Seit zwei Tagen nutze ich Apple Pay, den neuen kontaktlosen und iPhone bzw. Apple Watch basierten Bezahldienst in Deutschland. Sehnsüchtig habe ich seit vier Jahren darauf gewartet und neidisch andere Länder beobachtet, wie sie jahrelang effiziente, sichere und relativ anonymes Payment genutzt haben. Um Apple Pay nutzen zu können, musste ich ein Konto bei einer Bank eröffnen, die den neuen Dienst auch unterstützt. Meine Hausbank ING-DiBa ist leider bisher nicht dabei!

Die Fintec Bank N26 aus Berlin war da weniger zögerlich und so richtete ich vor ein paar Wochen per Smartphone App und Video Identifizierung innerhalb von 5 Minuten ein neues, kostenloses Konto ein. Ich wollte schließlich vorbereitet sein um Apple Pay gleich ab dem ersten Tag nutzen zu können. Das Konto und vor allem die N26 iPhone App überzeugten mich auf ganzer Linie, Wahnsinn was ein Startup umsetzen kann, wenn es „Bank“ ganz neu denkt. So kann man per Moneybeam in Sekunden Geld versenden, Kontopositionen mit Hashtags versehen, Fotos hinzufügen, Spaces-Ansichten (Pseudo-Unterkonten) einrichten oder auch einzelne Bezahlpositionen mit Freunden aufteilen und zum Beispiel gemeinsam bezahlte Restaurant-Rechnung gerecht aufteilen. Wer Apple Pay nutzen möchte und noch eine Bank dafür sucht, kann gerne über meinen folgenden N26 Kunden-Werbelink ein Konto eröffnen, ich erhalte dafür eine kleine Gutschrift, danke vorab! 🙂

N26 Kunde werden (Werbe-Link)

Was wäre ich doch froh, wenn man an einer Ladestation auch so innovativ bezahlen könnte. Die hinter Apple Pay zu hinterlegende Bezahlbasis ist in der Regel eine Kreditkarte. Das Terminal, wo man Apple Pay nutzt, muss also ebenfalls Kreditkarten akzeptieren. Im Gegensatz zu Maestro/Girocard/V-Pay ist die Akzeptanz aber deutlich niedriger. Dabei wäre eine Kreditkarten basierte Bezahlung bequem und barrierefrei! Die Kosten dafür sind allerdings saftig: Laut ABB ist ein Invest von 1350€ notwendig, um einer Ladestation ein entsprechendes Lesegerät zu verpassen. Dazu kommen ca. 20€ Gebühren pro Monat für den Finanz-Dienstleister und Transaktionskosten von drei bis fünf Cent pro Bezahlung per EC- bzw. 12 Cent per Kreditkarte. Das ist schon eine wirklich hohe Hürde für Betreiber von Elektroauto-Infrastruktur!

Aber auch die Nutzung von OCPP-Karten, also normalen Ladekarten, ist alles andere als kostenlos. Der Backendbetrieb liegt hier bei ca. 300€ jährlich je Ladepunkt, ebenfalls zuzüglich von Transaktionsgebühren oder gar Umsatzbeteiligungen. Das lange zitierte Argument, Kreditkartennutzungen seien so kostenintensiv, scheint mir sich damit zu relativieren. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich in den nächsten 3-5 Jahren auch dieses Thema erledigen wird, hoffentlich auch Richtung Apple Pay, das wäre superpraktisch! 🙂