ZOE das meist verkaufte Elektroauto in 2013 sein wird! Zumindest den Titel “Elektroauto des Jahres 2012” hat er bei der Auto-Bild Leserwahl bereits gewonnen. Weshalb ich mich überhaupt für ein Elektroauto entschieden habe, habe ich hier ausführlich erklärt. Warum aber bin ich vom Erfolg des ZOE so überzeugt, und wieso habe ich zum ersten Mal blind ein Auto bestellt, ohne im Vorfeld zumindest mal drin gesessen zu haben?

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Dieses Auto ist meiner Ansicht nach das erste Elektroauto auf dem Markt, welches alle wichtigen Eigenschaften vereint. Es ist von einem renomierten Automobilbauer und wird somit nach aktuellen Qualitäts- und Sicherheitsstandard gebaut. Das Design ist hervorragend und strapaziert das Auge nicht mit zu futuristischen und ungewohnten Formen. Die Ausstattung entspricht dem klassenüblichen Niveau bzw. übertrifft dieses an einigen Stellen sogar. Die Fahrleistungen sind nicht nur alltagstauglich, sondern begeistern auch den ambitionierten Autofahrer. Der ZOE hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im gesamten Elektroauto-Markt und liegt preislich auf dem Niveau eines gut ausgestatteten, bezahlbaren VW Golf. Er ist übrigens auch fast so groß wie ein Golf und bietet mit dem 338 Liter großen Kofferraum selbst (kleinen) Familien ausreichend Platz.

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Auch sonst gibt sich der ZOE ganz weltmännisch und entspricht mit seinen vier Türen, bequemen Sitzen und ausreichend Platz für die Passagiere im Fond gewohnten Standards. Obwohl die Batterie in einem Sandwichboden unter den Sitzen platziert ist, bleibt für die Insassen mehr als genug Kopffreiheit. Renault hat die Dachlinie des ZOE etwas in die Höhe gezogen, was durch die geschickte Karosserieform optisch kaschiert wird und nur auffällt, wenn man direkt neben dem Wagen steht.

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Der Akku des ZOE ist 22kWh groß und langt nach NEFZ für eine Reichweite von 210km. Dieser theoretische Wert entspricht in realen Bedingungen und gemäßigtem Klima etwa 150km. Das sollte durchaus reichen, wenn man täglich nicht mehr als 100km fährt. Benötigt man ein Fahrzeug zum Beispiel für die Urlaubsfahrt, gewährt Renault jedem Elektroauto-Käufer den Zugriff auf Leihwagen zu rabattierten Konditionen.

Dank des hervorragenden Wirkungsgrades von Elektromotoren erreicht der ZOE mit seinen 65kW (88PS) ein erstaunliches Drehmoment von 220NM. Dieses steht typischerweise aus dem Stand zur Verfügung und sorgt für ein katapultartiges Startvermögen, dem allerdings oben raus dann etwas die Puste ausgeht. Die Effizienz von Elektromotoren sinkt mit steigender Drehzahl und sorgt daher für eine abfallende Drehmomentkurve.

Da es kein Schaltgetriebe gibt, ist die Beschleunigung unterbrechungsfrei und so erreicht der ZOE die 100km/h Marke in 13,5 Sekunden. Die von der deutschen Firma Continental entwickelte Antriebseinheit ist leicht, effizient und platzsparend und kommt durch die Auslegung als fremderregter Synchronmotor ohne Seltene Erden aus. Die Einheit integriert den bis zu 12.000 Umdrehungen leistenden Elektromotor, die Reduzierumsetzung, das Differential und die Parksperre.

Der ZOE wird in Deutschland im März 2013 auf den Markt kommen und in drei verschiedenen Ausstattungen verfügbar sein. Die Basis Version (Modell LIFE) mit blauen Sitzen zum Preis von 20.600 Euro enthält bereits alles, was wirklich wichtig ist. So zum Beispiel das LED Tagfahrlicht, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Berganfahrhilfe, Keycard mit Zentralverriegelung, Tempomat, Klimaautomatik, Multimedia-Navi-System R-Link von TomTom und die programmierbare Standheizung. Für 1800 Euro mehr gibt es zwei weitere Ausstattungslinien zur Auswahl. Die Variante ZEN ist mit hellgrauen Sitzen und hellem Interieur bestückt und bietet zusätzlich zur LIFE Version die Einparkhilfe hinten, elektrische Fensterheber hinten, die Handsfree Keycard, Lenkrad und Schaltknauf in Leder, Licht- und Regensensor, 16 Zoll Alu-Felgen, Radio 3D Soundsystem Arkamys mit 6 Lautsprechern und das “Take Care” Paket mit Schadstoffsensor, Luftionisator und aktivem Aroma-Duftspender. Dem gegenüber hat die INTENS Version zusätzlich zur LIFE Version anthrazitfarbene Sitze und dunkles Interieur, Einparkhilfe hinten, Rückfahrkamera, elektrische Fensterheber hinten, Handsfree Keycard, Lenkrad und Schaltknauf in Leder, Licht- und Regensensor, 16 Zoll Alu-Felgen und das Radio 3D Soundsystem Arkamys mit 6 Lautsprechern. Apropos Sound: Der ZOE besitzt einen außen liegenden Lautsprecher für ein synthetisches Motorengeräusch. Dies soll Fußgänger vor den bis zu einer Geschwindigkeit von 40km/h lautlosen Elektroautos warnen. Darüber hinaus sind die Roll- und Windgeräusche ausreichend hörbar. Wer lieber flüsterleise fährt, kann das Fahrgeräusch aber auch durch einen Schalter links vom Lenkrad abschalten.

Der Preis des ZOE ist verglichen mit dem Wettbewerb extrem attraktiv. Allerdings kommt zu dem Kaufpreis eine nicht unerhebliche monatliche Batteriemiete hinzu. Diese richtet sich nach der jährlichen Fahrleistung und liegt zwischen 79 und 122 Euro. Die Vorteile dieser Variante sind eine deutlich geringere Kapitalbindung und das Eliminieren des Batterie-Risikos. Verschleißt diese und sinkt auf eine Kapazität unterhalb von 75%, wird sie kostenlos von Renault ausgetauscht. Zusätzlich ist ein Abschleppservice zur nächsten Ladesäule enthalten, falls man mit entleertem Akku liegen bleiben sollte. Die Miete des Akku ist ein klarer Plus-Punkt für Renault verglichen mit dem Wettbewerb! Wer möchte schon bei einem Batteriepreis von rund 10.000 Euro selbst das Risiko tragen? Ohne Batteriemiete ist ein Elektroauto im Schadensfall ausserhalb der Garantie schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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Als Elektroauto dürfte der ZOE natürlich bereits alleine aufgrund seiner ökologischen Gene begeistern, weiß aber durchaus auch ökonomisch zu überzeugen. Im Vergleich mit dem Schwestermodell Renault Clio mit Benzinmotor lassen sich je nach Nutzungsdauer und jährlicher Fahrleistung bis zu 10.000 Euro sparen. Ein Elektroauto fährt mit günstigem Strom und verursacht dadurch beim Verbrauch gerade mal ein Drittel der Kosten eines Benziners. Weiteres Sparpotential bei Elektroautos besteht in der Befreiung von der KFZ-Steuer für 10 Jahre. Außerdem sind die regelmäßigen Inspektionen spottbillig, da die meisten Arbeiten entfallen. Der Motor moderner Elektroautos ist komplett wartungsfrei – es gibt kein Motoröl, keinen Ölfilter und keinen Luftfilter. Folgend mal eine Beispielrechnung, die sich an meinem persönlichen Nutzungsprofil orientiert und die Kosten des ZOE denen des Schwestermodell Renaul Clio gegenüberstellt. Demnach spare ich in 7 Jahren Nutzungszeit fast 8000 Euro:

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Kostenvergleich Renault ZOE (Elektro) und Renault Clio (Benzin)

Zu der Tabelle sind einige Erläuterungen notwendig. Die Anschaffungskosten habe ich weitgehend ausstattungsbereinigt verglichen. Beim ZOE handelt es sich um die Basisversion LIFE und beim Clio um den 90PS Benziner mit der Ausstattungslinie DYNAMIQUE. Diese sind in fast allen wichtigen Punkten identisch. Abweichungen ergeben sich bei der Klimaanlage, die beim Clio nur manuell ist, während der ZOE eine Klimaautomatik hat. Auf der anderen Seite hat der ZOE keine geteilt umklappbare Rückbank und keine Alufelgen. Preislich dürfte sich das also in etwa aufheben. Generell muss beim Vergleich der Anschaffungskosten noch berücksichtigt werden, dass der ZOE eine halbe Klasse größer ist als der Clio. Während er in der Polo-Klasse spielt, ist der ZOE, wie bereits erwähnt, fast so groß wie ein Golf und “darf” daher auch ein wenig teurer sein. Bei den Verbrauchswerten habe ich mich auf Erfahrungen anderer verlassen und den Durchschnittsverbrauch des Clios von spritmonitor.de übernommen. Beim ZOE habe ich einen Schätzwert angenommen, der bereits Ladeverluste beinhaltet. Die Schätzung beruht auf Erfahrungen von Fluence Z.E. Fahrern, aber auch von anderen modernen Elektroautos. Beim Benzinpreis habe ich schlicht heute morgen den Ist-Wert an der Tankstelle um die Ecke genommen und eine jährliche Preissteigerung von 10% angenommen. Der Strompreis bezieht sich auf meinen persönlichen Öko-Stromanbieter (www.naturstrom.de) und liegt etwa im bundesweiten Mittel. Auch hier habe ich anhand der Preisentwicklung der letzten Jahre eine Preissteigerung von 5% angenommen. Die Inspektionskosten habe ich zur idealen Vergleichbarkeit und mangels Zahlen für den noch nicht erhältlichen ZOE vom Renault Fluence (Benzin) und Fluence Z.E. (Elektroauto) übernommen.

