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Der Spritpreis klettert mal wieder in schmerzhafte Höhen, und wir Elektroautofahrer reiben uns feixend die Hände: „Wie gut, dass ich günstig laden kann!“ Zu Hause an der heimischen Wallbox sind das meistens so um die 30 Cent pro Kilowattstunde – verglichen mit Diesel und Benzin ein echter Segen. Aber was würdet ihr sagen, wenn ich euch erzähle, dass es noch viel, viel günstiger geht? Was haltet ihr von sensationellen 18 Cent?

Klingt nach einem Märchen oder illegalem Stromabzapfen beim Nachbarn? Ist es aber nicht. Um zu verstehen, wie das funktioniert, müssen wir uns kurz anschauen, wie der Strommarkt hinter den Kulissen eigentlich tickt.

Ein Blick hinter die Kulissen: Wie Strom verkauft wird

Normalerweise sichern sich Großabnehmer wie Industrieanlagen oder riesige Ladeparks ihre Strommengen lange im Voraus über fixe Verträge. Weil man aber nie exakt vorhersagen kann, wie viel nächstes Jahr um diese Zeit wirklich geladen oder verbraucht wird, kauft man nur einen gewissen Grundkostenblock fest ein. Den Rest besorgen vollautomatisierte Systeme ad hoc am sogenannten Spotmarkt – der Strombörse. Da sitzt also kein Betreiber verzweifelt vor Excel-Tabellen und schwenkt virtuelle Gebotsschilder; das regelt die KI in Echtzeit.

Genau dieses Prinzip der Strombörse können wir uns jetzt nach Hause holen. Vielleicht habt ihr schon von dynamischen Stromtarifen gehört. Um die zu nutzen, braucht man einen Smart Meter. Das ist kein stinknormaler digitaler Stromzähler (die sind dafür ein bisschen zu dumm), sondern ein Zähler mit echter Online-Verbindung. Er meldet just in time, wann ihr wie viel Strom verbraucht.

Das bedeutet: Vorbei sind die Zeiten der starren Jahresverträge, bei denen die Kilowattstunde im Sommer wie im Winter, nachts wie tagsüber exakt dasselbe kostet – völlig egal, wie viel Strom gerade im Netz herumschwirrt.

Zwischen Peak-Preisen und der „gesenkten Sau“ im Stromnetz

Beim dynamischen Tarif bekommt ihr den ungeschminkten, aktuellen Preis der Börse weitergegeben. Das hat zwei Seiten. Wenn ihr abends um 18 Uhr bei absoluter Dunkelflaute den Backofen anwerft und euer Auto aufreißen wollt, zahlt ihr unter Umständen saftige Peak-Preise. Da schmerzt die Rechnung dann auch mal richtig.

Aber das Blatt wendet sich: Wenn nachts der Wind bläst wie Sau, die Industrie schläft und das Netz mit grünem Strom geflutet wird, bricht der Preis an der Börse völlig ein. Manchmal geht er gegen Null, manchmal wird er sogar negativ. Dann bekommt man quasi Geld dafür, dass man Strom abnimmt. Verrückte Welt!

Das hieß bisher für Schnäppchenjäger: Wecker stellen, nachts in die Garage rennen, die App checken und das Auto manuell anstecken, wenn der Strom billig ist. Ganz ehrlich: Will man das? Nein, natürlich will man das nicht! Ich habe schließlich genug damit zu tun, Videos zu drehen – ich will mich nicht auch noch nachts als mein eigener Energiemanager betätigen. Es muss vollautomatisch laufen.

Mein neues Experiment: Intelligent Octopus

Genau hier kommt mein neuer Partner ins Spiel, mit dem ich für dieses Projekt eine Kooperation eingegangen bin: Octopus Energy. Ich habe mir den Tarif „Intelligent Octopus“ aber nicht nur für die Kamera, sondern auch ganz privat für mich selbst geklickt, weil ich das Ding am lebenden Objekt testen will.

Das Konzept ist so simpel wie genial: Ihr steckt euer Auto einfach immer an, wenn ihr nach Hause kommt. Octopus übernimmt ab da das Denken und Steuern. Die App weiß (sofern eure Wallbox oder euer Auto unterstützt werden), wann der Strom an der Börse besonders günstig ist, und schaltet den Ladevorgang genau dann frei. Ihr stellt einfach nur ein, bis wann das Auto morgens wie voll sein muss – den Rest regelt die Automatisierung im Hintergrund.

