DanZei Jahresrückblick 2014 und Ausblick auf 2015

Von , 26. März 2015

HimmelWuppertal
Magere zwei Blog Artikel in den letzten fünf Monaten, ein Jahresrückblick der drei Monate zu spät kommt und gute Vorsätze für DanZei für 2014 welche ich nicht umgesetzt habe. Und das gewohnte Video vom Silvester-Feuerwerk über Wuppertal verweigere ich euch auch noch. Die dunklen Wolken im Artikelbild sind also absolut berechtigt. Ich bin schuldig in allen Anklagepunkten!

Obwohl ich einerseits bereue meine Pläne, das Blog und somit euch als Leser vernachlässigt zu haben, muss ich mich dennoch freisprechen. Es war einfach zuviel! Ich bin an Grenzen gestoßen, deren Überschreitung nicht ohne Folgen blieben. Glücklicherweise sind die Umstände nun deutlich besser und die gesundheitlichen Auswirkungen so gut wie überstanden. Mein üblicher Freizeitstress, unser Hausbau, das Neben-Gewerbe und ein Mammutprojekt in der Firma waren einfach zuviel auf einmal und ich war gezwungen meine Aktivitäten zu reduzieren. Das bedeutete: keine neuen App Entwicklungen, keine Blog Artikel, keine YouTube Videos und deutlich reduzierte Aktivität in der Welt der Elektromobilität!

Die Doppelschichten im Büro sind vorbei und die anstrengendste Phase unseres Hausbau ist überstanden. Daher versuche ich nun alles wieder auf den Weg zu bringen, was hinten anstehen musste. Einen ersten Blog Artikel mit einem ersten Video hat das Jahr 2015 bereits hervorgebracht. Weitere Artikel, gerade auch zu unserem Hausbau-Projekt, wird es in den nächsten Wochen geben. Meine Youtube Pläne muss ich allerdings auf die Zeit nach dem Einzug ins Haus und somit auf den Spätsommer vertagen.

Was mich trotz allem aber überrascht sind die Besucherzahlen des Blogs. Diese beweisen, dass viele Leser nach wie vor wegen älterer Artikel den Weg zu mir finden und nicht weil sie regelmäßig frischen Content erwarten. Vor 15 Monaten war der Besucher-Counter bei 348.000 und steht nun bei rund 683.000. Bricht man dies mit einem dreisten Dreisatz auf 12 Monate um, konnte ich die Besucherzahl um 268.000 steigern, was einer Verbesserung von 40% gegenüber 2013 entspricht.

Mal sehen wohin ich für 2015 die Zahlen mit den geplanten Themen bringen kann. Einen größeren Raum wird wie schon erwähnt unser Hausbau einnehmen. Die bereits hinter uns liegende wichtigste Phase beim Bau eines Fertighauses werde ich dabei in Kalenderwochen zusammenfassen und nachliefern. Dabei möchte ich weniger Worte als sonst verlieren und lieber mehr Bilder für sich sprechen lassen. Die Dokumentation soll also eine Art Phototagebuch ergeben, welche mit prägnanten Kommentaren gestützt werden soll. Zum Abschluss wird es dann ein Video geben, da ich natürlich vieles mit der Videokamera festgehalten habe.

Somit bin ich nun thematisch beim hellen Ausblick hinter den dunklen Wolken des Artikelbildes angekommen und wünsche euch und mir in diesem Sinne ein verspätetes erfolgreiches Jahr 2015. Ich baue auf eure Treue – vielen Dank! :-)

Die 10 wichtigsten Innovationen der nächsten 260 Wochen [Video]

Von , 4. März 2015

Joerg-Heynkes

Welche Innovationen sind in den nächsten fünf Jahren zu erwarten? Welche Technologien werden uns nahezu überrennen? Was wird demnächst unser Leben verändern? Was wird unsere Gesellschaft vor neue Prüfungen stellen? Eine Antwort darauf versuchte letzte Woche Montag Jörg Heynkes in der VillaMedia bzw. am Innovationszentrum NRW während des Bergischen Energiewendestammtisches mit seinem äußerst spannenden Vortrag “Die 10 wichtigsten Innovationen der nächsten 260 Wochen“. Die kurzweilige Stunde konnte ich glücklicherweise in einem Video festhalten. Selbst wenn ihr das eine oder andere Thema bereits kennen solltet, ist es ein wirklich sehenswerter und kurzweiliger Rundumschlag durch das Spektrum der Technologie von Morgen.