In Deutschland liegt die durchschnittliche Haltedauer von Neuwagen bei etwa sieben Jahren. In dieser Zeit spart man mit dem ZOE bei meiner Beispiel-Rechnung ca. 7500 Euro. Die tatsächliche Zahl dürfte in der Praxis allerdings noch um einiges größer sein, da es schließlich wesentlich weniger mechanische Teile unter der Motorhaube eines Elektroautos gibt, die kaputt gehen können. Außerdem gibt es keinen Auspuff, der durchrosten kann, keinen Zahnriemen, der regelmäßig gewechselt werden muss, und auch die Bremsen dürften mindestens doppelt solange halten wie bei einem Benziner. Dank der Rekuperation werden diese im normalen Alltagsverkehr kaum zum Einsatz kommen. Darüber hinaus gibt es gerade in der momentanen Anfangszeit der Elektromobilität einen weiteren Kostenvorteil für Früheinsteiger. Dank zahlreicher Ladesäulen, an denen komplett kostenlos geladen werden kann, fallen nicht mal mehr die 4 Euro pro Ladung an.

Die kommenden zwei Jahre werden eine spannende Zeit für unsere individuelle Mobilität werden. Es ist davon auszugehen, dass besonders die Batteriepreise mit steigenden Stückzahlen weiter sinken werden und somit auch die Batteriemieten angepasst werden dürften. Diese stehen derzeit lediglich für die nächsten drei Jahre fest. Mein Vergleich zeigt, dass sich Elektromobilität bereits heute deutlich lohnen kann und eine genauere persönliche Betrachtung auch aus ökonomischer Sicht verdient. Wer jetzt z.B. als Wenigfahrer noch nicht zu dieser Gruppe gehört, muss sich noch etwas in Geduld üben. Experten gehen davon aus, dass bereits in zwei bis drei Jahren ein Kippeffekt auftreten wird und Elektroautos für fast jede Zielgruppe günstiger sein werden. Ich persönlich hätte mich allerdings auch ohne Kostenvorteile für ein umweltfreundliches Elektroauto entschieden!

80 Antworten für “Elektroauto Renault ZOE – Ökologisch und Ökonomisch in die Zukunft”

  1. Nino sagt:

    @Martin
    Ja, die Förderung abzustauben, wäre schon attraktiv. Allerdings ist die Frage, ob Frankreich da nicht Halteklauseln drin hat, dass man das Fahrzeug mindestens ein Jahr oder dergleichen behalten muss. Und wie du schon sagst: Es müsste auch geklärt werden, wie man einen Mietakku aus Frankreich nach Deutschland bekommt.

  2. Martin sagt:

    Halteklausel für das eCar mit Förderung gibt es meines Wissen in Frankreich bisher nicht. Es wurden auch schon eben an Privat ausgelieferte Neuwagen ohne Zulassung (iOn) angeboten …ca. 5.000 EUR unter dem Neupreis.

    Garantieleistungen (über die für EU vorgeschriebene “gesetzl.” hinaus) sehe ich als problematisch an. Und Leasingverträge sowieso (der iOn wird aber inkl. Batterie verkauft).

  3. [...] deutlich ausgebaut werden. Schließlich habe ich aus voller Überzeugung im August das Elektroauto Renault ZOE bestellt und möchte über meine Erfahrungen mit unserer zukünftigen Mobilität berichten. Ob wir [...]

  4. [...] Besonders in dem meistgelesenen Artikel der neuen aus dem letzten Jahr, nämlich den über das Elektroauto Renault ZOE. Nun bleibt mir nur noch, euch zu danken! Danke für eure Zeit, eure Kommentare, eure Ideen und [...]

  5. [...] war es endlich soweit – der langersehnte Renault ZOE wurde an mich ausgeliefert! Was für eine Freude, nach all der langen Wartezeit. Gut, die Farbe [...]

  6. [...] zu entdecken. Da ich eine allgemeine Vorstellung des heiß ersehnten Elektroautos bereits in diesem Artikel gemacht habe, gibt es im folgenden nun lediglich die Auflistung der neuen Details. Wen die [...]

  7. helmutnn sagt:

    Auf Basis der ersten Testberichte habe ich die Rechnung jetzt einmal überprüft (Strompreis 28 Cent / kw/h). Ich bin bis auf die Reichweite, die bei uns echte praktische Probleme bereitet (bestimmte Verwandtenbesuche sind damit unmöglich) auch vom Zoe begeistert, aber ich denke auf der Kostenseite sieht es, wenn man das Vergleichsfahrzeug und den Praxisverbrauch realistisch rechnet, viel schlechter für den Zoe aus als obige Tabelle vermuten lässt. Ich vergleiche mal unseren aktuellen Golf 6 BMT 1,6 tdi mit dem Zoe: Der Kaufpreis ist gleich (wir haben 21000,- Euro bezahlt) , der Verbrauch ist bei gleicher ökonomischer Fahrweise wie mit dem Zoe 4 Liter Diesel auf 100 km (heute nochmal getestet, sogar mit Winterreifen). Die ersten Praxiswerte zum Zoe lassen auf 140 km / 22 kwh Verbrauch schließen. Dazu kommen bei den für uns erforderlichen 25000 km pro Jahr 122,- Euro Batteriemiete pro Monat. Wir addieren zusammen:
    25000 km mit dem Golf kosten an Diesel (bei 1,50 Euro pro Liter) 1500,- Euro pro Jahr. Die Batteriemiete des Zoe macht bereits 1464,- Euro pro Jahr aus. Der Golf ist also vom reinen Verbrauch schon 25000,- km gefahren, da stehen von den Grundkosten beim Zoe noch 0 km auf der Uhr. Wie will der das wieder aufholen? Mit geringeren Inspektionskosten und weniger Steuern? Ok, wie rechnen weiter: Steuer beim Golf sind 247,- Euro pro Jahr, damit kommen wir schon mal ca. 5700 km mit dem Zoe, bleiben immer noch knapp 20000 km Rückstand. Die Inspektion ist beim Golf alle 30000 km fällig, und als einzigen Posten der tatsächlich weniger anfallen wird gegenüber dem Zoe sehe ich den Ölwechsel (100,- Euro), alle anderen Dinge sind am Zoe genauso vorhanden wie am Golf. Dazu erspart man sich am Zoe langfristig noch den Kraftstofffilter und Luftfilterwechsel, aber die werden in größeren Intervallen gewechselt (setzen wir sie auch mal mit 100,- Auto pro Jahr an). Ok, mit Inspektion und Wartung hoffen wir auf weitere 200,- Euro Ersparnis im Jahr, der Zoe holt damit weitere 4500 km auf, liegt aber immer noch ca. 15000 km zurück. Wie soll daraus ein echter wirtschaftlicher Vorteil gegenüber einem ernstzunehmenden Konkurrenten werden? Auf dieser Schiene wir der Zoe nicht gewinnen, und das liegt im Wesentlichen an der Batteriemiete.

    Wir haben neben dem Golf auch noch einen Lupo 3L, und da wird es für den Zoe schier unmöglich mit den laufenden Kosten vorbeizuziehen. Bei gleicher extrem ökonomischer Fahrweise wie ich sie für den Zoe annehme bewegt man den Lupo unter 3 Liter / 100 km (wir haben in Summe mit unseren 3 Lupos über 600000 km abgespult, das sind echte Praxiswerte). Von den Energiekosten liegt der Lupo gleichauf mit dem Zoe, ist aber erheblich billiger in der Anschaffung und es wird keine Batteriemiete fällig. Den Vergleich mit einem echten Spar-Auto wie dem 3L (da könnte dieses Jahr auf Basis des Up etwas ähnliches kommen) kann der Zoe schlicht nicht gewinnen. Ach ja, die Ladestation mit ca. 700,- Euro plus Installation kommt ja auch noch zum Kaufpreis des Zoe hinzu.

    Werden wir uns trotzdem einen Zoe kaufen? Wahrscheinlich ja, allein weil ich eine leise Fahrumgebung liebe und mit dem Kauf auch die Weiterentwicklung von Elektro-Autos fördern möchte. Die geringe Reichweite in der Praxis tut aber echt weh, und wir werden deshalb zusätzlich den Golf behalten müssen.

  8. Nino sagt:

    Helmut, erstmal einige Anmerkungen vorweg, bevor ich ins Detail gehe:

    1.
    Ich habe bewusst den Vergleich mit einem Benziner gemacht. Ich persönlich hasse Diesel Autos, nicht nur wegen ihres Nagelns und weil sie furchtbar stinken, sondern auch wegen dem Umwelt- bzw. Gesundheitsaspekt (Ruß, etc.). Dann kommt dazu, dass man genug Kilometer machen muss, damit sich der Diesel rechnet. Das könnte je nach Modell sicher bereits bei 20.000km sein, die ich als Berechnungsgrundlage gesetzt hatte, bei diversen Modellen sind aber durchaus mehr km nötig. Es sind ja nicht nur die höheren Anschaffungskosten und Steuern, sondern auch die langfristigen Kosten. Bei einem Sauger-Benziner geht zum Beispiel kein Turbolader über den Jordan, der bei den heutigen hochgezüchteten TDI’s gerne mal Probleme macht und teuer ist. Bekomme das immer mal wieder im Bekannten- und Freundeskreis mit, wieviel Ärger man so nach einigen Jahren mit den Kisten haben kann. Kaputte Turbolader, gerissene Antriebswellen (viel Drehmoment), verseuchte Luftmassenmesser, usw. Das ist jetzt natürlich meine ganz eigene Meinung, aber ein Diesel käme MIR nicht ins Haus.