Der geniale Benefit: Als Belohnung dafür, dass man Octopus diese Flexibilität einräumt, zahlt man eben nicht die normalen 30 Cent meines Tarifs, sondern bekommt eine Gutschrift von 12 Cent pro geladener Kilowattstunde direkt ins Auto gebucht. Zack – laden für 18 Cent!

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Licht und Schatten: Das Beste aus beiden Welten?

Natürlich werden einige von euch jetzt sagen: „Ja, aber Nino, wenn der Strompreis im Netz ins Negative rutscht, profitierst du ja gar nicht komplett davon!“ Stimmt, das ist die Schattenseite. Man ist bei den 18 Cent gedeckelt und kann nicht noch weiter nach unten rutschen.

Dafür hat man aber die absolute Sicherheit nach oben. Ich kenne Leute, die sich bei rein dynamischen Tarifen im Winter grün und blau geärgert haben, weil sie plötzlich 40 oder 50 Cent pro Kilowattstunde zahlen mussten. Bei Intelligent Octopus habe ich eine Jahresbindung mit einem fixen Basispreis von 30 Cent. Das ist ohnehin schon günstiger als mein alter Tarif. Ich bin also nach oben abgesichert, fahre kein Risiko bei Dunkelflaute und nehme beim Laden des Teslas trotzdem die fette Ersparnis mit. Ein faires Geben und Nehmen, das das Risiko perfekt ausmittelt.

Das Ganze funktioniert übrigens theoretisch auch mit Heimspeichern: Strom billig aus dem Netz in den Akku schieben und tagsüber verbrauchen, wenn es teuer ist. Sensationell, besonders für den Winter! Meine Powerwall wird aktuell leider noch nicht unterstützt (sie arbeiten wohl dran), aber ein Blick auf die Octopus-Website verrät euch schnell, ob eure Geräte schon bereit sind.

Bürokratie-Dschungel und das Smart-Meter-Wunder

Wie lief der Wechsel ab? Der Prozess bei Octopus selbst war furchtbar genial und super transparent. Ständig kamen Updates per Mail, man musste ein Foto vom Verteilerkasten hochladen – ich wusste zu jeder Sekunde, wo ich stehe. Zum Stichtag des Wechsels stand auch pünktlich der Monteur vor der Tür. Der Einbau des Smart Meters war eine Sache von einer Viertelstunde, absolut problemlos.

Jetzt kommt allerdings das typisch deutsche „Aber“: Zwischen mir und Octopus hängen leider noch der Netzbetreiber und der Messstellenbetreiber. Und die lassen sich mit der endgültigen Freischaltung des Zählers im System gerne mal Zeit. Da hat Octopus dann leider auch keinen Einfluss mehr drauf und man braucht ein bisschen Geduld.

Das Schöne ist aber: Octopus lässt einen in dieser Übergangsphase nicht im Regen stehen. Bis der Zähler offiziell freigeschaltet ist, bekommt man bereits eine halbe Gutschrift von immerhin 6 Cent pro Kilowattstunde beim Laden. Das nenne ich mal Kundenservice.

Fazit: Wir brauchen mehr Strombock!

Smart Meter sind ein absolut essentieller Baustein für das Gelingen der Energiewende. Nur wenn Verbraucher und Netzbetreiber flexibel agieren können, lässt sich das Stromnetz stabil und effizient steuern. In Deutschland hinken wir da im internationalen Vergleich leider noch hinterher, aber Tarife wie dieser motivieren endlich dazu, sich netzdienlich zu verhalten – und zwar ohne Komfortverlust.

Sobald mein Smart Meter vollständig freigeschaltet ist und ich die ersten echten Alltagserfahrungen auf der Kostenseite gesammelt habe, gibt es hier das nächste Update.

Wenn ihr das Ganze auch mal ausprobieren wollt: Über meinen Empfehlungslink strom.strombock.de bekommt ihr bei der Anmeldung zum Intelligent Octopus Tarif eine 100 € Gutschrift direkt als Willkommensgeschenk. Ich kriege dafür eine kleine Provision – also danke an jeden, der meinen Kanal und diesen Blog damit unterstützt!

Macht mit, lasst uns den Strom in Zukunft viel cleverer nutzen. Ich habe auf jeden Fall richtig Strombock auf dieses Experiment!