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Ein Container, der auch Atomwaffen transportieren dürfte
Rafael kommt von einer Weltreise zurück, zum dritten Mal, zum zweiten Mal im Tesla Roadster von 2011. Zwölf Jahre später sei es schwieriger geworden. 2012 habe er nach Strom gefragt, und jemand habe das Kabel angeschlossen. Heute schicken ihn die Leute zur Ladestation. An einer chinesischen Säule steht Typ 2, der Stecker sitzt aber seitenverkehrt, und an der Hotline spricht niemand Deutsch.
Das Auto ist einmal allein gereist. Von Hamburg sollte ein Segelschiff es in zwei Wochen über den Ozean bringen, emissionsfrei. Daraus wurden vier, weil das Schiff vor Mexiko in eine Flaute geriet. Rafael war nicht an Bord. Er ist kein Matrose. Er hat gewartet, bis der Wagen grün war.
An der amerikanischen Westküste wurde es zäh. Auf einem Autotransporter hatte es gebrannt, und weil irgendwo gesagt wurde, es könnte ein Elektroauto gewesen sein, wollten Reedereien plötzlich keine mehr an Bord. Sechs Monate später fragte er als Spediteur nach einem eigenen Container. Rein dürfe, was er wolle, selbst Waffen. Er müsse nur außen draufschreiben, was drin sei. Also schrieb er: ein Fahrzeug mit Lithiumantrieb. Ein Benziner, sagt er, wäre kein Gefahrgut gewesen.
Das erste Schiff setzte den Container nicht in China ab. Wochen später fand er eines unter deutscher Flagge, und der Wagen kam pünktlich an. Der Zoll, der beim ersten Mal drei Wochen brauchte, war diesmal in zwei Tagen durch. Allein fahren durfte er trotzdem nicht. Tagsüber saß er als IT-Berater vor dem Rechner und fuhr, wenn das Land schlief. Von Kasachstan bis Europa, sagt er, habe er keinen Cent fürs Essen ausgegeben. Am Ende, zurück in Deutschland, sei dann alles schiefgegangen, was schiefgehen kann. Den Rest, Adapter für Adapter und Grenze für Grenze, erzählt er im Video.