    2.
    Mir war klar, dass mit nur leicht anders gelagerten Rahmenbedingungen, wie du sie anführst, ein ganz anderes Ergebnis dabei rauskommen kann. Ich wollte bewusst einen Artikel schaffen, der selbst den Otto-Normal-Verbraucher ZUMINDEST dazu anregt, mal selbst über die eigene Situation NACHZUDENKEN, ob ein Elektroauto Sinn machen KÖNNTE. Leider interessiert die meisten neben dem Geld nicht viel anderes. Dass unser Öl sinnvoller genutzt werden kann, als es zu verbrennen (Medikamente, Gummi/Kunststoffherstellung, etc.) und dass es immer teurer wird es zu fördern, mal von den Folgen für die Umwelt und die Menschen die vor Ort leben, ganz zu schweigen, ist eigentlich jedem bekannt. Aber bewusst nach Alternativen suchen? Nein, viel zu unbequem! “JEDEN” bekommt man aber spätestens beim Thema Geld – daher das von mir zugegeben raus gepickte Beispiel, was selbstverständlich nur in meinem Fall so zutrifft und nicht auf jeden anderen 1:1 passt.

    3.
    Ich freue mich, dass du trotz des Geldes und der unbequemen Situation einen ZOE kaufen willst. Selbst wenn ich für mich wenig Einsparpotential sehen würde, es gleich teuer, oder sogar teurer als ein Clio wäre, würde ich es trotzdem tun. Es geht mir und offenbar auch dir eben eigentlich nicht ums Geld, sondern um die gute Sache. Es muss halt nur auch finanzierbar sein! Dazu kommt ja das in der Tat WESENTLICH bessere Fahrerlebnis, was ja auch was wert ist.
    Je nach Strecke wirst du sicher auch mit dem ZOE fahren können. Sooo schlecht ist das Netz mit 22KW Ladern ja auch nicht, wenn man ein bisschen flexibel ist und auch mal eine halbe Stunde Kaffeepause einschieben kann. In meinem Fall habe ich auch noch den Verbrenner-Wagen meiner Frau zur Verfügung, der dank lediglich 4000km im Jahr auch beim besten Willen nicht sinnvoll finanziell als Elektroauto gerechtfertigt werden kann. Selbst wenn ich diesen nicht hätte, würde ich aber den Weg des ZOE gehen. Sollte es wirklich nicht machbar sein, ein paar Pausen auf mich zu nehmen, würde ich mir für die paar mal im Jahr dann einen Leihwagen nehmen. Das ist immer noch sinnvoller/günstiger, als einen Verbrenner nur auf Halde zu lagern. So oder so danke ich dir jedenfalls sehr für deine Meinung und deinen Kommentar! :-)

    Nun zu ein paar konkreten Punkten zur Berechnung:

    Ein Vergleich zwischen DEINEM Golf und allgemein dem ZOE ist so aus der Luft gegriffen extrem unfair. Ich habe mich bewusst für den CLIO als Vergleich entschieden, weil er in der derselben Klasse (Größe, etc.) wie der ZOE spielt und dank derselben Marke einfach ausstattungsbereingt zu vergleichen ist. Du sagst, dein Golf hat 21.000€ gekostet. Hat er DIE GLEICHE Ausstattung wie der ZOE in meinem Beispiel? Standheizung? Automatikgetriebe? Klimaautomatik? Tablett-PC als Bordcomputer mit Internetanbindung zum surfen, Mails lesen und großem Navigationssystem? Sprachsteuerung? Bluetooth Freisprechanlage fürs Handy? Das muss man schon genau vergleichen und mit einrechnen, der ZOE bietet ja relativ viel für sein Geld.

    Ein sehr sparsamer Diesel lässt sich bei angepasster Fahrweise tatsächlich mit 4 Litern fahren. Ich kenne aber niemanden der das wirklich schafft, dafür macht der Drehmoment Punch den meisten zuviel Spaß. Das könnte natürlich beim Elektroauto dank dem hohen Drehmoment aus dem Stand ähnlich sein. Ich behaupte allerdings, dass du mit der Fahrweise, mit der du beim Diesel mit 4 Litern auskommst, mit dem ZOE deutlich weiter als 140km kommst. Allerdings kommt es da zugegebenermaßen extrem auf die Topografie und die Geschwindigkeit an – ist also eine sehr individuelle Sache! Im ZOE im reinen Stadt/Landverkehr (ohne Autobahn), wie es bei mir hauptsächlich der Fall ist, dürfte man bei gemäßigten Temperaturen (wenig Klima/Heizung) und mit dem ECO Modus und DEINER Fahrweise vermutlich eher 200km weit kommen. Zumindest deuten das die ersten Probefahrten an, die die französische Presse in den letzten Tagen machen durfte und bereits darüber berichtet hat.

    Du rechnest die Batteriemiete voll gegen deine gefahrenen Kilometer. Das ist nur bedingt fair. Schließlich enthält die Batteriemiete noch ein paar zusätzlichen Vorteile, die auch was wert sind. Erstens hast du ja weniger Kapitalbindung im Vergleich zum Kauf des Akkus, das spart/bringt Zinsen. Zweitens hast du einen kostenlosen Abschleppservice mit drin, falls du mal liegen bleibst. Und drittens beinhaltet die Miete ja eine quasi lebenslange Garantie auf das Herz des Elektroautos: Den Akku! Der ist mit einem Preis um die 10.000 Euro sehr teuer. Sollte er an Kapazität verlieren (unter 75%), wird er kostenlos von Renault getauscht. Egal ob er 2 Jahre oder 8 Jahre alt ist. Wenn dir dein Golf Herz nach 5 Jahren abraucht (Motorschaden), dürftest du auf um die (geschätzt) 4000 Euro Schaden sitzen bleiben. Aber selbst wenn man das außer acht lässt, bin ich der Meinung, dass man die Miete eher im Bereich Anschaffung als Verbrauch verbuchen müsste. Da wären wir wieder beim Ausstattungsvergleich und beim Kaufpreis. Bei den meisten Elektroautos kann man den Akku ja nur kaufen, siehe Nissan Leaf, der kostet dann aber auch gleich (zu recht) über 10.000 mehr. Deswegen wie gesagt bei mir gedanklich eher umgelagerte Anschaffung, als Verbrauchskosten.

    Deinen Vergleich der Inspektionskosten habe ich nicht 100% verstanden. Die Fluence Inspektion kostet etwa 50 Euro im Jahr und ich gehe davon aus, dass das beim ZOE genau so sein wird. Wie teuer ist sie beim Golf? Besonders auf die Lebensdauer gesehen? Irgendwann muss zum Beispiel ein Zahnriemen mit Wasserpumpe (bei 80.000km?) gemacht werden. Bei einer großen Inspektion muss meist irgendwann auch das Getriebeöl getauscht werden. Da schwanken die Inspektionskosten beim Verbrenner also eher zwischen “teuer” und “sehr teuer”, im Vergleich zu dem Fuffi vom Elektroauto. :-)

    Zu dem von dir angesetzten Strompreis ist zu sagen, dass dieser noch 12% geringer war, als ich die Tabelle schuf. Und der Diesel war damals teurer als 1,50. ;-)
    Trotzdem kann ich da noch entgegnen, dass man im Moment und in den kommenden paar Jahren den Vorteil eines Early Adopers hat. Strom gibts an jeder Ecke komplett kostenlos! Sei es beim Familienbesuch, die für eine ungewöhnliche Anfrage wie “Kann ich mein Auto bei dir tanken?”, das so spannend findet, dass sie nicht mal Stromgeld haben wollen. Oder sei es, dass man wie bei uns in Wuppertal an allen öffentlich zugänglichen Ladesäulen ebenfalls kostenlos laden kann. Das heisst: Ich geh shoppen, wie ich es immer tue und lade mein Auto dabei auf und zahle keinen Cent! Dieser Vorteil wird LANGFRISTIG natürlich vergehen, mit steigender Verbreitung der Elektroautos, das ist klar. Aber zur Zeit kann dieser “Early Adopter Vorteil” glücklicherweise den “Early Adopter Nachteil” der derzeit noch hochpreisigen Anschaffung des Elektroautos wieder etwas auffangen. Kleiner weiterer Vorteil: Mittels Photovoltaikanlage kann ich mir meinen Strompreis zementieren für die nächsten Jahrzehnte. Das gilt für den Spritpreis nicht, der steigt unaufhaltsam. Und wenn es mal wieder im Golf kriselt, steigt dieser deutlich. Vielleicht etwas Schwarzmaler, aber trotzdem was wert: Erinnere dich an die 70er Jahre: Fahrverbote mangels Sprit! Mit einem Elektroauto macht man sich den Strom im schlimmsten Fall selbst – fertig – das geht beim Öl nicht! :-D

  9. Martin206 sagt:

    Klar muß man die indiv. Situation betrachten.
    Aber nen Golf 6 BlueMotion 1,6 tdi wird nicht jeder mit 4 Liter Diesel fahren (Drschn. ca. 5,2L lt. Spritmonitor).

    Ich fahr selbst einen sparsamen Diesel (Kia Ceed 1.6 CRDi) und seit meiner letzten eCar-Probefahrt fahre ich diesen so, wie ich es auch mit dem eCar zwecks optim. Reichweite machen würde: Autobahn max. 135km/h, sehr vorrausschauende Fahrweise unter bevorzugter Nutzung der Motorbremse, rollen lassen wo’s geht. Ich konnte meinen Verbrauch um ca. 1,1 Liter senken …auf 5,1-5,2 Liter (überwiegende Autobahn und Strecken mit erlaubter Geschwind. >80km/h).
    Deutlich unter 5L könnte mein Diesel schon auch …aber nicht auf den Strecken und ohne ein Verkehrshindernis zu werden.
    Was ich damit sagen will: 4L/100km mit Kompaktklasse sind eine Ausnahme, ein Einzelfall. (In Spritmonitor schaffen das 10 von 309!)

    Mit einem eCar würde ich auch mein Fahrverhalten in Summe ändern …also nützt es nichts hier das Auto alleine zu betrachten, sondern Auto, Fahrer, Fahrverhalten, Streckenprofil, etc. in Summe.
    __

    PS: Wenn man 28Ct/kWh Strom zahlt, sollte man über einen Anbieterwechsel nachdenken! Ich zahle hier (in D) 22,54Ct/kWh für Ökostrom! Das gibt’s nicht überall …aber günstiger als 28Ct/kWh sicherlich.
    Allerdings bekommt man einen Golf 6 BlueMotion 1.6 tdi inzw. als Tageszulassung auch deutlich unter dem genannten Preis, akt. hier in meiner Region für ca. 18.500€.

    Die Wartungskosten werden auf jedem Fall beim eCar deutlich geringer sein …die Bremsbeläge halten locker 3x so lange …die Bremsscheiben wohl ein Autoleben lang …Öl, Filter, Ventilprüfung, Abgasuntersuchung, Auspuff, usw. …entfällt alles.

    Man sieht …je weiter man einsteigt, desto schwieriger / komplexer wird ein Vergleich.

    Und ich meine:
    Schon aufgrund des anderen Konzeptes und seiner Eigentümlichkeiten ist ein Vergleich auf Zahlenbasis auch gar nicht möglich…

    Gruß
    -Martin-

  10. Nino sagt:

    Der Vergleich ist schwierig und von unnzähligen Fakten abhängig, richtig. Ich wollte halt MEINEN persönlichen Fall rauspicken.
    Auch ich habe übrigens in den letzten Monaten meinen Fahrstil angepasst, um schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es z.B. ist, nicht schneller als 135 fahren zu können. :-)

    Zu deinem Einwand mit dem Strompreis: You get what you pay for! Echten Ökostrom gibts nicht für 22ct! Es gibt in Deutschland nur 4 überregionale Anbieter, die dir überhaupt vernünftigen und vor allem unabhängigen Ökostrom liefern: Greenepeace Energy, Lichtblick eV, Elektrizitätswerke Schönau und am besten: Naturstrom. ALLES andere ist meiner Meinung nach nicht empfehlenswert und oftmals nur Augenwischerei! Nähere Details, warum wieso weshalb, findest du in meinem älteren Blog Artikel: http://www.danzei.de/archives/933

  11. Martin206 sagt:

    > “um schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es z.B. ist, nicht schneller als 135 fahren zu können.”

    …genau das war auch mein Grund um “so langsam” zu fahren.
    Macht am Ende auf meinem Arbeitsweg (50km) wohl keine 2 Minuten aus, ist deutlich entspannter, braucht weniger Sprit (komme nun ca. 1.100km mit einer Tankfüllung …was aber nicht weiter auffällt, da Tanken für mich nix schlimmers ist …eher unterhaltsam :o).)

    “Guten”* Ökostrom bekomme ich für 22,54Ct/kWh …ob Du es glaubst oder nicht. (akt. liegt der Anbieter für unsere PLZ bei 23,11Ct/kWh)
    (* ok-Power, TÜV-nord, EcoTopTen, 1.Platz Finanztest “Ökostromtarife”, fördert aktiv Neuanlagen, usw.)

    Ob hier im direkten Vergleich “Lichtblick” mit seiner KWK-Schiene “ökologisch betrachtet” noch mithalten kann ist fraglich.
    Warum ist Naturstrom “am besten”? Weil am billigsten von den 4 genannten? Ich hätte EWS an die Spitze gesetzt.
    Aber auch hier wie beim PKW-Vergleich: Jeder hat etwas andere Kriterien :o).

    (Ich hatte z.B. auch nicht gedacht, daß man nen Golf 6 BM gleich bei mir um die Ecke für 18,5k€ bekommt – Tageszul., 10km, Klimaautom., 5-türig, Navi u. jede Menge weitere Extras …immer noch viel Geld für ein Vorgängermodell).

    Einfach mal bei den Stromanbietern nochmal den akt. Stand recherchieren …die Welt dreht sich auch dort weiter.
    PS: Man kann die Tarife sogar verhandeln! Auch das klingt wohl unglaublich, hat bei mir (als Bestandskunde) aber schon 2x geklappt.

    Die Augen stets offen behalten, den Markt beobachten …so wie bei den tollen Info’s zu den eCar’s :o) (Danke!).

    Gruß
    -Martin-

  12. Nino sagt:

    Ich kann als Verbraucher nicht ALLES analysieren und ständig neu hinterfragen. Dazu müsste ich Privatier sein und den ganzen Tag Langeweile haben. Ich weiß, dass meine Recherche schon einige Zeit auf dem Buckel hat. Aber ich vertraue da auf das strengste Siegel und das ist nun mal Grüner Strom Label Gold – korrigiere mich, falls dem nicht mehr so sein sollte. ok-Power hält mir persönlich da zuviele Löcher offen und TÜV Zertifizierungen sind fast nix wert. Wenn ich mir auferlege, dass ich jeden Tag 2kg Scheiße fresse, kann ich mir das vom TÜV zertifizieren lassen. Ist diese Aussage was wert? Nein! Die Zeitung Finanztest verfolge ich nicht. Aber Naturstrom gewann die letzten Jahre immer in der ÖKOTEST, kann also nicht so schlecht sein. Bei welchem Stromanbieter bist du denn?

    Was ist ein Golf 6 BM und wie passt das ins Thema? Kapier ich jetzt irgendwie nicht, warum du das anführst!? Ob das billig oder teuer ist, weiss ich nicht. Dazu müsste ich wissen, was der laut Liste kostet, was der Aktuelle kostet und welche Ausstattung der genau hat.

    Dein Hinweis mit dem Handeln ist interessant, hab ich noch nie versucht. Bin aber in der Welt der türkischen Basars auch nicht wirklich heimisch. :-/

  13. Martin206 sagt:

    Du muß auch nicht alles analysieren – aber wenn Du dann trotzdem eine Meinung dazu verbreitest, muß Du mit anderen Meinungen / Darstellungen rechnen.

    Das Grüner Strom Label Gold ist sicher das vielversprechenste auf dem Markt, ja – und das TÜV-Label ist hier sicher nicht viel wert. Das ok-Power erlaubt etwas mehr als GSL Gold.
    Label bekommt auch nur der, der es versucht, also die auch beantragt => nicht alle die kein Label haben würden autom. auch keines bekommen.
    Ökotest finde ich gut. Aber es gibt auch einige die deren Methoden kritisch sehen.

    Da ich nicht nur den ökologischen Effekt sehe, sondern auch die Vertragsbedingungen und den Geldstrom (nicht hin zu AKW- und Kohlestrom-Erzeugern!), dazu mein Geld auch noch in andere ökolog. Projekte stecke, war “mein” Stromanbieter für “mich” die beste Alternative (energieGUT, HalloNatur).

    Übrigens ist Naturstrom akt. bei deutschlandweit 25,75Ct/kWh.

    helmutnn nannte den Golf als Vergleich. Ich wollte damit zeigen, daß man manchmal gar nicht glauben kann was dann doch geht (günstigerer Preis).

    Wg. dem Handeln: Ich bin eigentlich auch nicht der Typ dafür. Hat sich zufällig ergeben, da ich nicht wechseln wollte ohne dem Anbieter eine Chance zu geben sich zumind. zu äußern, ohne daß ich Rückmeldung gebe was micht als Verbraucher stört/bewegt. Ich sandte eine schlichte Mail mit Hinweis auf einen (größeren) Unterschied zu anderem Anbieter der für mich einen Wechsel nahelegt. Man kam mir entgegen – welche “unglaubliche” Freude. Und 2 Jahre später wieder.

    PS: Das klappt übrigens auch bei Versicherungen und teuren Anschaffungen häufig, z.B. kauf ich dann lieber beim regionalen Geschäft “verhandelt” als anonym im Web.

    Beim Auto handelt man ja auch, oder wer zahlt Listenpreis oder versucht nicht mind. einen Satz Winterräder dazu zu bekommen?

  14. helmutnn sagt:

    Meine Güte, ihr brennt aber für das Auto. Ok, viele Fragen, ich versuche alles zu beantworten:

    1. Ja, mein Golf hat einen großen Touch-Screen, Sprachsteuerung, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, DVD, Festplatte, Tempomat, Freisprecheinrichtung (sogar die richtig tolle die mit den iPhone net geht (wegen RSAP)) etc., keine Automatik oder Standheizung. Er hat aber auch mehr Platz als der Zoe :). Der Zoe hat übrigens Android, pah. Ich mag iOS lieber, allein auch aus beruflichen Gründen (sucht mal meine App im deutschen App Store ;-). Thema Haltbarkeit: Der aktuelle Lupe hat 343000 km auf der Uhr. Das einzige größere Teil das ersetzt wurde war der Auspuff nach 320000 km (von innen zerbröselt). Die anderen Lupos hatten gar keine kapitalen Reparaturen (der erste hatte bei 100000 km einen Unfall mit Totalschaden (meine Schuld), den Zweiten habe ich mit 260000 km vorsorglich verkauft, er läuft aber heute noch ohne Probleme). Diese Laufleistungen ohne Kosten muss der Zoe erst noch beweisen! Renault jedenfalls traut das dem eigenen Fahrzeug nicht zu, die Garantie lässt sich (bis auf die Batterie) maximal bis etwas unter 200000 km verlängern und dann ist Schluss. Und machen wir uns nichts vor, dort gibt es auch Mechanik und auch sogar ein Getriebe, sowas verschleißt, besonders bei dem enormen Gewicht. Und selbst die Starkstromelektrik ist nicht wartungsfrei, auch dort sind Verschleiß und Defekte zu erwarten.

    2. Das mit dem “sich Rechnen” kann ich nicht nachvollziehen. Der Golf Diesel oder der Lupe 3L rechnet sich irgendwann ohnehin und für mich in jedem Fall, und von der Kraftentfaltung muss man schon einen wesentlich mehr verbrauchenden Benziner kaufen um was vergleichbares zu haben. Aber der Zoe hat schlicht keine Chance sich zu rechnen gegen meinen Golf oder den Lupo, da kann man noch so viele Kilometer fahren.

    3. Der Begriff “Fairness” passt hier nicht. Ich schaue was ich für das Geld bekomme und berücksichtige dabei auch Dinge die man nicht direkt vergleichen kann. Da der ursprüngliche Vergleich im Blog-Beitrag aber nur ums Geld ging habe ich dazu mal einen Reality-Check gemacht.

    4. 135 km/h sind deutlich zu schnell um einen guten Verbrauch zu erreichen, auch und besonders beim Zoe (schaut euch dazu mal aktuelle Praxis-Erfahrungen im französischen Forum an). Ich habe es beim Lupo mal drauf angelegt und bin eine komplette Tankfüllung sehr sparsam gefahren (normaler Stadt, Land, Autobahn mix): 1400 km mit einem Schnitt von 2,3 Liter/100 km. Aber: Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn nicht über 95 km/h. Und wie der Zufall es will, ist das auch die Höchstgeschwindigkeit beim Zoe im Eco-Modus. Und wenn der Zoe dann sagen wir mal im Sommer 200 km erreicht, dann fährt ein in gleichem Tempo hinterdreinfahrender Golf 1,6 BMT mit weniger als 4 Litern und der Lupo eben mit 2,5 Litern. Man muss immer den Fahrstil dahinter gleich halten um das miteinander vergleichen zu können. Reifen machen auch viel aus, deshalb würde ich auch nicht die 17 Zöller beim Zoe nehmen (so schön die Felgen aus sind) weil es dazu nicht die neuen EV-Reifen von Michelin gibt und der Verbrauch mal eben um mehr als 5 % steigt. Den Golf fahre ich wie gesagt im Winter und mit Winterreifen sparsam mit 4 Litern, wenn es Sommer ist und Sparreifen drauf sind geht ist das noch weniger. Was andere machen und wie sie ihre Autos fahren interessiert mich nicht, aber wenn sie mit dem Benziner/Diesel deutlich mehr brauchen als nötig dann werden sie auch mit dem Zoe bei gleichen Geschwindigkeiten mehr brauchen als vorgesehen und die 150 km sind Makulatur.

    5. Bei den Inspektionskosten bleibts dabei, ein Elektoauto spart bei gleichem Inspektionsumfang (sprich was wird dabei angeschaut) nur die von mir beschriebenen Punkte, weil der Rest einfach gleich ist und im gleichen Umfang überprüft und ersetzt werden muss. Bei meinem Golf gibt es keinen Zahnriemenwechsel und erst recht keinen Wechsel des Getriebeöls. Aber wir können ja einfach nochmal 100,- Euro pro Jahr für irgendwas was wir vergessen haben in die Rechnung aufnehmen. Bremsen halten genau so lang wenn man gleich fährt (bremsen ist der Todfeind der Sparsamkeit, und ein Motor verbraucht am wenigsten im Schub oder wenn er aus ist :-). Der Golf hat jetzt jedenfalls 100000 km und noch die ersten Schreiben und Beläge. Beim Zoe ist es wegen des enormen Gewichts eher etwas schlechter beim Verschleiss im Allgemeinen. Btw., warum hat der hinten noch diese antiquierten Trommelbremsen?

    6. Tanken an der normalen Steckdose geht mit dem Zoe leider nicht, man kann also nicht ohne weiteres bei der Verwandtschaft die Kabeltrommel in die Hand nehmen um den Zoe zu laden (wobei wir hier ohnehin immer von Leuten mit Einfamilienhäusern sprechen, in Wohnsiedlungen geht das alles gar nicht). Öffentliche Ladestationen sind extrem rar gesät, und wenn sich der Zoe und andere Autos gut verkaufen wird man immer öfter dort keinen freien Platz finden. In Jülich z.B. gibt es ganze zwei (!) Steckdosen in der Innenstand. Da gehört schon enormes Glück dazu daß der Platz nicht von einem Verbrenner zugepart ist oder eben gerade eines der anderen Elektroautos der Umgebung dort steht.
    An meinem Arbeitsplatz gibt es zum Glück in ca. 500 Meter Entfernung eine Ladestation, aber auch dort nur 4 Plätze. Wenn dann in diesem Gebiet (mit vielen Arbeitsplätzen) mehr als vier Leute ein Elektroauto haben wird es Morgens immer darum gehen wer zuerst da ist. Zu Hause sieht es nicht viel besser aus: Ich habe einmal bei meinem Energieversorger nachgefragt, was Sie da für mich im Angebot haben wenn ich Zukunft nochmal geschätzte 200,- Euro im Monat an Strom zusätzlich abnehme. Keine Ladestation, kein eigener Zähler, kein besonderer Tarif, keine optimierte Ladung zu Zeitbereichen in denen die Kraftwerke den Strom nicht loswerden. Einfach gar nichts! Bei RWE sieht es noch ärger aus: Neben den Kosten für die Ladestation (mindestens 700,- Euro) kommen nochmal 30 Cent pro Kilowattstunde Strom dazu. So fördert man Elektromobiliät nicht. Komischerweise gibt es für meine Wärmepumpe problemlos einen günstigeren Tarif, obwohl hier viel weniger Strom abgenommen wird als für ein Elektroauto.

    Fazit: Es gehört schon sehr viel Enthusiasmus dazu diese Hürden zu überwinden und sich trotzdem ein Elektroauto zu leisten. Neben den praktischen Einschränkungen ist es leider auch noch teurer als unsere aktuellen Autos, und das bedeutet es muss etwas andere wegfallen damit wir uns das leisten können.

    Btw.: Wer von euch wird denn bei welcher Probefahrt anzutreffen sein? Ich werde zusehen einen Termin in Köln zu bekommen, bislang ist aber die versprochene Post noch nicht hier angekommen.

  15. Nino sagt:

    Versteh mich nicht falsch, natürlich ist mir klar, dass jeder seine eigene Meinung hat und mich damit gegebenenfalls hier im exposierten Blog damit konfrontiert. Dafür bin ich ja sogar dankbar. Aber ich hätte dann schon gerne auch klar Fakten, warum ich unrecht haben sollte. :-)
    Das nicht jeder Anbieter ein Label hat, der es haben könnte, ist mir klar. Das hat ja auch finanzielle Gründe. Aber da kann ich dann als Endverbraucher kaum beurteilen, obs wirklich ein “Guter” ist und somit meide ich diese Anbieter.

    Zu deinem Anbieter energieGUT: In Ausgabe 02/2012 hat die Stiftung Warentest deinem Anbieter ein “SCHWACHES” ökologisches Engagement bescheinigt. Weiter war die Tarifstruktur nur “befriedigend”. Im Gegensatz zu den von mir 4 genannten Anbietern, die in dem Test ein “SEHR STARK”es ökologisches Engagement haben und “gut”e Tarifstrukturen. Ich bin daher weiterhin der Meinung, dass dein Ökostrom die wesentlich schlechtere Wahl ist. Der Witz oben drauf ist aber, dass du sagst, dass dir wichtig ist, dass es keinen Geldstrom zu AKW Betreibern gibt. Da muss ich dich leider aufklären, dass genau das bei energieGUT der Fall ist:

    Gesell­schafter sind die Stadtwerke Duisburg, an denen die Atom- und Kohlekonzerne Eon und RWE beteiligt sind.

    Wenn es dir also tatsächlich nicht auf 3ct ankommt, empfehle ich dir den Wechsel, idealerweise zu Naturstrom. ;-)

    Das mit dem Handeln tue ich natürlich bei Autos ebenfalls. Wobei beim ZOE und anderen Elektroautos dank Margen von gerade mal 5% für die Händler NULL Handlungsspielraum bleibt. Meinen ZOE kaufe ich daher tatsächlich zum Listenpreis. Bei anderen Geschichten wie Versicherungen oder ähnliches habe ich halt bisher noch nicht versucht was rauszuschlagen.

  16. Nino sagt:

    1.
    Der Golf hat vielleicht auf der Rückbank ein paar cm mehr Platz, aber der Rest ist gleich. Selbst der Kofferraum ist bis auf 12 Liter identisch. Ich freue mich aber, dass bei dir die VW’s so problemlos halten. Man muss ja auch mal Glück haben. Mein Bekanntenkreis und auch der TÜV Report sagen da was anderes.
    Das mit dem Android stört mich auch, dürfte aber noch lange dauern, bis Apple ein Auto auf den Markt bringt. ;-)
    Ich bin ja selbst iOS App Entwickler. Welche Apps hast du denn im Store?

    2.
    Es mag sein, dass du für dich da keine positive Rechnung siehst. ICH sehe sie schon – ich vergleiche aber auch Äpfel mit Äpfel und nicht mit Birnen. Aber wenn du das möchtest, lass uns doch mal einen Twizy gegen deinen VW antreten. ;-)

    3.
    Ja, in dem Beitrag geht der Aspekt Umwelt und vor allem Fahrspaß und Fahrkomfort etwas unter. Teilweise bin ich da bereits schon an anderer Stelle drauf eingegangen. Hauptsächlich wollte ich erstmal damit Aufmerksamkeit erregen, wo die Leute am ehesten hellhörig werden: Beim Geld! Der Rest kommt in den kommenden Blog Artikeln, wenn ich das Auto habe! :-)

    4.
    Klar sind bei VMAX mit dem ZOE keine Verbrauchsrekorde zu erwarten! Aber die ersten Tests zeigen, dass der ZOE hier positiv überrascht und nicht wie damals beim Leaf und i-Miev enttäuscht! Ein Tester ging etwas näher darauf ein und berichtete davon, dass er wie mit seinem Verbrenner gefahren wäre, also nicht explizit ökologisch, aber weniger Autobahn. Ohne ECO Modus schaffte er über 150km. Mit bewusster Fahrweis und ECO Modus dürfte das nochmal ne Ecke höher ausfallen. Ich finde das ist eine tolle Perspektive!
    Dass es die EV Reifen nicht in 17 Zoll gibt, finde ich extrem schade und ist mir echt unverständlich. Gerade beim Auto kaufen viele mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf. Sonst gäbe es nicht soviele SUV’s auf der Straße. Ich denke daher, dass man die 17 Zoll sehr oft am ZOE sehen wird. Ich hab sie auch bestellt, da mir das Aussehen schon auch wichtig ist und die 16 Zoll finde ich ziemlich hässlich. Ich hab für mich entschieden, dass die Reichweite so oder so allemal für meinen Alltag langt. Da kommt es mir nicht auf die 10km Reichweite an. Da wo ich die Reichweite dank Heizung noch am ehesten bräuchte, kann ich die EV Reifen eh nicht fahren: Im Winter!!!

    5.
    Du wirst mit einem Verbrenner niemals so energiesparsam bremsen können, wie mit einem rekuperierenden Elektroauto. Zumindest nicht, wenn der Fahrkomfort nicht vollkommen egal ist! Die Erfahrungen von anderen langjährigen Elektroautofahrern zeigt jedenfalls, dass die Bremsen “ewig” halten. Das tun sie beim Verbrenner typischerweise eben nicht. Natürlich kommt das aufs Fahrverhalten an, aber die wenigsten IM MASSENMARKT werden ein Elektroauto anders fahren, als ihren Verbrenner. Daher kann man durchaus davon ausgehen, dass die Bremse normalerweise deutlich länger halten wird im Schnitt!

    6.
    Ob das Tanken an der normalen Steckdose NICHT GEHT, ist ja noch gar nicht gesagt. Bisher gibt’s dafür keinen Beweis!!! Ich gehe immer noch davon aus, dass die Mennekes Aussage stimmt, die ich vor 2 Wochen telefonisch bekommen habe, dass das IC-CPD am ZOE funktioniert!
    Bei uns in Wuppertal gibt es bereits “genug” Ladesäulen in der Stadt, wie gesagt alle kostenlos. Weitere Ladesäulen sind bereits für dieses Jahr in geplant, ich sehe da also die nächsten paar Jahre keinen Engpass! Sollte die EU Vorgabe Umsetzung finden, erst recht nicht. Irgendwann ist das Betteln um Strom eh vorbei, wenn die Verbreitung von Elektroautos zunimmt. Wenn ich einmal im Jahr nach Strom gefragt werde, ist das kein Problem. Aber wenn ich jeden Tag oder jede Woche danach gefragt werde, wohl kaum noch. Daher sind Schnellladesäulen die Zukunft, nicht die Steckdose bei der Oma, an der das Auto 12h laden muss.
    Hast du mal deinen Arbeitgeber gefragt, ob du dort laden darfst?

    Enthusiasmus gehört definitiv dazu, wenn man sich jetzt schon ein Elektroauto kauft. Bei manchem Auto bzw. bei mancher persönlicher Situation finanziell, aber viel wichtiger in der Tat: Im alltäglichen Umgang. Wenige Leute sind bereit ihre Fahrten zu planen.

    Ich möchte mich für Köln an dem Samstag anmelden, vielleicht sieht man sich ja! :-)

  17. Martin206 sagt:

    zu 1.
    Der Golf den ich in mobile.de sah hatte in etwa die Ausstattung (DVD/HD? “die richtige” Freisprecheinr.?).
    Aber da es hier ja vor allem um die Kosten ging, so täte es wohl auch ein Golf 7 BM für 17.000€…
    In einem Vergleich der nicht nur die ganz persönl. Situation darstellen soll (was man aber durchaus für sich machen sollte), zählen denke ich auch nur Extras die ein Großteil der mögl. Nutzer “wirklich braucht” …da gehören DVD u. Apps im PKW sicher nicht dazu.
    Das der Zoe sich bzgl. Zuverlässigkeit und Laufleistung erst naoch beweisen muß ist denke ich den meisten klar. Auch wird es bei einem Auto mit soviel “Neuerungen” nicht ohne anfängl. Probleme gehen.
    PS: Wenn Du Laufleistungen angibst, solltest Du aber auch Fahrprofile und Jahre mit angeben, denn 340.000km als Post-Austräger-Auto schafft ein Lupo auch nicht bzw. wenn er mal 15 Jahre alt ist wird er auch ohne hohe Laufleistung Mängel aufweisen (Kurzstreckenautos mit wenig Jahreskilometer brauchen z.B. nicht selten schon sehr früh einen neuen Auspuff).
    Ein Getriebe mit dem nicht wirklich geschalten wird und ein E-Motor …da sind wohl die wenigsten Probleme zu erwarten. E-Motoren laufen Jahrzehnte ohne Probleme und zwar in härteren Einsatzbereichen.
    Elektrik, Elektronik …ja, und evtl. im Bereich der Batterie, da sind sicher mal Fahrzeuge mit Ausfällen dabei – unvermeidlich.
    Aber ich weiß auch von einigen VW die Probleme mit Steuergeräten hatten/haben …nicht jeder hat da soviel Glück.

    zu 2.
    Die Kraftentfaltung eines eCars schon mal “gespürt”?
    Ich hab da selbst im Vergleich zum Diesel noch eine Steigerung bemerkt …vor allem da der Drehmoment von Null Umdrehungen an da ist.

    Was muß sich alles rechnen?
    Rechnet sich ein DVD-Player mit Festplatte im PKW? Rechnet sich ein iPhone ggü. einem günstigeren Smartphone?
    Scheinbar “muß” sich nich alles rechnen.

    Mir reicht es wenn es in etwa kostengleich ist …man kann eh nicht sagen wie das nach z.B. 5 Jahren oder nach 150.000km ist …viele Faktoren in der Rechnung sind “weich” und können somit anders kommen als berechnet.

    zu 3. ???

    zu 4.
    Geschwindigkeiten auf der Autobahn (auf 80 begrenzte Strecken mal ausgenommen) von 95km/h sind absolut praxisfern bezogen auf die breite Masse.
    Das würde heißen man fährt ständig zwischen den LKWs …der hinter einem ca. 5m weg.
    Ich verstehe die, welche das mit einem Lupo nicht machen wollen sehr gut.
    Deshalb ist für mich eine Autobahngeschwindigkeit (wo erlaubt) zwischen 100 und 140km/h “nach Bedarf” angesagt …wohl näher an der Praxis.

    Ich will auch mit dem eCar keine Batteriefüllungs-Streckenrekorde brechen. Ich will damit auf die Arbeit und zum Einkaufen fahren, und zu Ausflügen in der Region.
    Ich werde da zwar sicher eine etwas geringere Drschn.Geschwindigkeit als mit dem Diesel (75-85km/h pro Tankfüllung) hinlegen, aber nicht im Kriechgang vor LKWs die mich mit Lichthupe anschieben.
    Ja – ich würde mit dem Zoe wohl kaum 200km mit einer Ladung schaffen.

    zu 5.
    Also der Golf hat dann auch ca. 70-140€ Wartungskosten pro Jahr so lange nichts größeres anfällt?
    Aber nur wenn das Öl vergessen wird zu berechnen.
    Bremsen: Es wird schon von Hybridfahrzeugen geschrieben die 700.000km mit den ersten Bremsscheiben fahren! (ein Prius-Taxi) Gut vorstellbar, wenn man bedenkt, daß man wohl 90% der Bremsvorgänge eines Verbrenners mit dem eCar vermeiden kann.
    Was willst Du denn mit Hochleistungs-Scheibenbremsen auch hinten wenn die Bremswirkung eh überwiegend vorne ansteht und vor allem wenn Du max. 95km/h fährst? Damit das ABS mehr zu tun hat?

    PS: Ein Golf 6 BlueMotion mit vielen Extras wiegt ca. 10% weniger als ein Zoe. Was genau soll das an Mehrverbrauch bei der Bremse und “im Allgemeinen” ausmachen?

    zu 6.
    Da das Konzept des Zoe dem Leaf mehr als ähnelt, vermute ich, daß man den Zoe an einphasig 230V schon laden kann …auch wenn es nicht das “gewünschte Konzept” von Renault/Nissan ist.
    (Der Leaf hatte bisher sogar ein sogenannte “Notladekabel” für 230V an Bord.)
    Sinnvoll ist das zumind. beim Leaf aber eher selten …bei 12h-Ladezeit für Vollladung.
    Ladestationen gibt es im städtischen Bereich inzw. so viele, daß diese zu >95% frei sind.
    Am Land hat der ordentliche EFH-Besitzer mind. 16A-dreiphasig verfügbar :o).
    Aber für viele mögliche Nutzer ist die einfache Ladestation in Garage/Carport bzw. am Stellplatz eh ausreichend. Selten daß ein Auto weniger als 10h nachts parkt.
    Auch ist es manchem möglich am Arbeitsplatz zu laden …mal mit 230V-Steckdose, mal mit 3-Phasen-Ladekabel.

    Mal auf die Idee gekommen ARAL zu fragen ob die Dir eine Diesel-Zapfsäule sponsorn am eigenen Grundstück und dann noch 10Ct/Liter nachlassen?
    Wieso sollte ein Stromversorger das tun?
    Wer soll das am Ende zahlen? Der Steuerzahler? Damit Du noch günstiger und mehr fährst? :o(
    PS: Lt. Nissan ist die Installation einer Ladesäule durch RWE nicht von einem Strombezug bei RWE abhängig.

    So, nun bin ich mal gespannt wie Du schreibst, wenn Du mal ein Jahr mit dem eCar untwegs warst :o).

    Gruß
    -Martin-

  18. Martin206 sagt:

    @Nino

    in Finanztest (Schwesterzeitschrift v. Test) hat man meinen Anbieter als Testsieger gekürt. Wg. der Preise und der Vertragsbedinungen.

    Der von mir gewählte Tarif hat “himmlische” Bedingungen:
    12 Monate eingeschr. Preisgarantie, 3 Monate Mindestlaufzeit, danach mtl. Kündigung möglich. Der Umstieg auf andere oder günstigere Tarife ist in 5 Minuten über Website gemacht …kinderleicht.

    Ich hab mich zu energieGUT weiter informiert als es Test/Finanztest hergeben.
    Die Gewinne gehen nicht an die Beteiligten (!), sondern werden direkt in Förderung und Ausbau EE gesteckt.
    Das relativiert die “Gesellschafter der zugehörigen Muttergesellschaft”.
    Ich bleib dabei :o).

  19. helmutnn sagt:

    Fragen über Fragen, ich hoffe ich kann alles beantworten. Meine App heisst “HandyEtat”, und was bietest Du im App Store an? Der Golf hat mehr Platz im Kofferraum und eine größere Innenbreite sowie mehr Platz für die Passagiere hinten (für die Knie sieht es da recht knapp aus beim Zoe). Die vielen Liter Kofferraum des Zoe kommen durch die große Tiefe. Die nützt aber nur bedingt etwas, denn man kann nicht alles beliebig stapeln. In den Golf passen 5 Kästen Wasser, mit ohne umklappen und ohne Ablage ausnehmen. Wir vergleichen also nicht Birnen mit Äpfeln, sondern einen großen Apfel (den Golf) mit einem etwas kleineren Apfel (den Zoe), das geht aber für mich in Ordnung.

    Es geht auch nicht darum was ich persönlich sehe (oder glaube), wenn man mal realistisch rechnet und mit echten Zahlen (ich rede von der Praxis ;-) kann der Zoe leider bei den reinen Kosten nicht gewinnen. Das ist einfach so und das ist auch nicht schlimm. Wenn man mehr bekommt, dann darf es auch mehr kosten, das ist dann auch in Ordnung. Bei gleicher Fahrweise sind die laufenden Kosten (wenn man so will wegen der Batteriemiete) höher als bei anderen sparsamen Fahrzeugen. Der Hinweis zum Winter ist sehr gut, der Verbrauch wird auch allein wegen den obligatorischen Winterreifen die Hälfte des Jahres nicht erreichbar sein. Den Golf fahre ich aber auch bei der aktuellen Witterung mit 4 l, ein ungeübter Fahrer vielleicht mit 5 oder 6. Da geht man dann beim Zoe alle 100 km an die Säule :-( der ungeübte Fahrer wahrscheinlich sogar noch deutlich früher.

    Zur Reichweite lest – wie gesagt – einmal nach was in den französischen Foren von den ersten Besitzern berichtet wird. Höhere Geschwindigkeit (es geht in einem Artikel “nur” um 110 km/h) lassen die Reichweite beim Zoe deutlich sinken. Deshalb mein Tipp aus langjähriger Erfahrung. Auf der Autobahn unter hundert halten und einfach mit den LKWs mitschwimmen (mit ca. 95 km/h, das ist erstaunlich entspanntes fahren und wird man auch nicht von der Spur gedrängt), dann stimmt auch der Verbrauch. Und mitschwimmen heisst nicht auf 1 m Abstand fahren oder dazwischen eingeklemmt zu sein, das geht auch anders.

    Du hast mich beim Bremsen nicht verstanden: Ich spare keine Energie durch Rekupration (das hat mein Golf nicht) beim Einsatz der Motorbremse, reduziere aber den Verschleiß extrem. Auch wenn die Bremsen geschont werden müssen sie aber irgendwann gewechselt werden weil die Oberfläche der Beläge immer mehr aushärtet und die nötigen Reibwerte nicht mehr erreicht werden. Wer dann damit noch weiterfährt nur weil die Belagdicke noch reicht handelt fahrlässig, das wird die Werkstatt auch nicht mitmachen. Da sieht es also beim Zoe leider auch nicht besser aus als beim Golf, das ist die gleiche alte Technik.

    Kostenlose Ladesäulen gibt es nicht. Das zahlt nur jemand anders als Du (wir alle z.B. über Steuern?) und ein paar wenige profitieren dann davon. Das ist nicht in Ordnung und es kann auch langfristig nicht so bleiben.

    340000 km beim aktuellen Lupo sind Langstrecke, in den letzten 7 Jahren aber mit viel weniger Autobahnanteil (er ist jetzt 11 Jahre alt). Für den Golf gilt das gleiche, ein bisschen Stadt, ein bisschen Land und ein bisschen mehr Autobahn. Und wie sieht es bei euch aus?

    Kraftentfaltung wird beim Zoe obenrum sehr mager (über 9 Sekunden von 50 bis 100), und wer den Antritt untenrum nutzt (wozu braucht man das eigentlich?) wird dafür den Preis beim Verbrauch zahlen. Diese Eigenschaft ist also komplett wertlos, außer man steht auf armselige Rennen an der Ampel. Für mich bleibt im direkten Fahrerlebnis nur das niedrigere Geräusch, das finde ich super.

    Ausstattung rechnet sich nicht, warum sollte sie auch? Man sollte sich auch beim Zoe nicht davon blenden lassen, Renault hält mit der geringen Varianz auch die Kosten niedrig. Scheibenbremsen hinten sind nicht Stand der Technik bei Fahrzeugen in diesem Gewichtsbereich. Rekuperation ist ist ja schön und gut, aber um wirklich Energie im Notfall zu vernichten sind 43 KW (wenn es denn Netto überhaupt so viel ist) zu wenig. Außerdem habe ich mit Trommelbremsen bislang was die Dauerhaltbarkeit betrifft nur schlechte Erfahrungen gemacht.

    Das richtige Sparpotenzial kommt mit geringem Gewicht, (der Lupo hat z.B. nur 830 kg). Hast Du schon mal ein Lupo Rad und danach eines vom Golf in den Händen gehabt? Der Unterschied ist unglaublich, und das niedrige Gewicht kommt zudem durch Reduktion der ungefederten Massen auch noch dem Komfort zugute. Und je schwerer ein Fahrzeug ist, um so größer ist der Verschleiß an den durch das Gewicht belasteten Teilen, bis hin zur Fahrbahndecke! 1,5 Tonnen sind in dieser Hinsicht zu viel.

    Der Vergleich mit der Zapfsäule vor dem Haus hinkt. Es ist ein Geschäft von dem beide Seiten profitieren können, deshalb kann auch ein Stromanbieter in Erwartung dauerhaft besserer Geschäfte Installationskosten querfinanzieren oder einen günstigeren Preis anbieten (wenn sich das für ihn rechnet). Die Zapfsäule (und der Tank) vor der Tür rechnet sich sicher nicht, bei ein paar Meter Leitung und einer Steckdose kann das schon ganz anders aussehen. Mich wundert aber sehr, daß die Energieversorger hier keine passenden Produkte im Angebot haben. Insbesondere die zeitliche Steuerung der Ladung nützt ihnen doch etwas, deshalb gibt es ja auch einen gesonderten (deutlich günstigeren) Tarif für Wärmepumpen (wenn auch die zeitliche Steuerung in der Praxis hier noch nicht genutzt wird).

  20. Nino sagt:

    Das war vielleicht 2009 so, aber in Ausgabe 2012 der test Zeitung offenbar nicht mehr. Zumindest im Vergleich zu den anderen! ;)
    Mag sein, dass du dich informiert hast, mehr als die Prospekt-Werbephrasen wirst du aber nicht prüfen können, wenn du keinen Einblick in die Bilanzen bekommst. Ein Zertifizierungsstelle bekommt diesen aber!

  21. Nino sagt:

    Helmut, sieht gut aus deine App. Die Statistiken zeigen mir, dass sie finanziell auch überauss erfolgreich zu sein scheint. Zumindest im Vergleich zu meinen Nischen-Apps (ringSPEED & WuppTour), siehe rechts die Links hier im Blog unter “auch von mir”.

    Über die Knie-Freiheit vorne kann ich mir jetzt kein Urteil erlauben, da ich dazu weder im Golf, noch im ZOE oft genug gesessen habe. Das der Golf im Fond mehr Platz hat, schrieb ich ja. Die 12 Liter mehr im Kofferraum würde ich jetzt aber nicht überbewerten, ist meiner Meinung nach vernachlässigbar. Ob ebenfalls 5 Kästen reingehen, probiere ich gerne mal im Juni! Allerdings kaufe ich normalerweise immer nur 2. Wenn es nicht gehen sollte, finde ich andere Dinge, die höher und weniger tief sind und dann bei mir passen aber mangels Tiefe bei dir nicht. ;-)

    Wir drehen uns im Kreis. Ich forderte von dir das Aufzeigen konkreter Rechenfehler in meinem nachvollziehbaren fairen Vergleich zwischen ZOE und Clio, die du mir aber nicht nennst und trotzdem auf deinem Standpunkt mit dem Golf beharrst, der schlechter ausgestattet ist. Wie gesagt, ich mache gerne einen Vergleich mit dem Twizy, Kofferraum und Heizung braucht schliesslich kein Mensch, genau so wenig wie ein Multimedia Tablet. :-P

    Ich lese nur Testberichte aus Frankreich. Die Foren Beiträge sind mir dank mangelhaftem Google Translator zu schwer zu verstehen. Das was ich bisher las, deckt sich nicht mit deinen Andeutungen über eine schlechte Reichweite. Diese ist aber in der Tat nicht das wichtigste für mich. Wie Martin gebe auch ich gerne mal Gas, Auto fahren macht mir einfach Spaß und dazu gehört sportliches Fahren. Wenn das was kostet, zahle ich gerne den Preis. Den Aufpreis dafür verbuche ich unter Hobby. Reichweitenängste habe ich ansonsten eher nicht, da ich weniger als 60km am Tag fahre. Das sollte in jedem Fall klappen! Für mehr ist der ZOE ja eigentlich auch nicht gedacht, als urbanes Fahren!!! Die Langstreckenreisenden müssen halt auf den 85kWh Tesla sparen oder eben entsprechend Kompromissbereit sein, Umwege zu fahren und Ladepausen zu machen – oder noch 5 Jahre auf was besseres warten!

    Bezüglich Bremse ist es wichtig, dass man ab und an mal etwas kräftiger reintritt, damit sie nicht zerrostet, korrekt. Aber ansonsten bezweifel ich, dass du die Motorbremse durch ständiges frühes runterschalten so nutzt, wie das mit einem Elektroauto möglich ist. Oder du bist echt ein Masochist. :-P

    Die kostenlosen Ladesäulen sind eine Förderung der lokalen Stadtwerke im Rahmen der Aktion W-EMOBIL100 und unserer Krönung zur Hauptstadt der Elektromobilität. Der Strom soll solange kostenlos bleiben, bis sich eine Abrechnung des Stroms finanziell lohnt. Bis dahin dürften aber noch gut 3 Jahre vergehen in denen ich dieses Geschenk gerne annehme. Bei zwei weiteren privat betrieben Ladesäulen ist der Sinn, mehr Kunden in des Parkhaus zu bekommen, wo diese vom Besitzer aufgestellt wurden. Die Konkurrenz-Situation der Parkhäuser ist bei uns nämlich enorm und so kann man ein zukunftsweisenden Mehrwert bieten. Übrigens etwas, was auch andere Gewerbetreibende mal überdenken sollten: Bäcker, Hotels, Restaurants usw.

    Ausstattung rechnet sich nicht, korrekt, das tut deine App auch nicht, man kann ja einfach über die T-Mobile Webseite gehen. Will man eine gute Ausstattung trotzdem haben? Ja! ;-)

  22. helmutnn sagt:

    Bitte genau lesen, ich habe nicht behauptet, daß der Vergleich mit dem Clio inhaltlich falsch ist. Das hast Du bestimmt alles sehr gewissenhaft, wenn auch beim Zoe notgedrungen wie bei mir auch teilweise spekulativ, gemacht. Ich habe einfach den Vergleich mit einem anderen für mich relevanten Wagen aufgestellt und gezeigt, daß der Zoe im Vergleich mit einem sparsamen Diesel gleicher Größe (oder hier halt ein bisschen größer) teurer im Unterhalt ist. Damit hier niemand etwas sagen kann habe ich nicht theoretische Fahrzeuge wie z.B. den demnächst erscheinenden Blue Motion Golf mit kolportierten 3.2 Liter Schnitt-Verbrauch herangezogen sondern ein Allerweltsauto, daß wahrscheinlich repräsentativ für viele andere Diesel dieser Größe mit einem Norm-Verbrauch um die 4 Liter ist (da ähneln sich die Modelle dieser Klasse der meisten Hersteller bis auf wenige Zehntel Liter). Das ist alles, kein großes Ding.

    Weitere Vergleiche des Zoe oder Golf mit anderen Modellen, wegen mir auch dem Twizy, sind interessant. Ich denke es macht aber mehr Sinn wenn Du bei Viersitzern bleibst, da können die Leute wahrscheinlich mehr mit anfangen. Also hau in die Tasten :-).

    Bei der Kniefreiheit ging es um die hinteren Plätze, vorne kann man sich das ja passend machen solange hinten keiner sitzt. Das konnte man in einigen Berichten ganz gut auch mit Testpersonen sehen die sich reingesetzt haben. Meine Frau hat bei manchen Bildern schon sowas sie “Oh :-/” gesagt. Aber ich habe dann darauf verwiesen, daß da nur unser Söhnchen sitzen wird ;-). Auch das ist kein Problem, wir kommen damit zurecht, es soll nur zeigen, daß der Golf vom Ansatz für den Vergleich geeignet ist (weil er nicht kleiner ist).

    Bei der Reichweite auch bitte nicht falsch verstehen. Es gibt Berichte dazu, daß die kolportierte Reichweite (100 – 150 km) bei höheren Geschwindigkeiten nicht zu halten ist. Und höhere Geschwindigkeit meint hier nicht VMAX (135 km/h) sondern konkret 110 km/h. Und wenn wir annehmen, daß die Leute eben auch mal mit 110 km/h oder mehr rasen wollen, und das eben “normal” ist, können wir im Vergleich auch nicht von mehr als 150 km Reichweite ausgehen, eher von weniger. Und genau da brauchen wir ja einen Wert zum Rechnen bei den Vergleichen, wenn wir hier beim Vergleichsfahrzeug schon von Praxiswerten und Durchschnittsverbräuchen von Spritmonitor sprechen. Es bleibt aber dabei, wenn man den Zoe im Spar-Bereich mit Reichweiten von 150 km und mehr fährt, dann bewegt man typische Diesel der Golf-Klasse die virtuell hinterherzockeln mit 4 Litern oder weniger. Und nehmen wir einfach mal an es seien sogar 5 Liter im Spar-Modus (die dann aber nicht für mich gelten), sind die laufenden Kosten des Zoe weiterhin höher als bei einem Diesel der Vergleichsklasse. Und zuletzt: Ich werde ziemlich sicher, zumindest im Sommer, auch mal mehr als 200 km mit dem Zoe mit einer Ladung fahren, ohne ein Verkehrshindernis zu sein. Zumindest traue ich mir das zu :-).

    Motorbremse: Es entlastet einfach die Bremse das intelligent einzusetzen, und der Verbrauch sinkt. Es geht bei mir aber nicht über ein rechtzeitiges Gaswegnehmen hinaus, und das reicht auch schon um die Bremsen auf dem beschriebenen Niveau zu schonen und sich nur alle 3 – 4 Jahre (wenn man 30000 km im Jahr fährt) über neue Klötze und/oder Scheiben Gedanken machen zu müssen. Das ist übrigens auch keine große Reparatur, selbst VW hat hier ganz verträgliche Preise.

    Zu HandyEtat: Wenn Dich das wirklich interessiert kann ich Dir gerne den Mehrwert gegenüber einem Blick auf die T-Mobile Seite oder die Nutzung der T-Mobile-App erläutern. Da steckt viel mehr dahinter als Du offensichtlich denkst. Lies Dir zum Start doch einfach nochmal die Beschreibung im App Store durch. Ich habe meine Kunden schon oft vor so manchem bösen Erwachen am Monatsende bewahrt und leiste darüberhinaus noch exzellenten Support, auch und gerade wenn das Problem eigentlich bei T-Mobile liegt. Schau Dir auch einmal in Ruhe die Rezensionen an (auch mal weiter zurückschauen), aus direktem Feedback meiner Kunden die per EMail kommt kann ich hier nichts schreiben. Hier ist es wie beim Zoe, you get what you pay for, und die T-Mobile App ist kostenlos ;-).

  23. Nino sagt:

    Jetzt hast du mich falsch verstanden. Ich meinte nicht, dass es deine App nicht wert wäre. Das ist sie es bestimmt, sonst hättest du nicht soviele und vor allem gute Bewertungen, das war mir durchaus aufgefallen. Ich meinte nur, dass man ja auch ohne zurecht kommen kann!!! Diese Anspielung war auf Ausstattungsmerkmale gemünzt, die du nicht in einen Kostenvergleich einbezogen hattest. Der ZOE hat nun mal ein Multimedia Tablet, mit dem surfen, mailen und twittern kann. Das ist nun nicht umsonst. Wenn man das nicht braucht, ist das ja das eine. Es sollte aber trotzdem für einen fairen Vergleich berücksichtigt werden, was er bietet.

    Mit der Reichweite bei 110km/h werde ich entsprechend berichten. Es kann gut sein, dass du recht hast. Sobald er da ist , plane ich eine Tour nach Hamburg zu fahren. Mal sehen was dabei rauskommt. In MEINEM Alltag ist der Autobahnanteil aber überschaubar, daher ist es bei mir eben nicht so relevant. So wie ich selbst nun mal Diesel verabscheue und keinen haben wollen würde – auch nicht für 4 Liter auf 100km/h. :-)

    Beim Golf BM mit 3.2 Liter Verbrauch bin ich mal auf spritmonitor.de gespannt!!!

  24. helmutnn sagt:

    Also daß man ohne HandyEtat zurechtkäme würde ich doch glatt verneinen, das wäre echt fahrlässig. Wer zum Ring fährt ist ja auch aufgeschmissen wenn er ringSPEED nicht dabei hat :-). Also mit den Norm-Verbräuchen und dem was erreicht wird liegt viel beim Fahrer. Bei einem Spar-Modell haben die Kunden manchmal mehr Ehrgeiz und es wird manchmal auch vom Wagen “erzwungen” sparsamer zu fahren (wie beim Eco-Modus des 3L). Wenn der Schnitt die beim 3L im Spritmonitor ca. 0,8l über der Norm liegt wären es bei einem 3,2 L Golf 4 Liter in der Praxis im Schnitt. Hoffentlich kann man beim Zoe einen Momentanverbrauch anzeigen, dann können wir beide ja in der Probefahrt nächsten Samstag einen Schnell-Check bei verschiedenen Geschwindigkeiten machen.

  25. Nino sagt:

    Ohja, ohne ringSPEED kommt man kein Stück weiter an der Nordschleife, korrekt. :-D
    Hab jetzt gelesen, dass in Frankreich jemand getestet hat, wie weit man bei 120km/h kommt. Es waren wohl 100km, was im Vergleich zu anderen Elektroautos schon recht gut ist. Im ECO Modus bei 95km/h sollen es 130 sein. Autobahn bzw. Geschwindigkeit ist der Reichweitenkiller schlechthin. :-/

  26. [...] nun knapp einer Woche befindet sich der Renault ZOE in unserem Haushalt und durfte sich seitdem bereits in diversen alltäglichen Situation beweisen. [...]

  27. [...] machen mussten, haben wir uns nicht einschüchtern lassen und sind erneut mit unserem Elektroauto (Renault ZOE) in den Urlaub gefahren. Dieses Mal sollte es nach Cuxhaven gehen und somit von uns fast die [...]

  28. [...] ich mehr als genug über meine Erfahrungen mit dem Renault ZOE auf meinen Urlaubsfahrten berichtet habe, ist es an der Zeit mal über den Alltag mit dem [...]

  29. [...] ziemlich genau sechs Monaten befindet sich der Renault ZOE nun in meinem Besitz und ist damit längst zu 100% in meinem Alltag integriert. Ich verschwende [...]

  30. DanZei sagt:

    […] um die Elektromobilität geht. Schließlich wurde ich durch diese Wuppertaler Initiative “Opfer” des Elektroautos, was ich trotz einiger mittlerweile weitgehend ausgeräumter Stolpersteine […]

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