Der Bergische Energiewendestammtisch findet jeden letzten Montag im Monat statt. Immer abwechselnd in Solingen und Wuppertal erwartet alle herzlich willkommenen Besucher ein Vortrag zu einem Thema aus den Bereichen Elektromobilität und Energiewende. Außerdem sind immer begeisterte Elektroauto-Fahrer und Energiebürger anwesend, die gerne mit ihren Erfahrungen Rede und Antwort stehen.

Frank Farenski’s War-Room im Wuppertaler Energiewende-Epizentrum

Von , 9. November 2014

War-Room_TV_Wuppertal

Am vergangenen Donnerstag war Oberbefehlshaber Frank Farenski mit seinem Stab aus dem War-Room zu Gast in der VillaMedia in Wuppertal, dem Energiewende-Epizentrum des Bergischen Landes. Herr Farenski ist unter anderem bekannt durch den tollen Film “Das Leben mit der Energiewende“, welcher kürzlich in der Version 2.2 neu veröffentlicht wurde. Diesen sollte man wirklich mal gesehen haben!
Das “Leben mit der Energiewende – TV” ist eine Live-Sendung, welche üblicherweise jeden Dienstag und Donnerstag aus dem War-Room in Berlin bzw. Stuttgart produziert und um 19:30 Uhr live übers Internet gesendet wird. Ab und an gastiert das Team auch an anderen Orten und so wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen mit dabei zu sein. Die Rückfahrt aus dem Urlaub in Travemünde wurde also etwas vorgezogen, damit ich Abends in Wuppertal sein konnte. Den 500km langen Weg konnten wir prima bewältigen und so erreichte ich die VillaMedia passend zum Thema per Elektroauto und das absolut pünktlich. Ein entsprechender Bericht wird noch folgen.

Die 77. Ausgabe der Sendung gibt einen tiefen Einblick in die Energiewende des Bergischen Landes. Wie funktioniert das Energienetzwerk der VillaMedia? Was macht die Neue Effizienz? Und was ist das Klimaquartier Arrenberg? Ausserdem enthalten sind interessante Beiträge aus dem Publikum von Carsten Fischer, Andreas Allebrod und auch meiner Wenigkeit. Ich finde die Sendung ist absolut super geworden und auch das Feedback der Internet-Zuschauer war sehr positiv. Manche sprachen von der besten Sendung ever. Kein Wunder also, dass es bereits Pläne gibt, die Sendung regelmäßig in Wuppertal zu produzieren. :-)

Ladestation-Imitate am Ladepark Kreuz-Hilden [Video]

Von , 26. Oktober 2014

Ladepark_Hilden

Bekanntermaßen hat der Ladepark Kreuz-Hilden eine umfangreiche Infrastruktur zum Laden von Elektroautos aufgebaut. Die Nachbarn (Firma GFG Rodehüser) von Ladepark-Betreiber “Ihr Bäcker Schüren” scheinen diese Idee nun aufgegriffen zu haben und bauten ihrerseits in den letzten Wochen direkt neben die Ladestationen der Backstube ebenfalls zwei “Ladesäulen”. Es wurde aufwändig gebaggert, Kabel verlegt, Fundamente gegossen und die Parkplätze vor den Säulen auffällig gelb gestrichen. Was erst wie eine gute Idee aussah, entpuppte sich mir nun heute aber leider als reiner Schwindel. Die Säulen sind offenbar billige Imitate ohne Funktion! Zumindest konnte ich keine Steckdose für ein Ladekabel entdecken. Entweder es handelt sich hier um eine brandneue Technologie zum induktiven Laden ohne Kabel, oder aber der Lieferant des Ladepark-Nachbarn hat “versehentlich” nutzlose Plagiate geschickt.

Ladesaeulen_Immitat1  Ladesaeulen_Immitat2  Ladestation_Ladepark_Hilden

Ein dritte Möglichkeit wäre natürlich, dass hier jemand etwas vom Glanz des Ladeparks abhaben und seinem Firmenlogo ein nachhaltiges Image andichten wollte. Ob man gehofft hat, dass niemand die billige Werbung erkennt? Oder wollte man durch die gestrichene Parkfläche und die aufwändigen “Werbedinger” bewirken, dass die Parkplätze für die eigene Firma reserviert erscheinen und sich gefälligst niemand traut, den eigentlich öffentlichen Parkraum zu beanspruchen?

Und überhaupt, wie konnte die Stadt Hilden so nutzlose und hässliche Kästen überhaupt genehmigen?! Wird es Firmen nun tatsächlich an jeder Ecke gestattet Hindernisse aufzustellen, die ausser für zweifelhafte Werbung keinerlei Sinn für die Allgemeinheit bieten? Da bin ich ja mal gespannt wie Hilden in 3 Jahren aussehen wird! Ob wohl noch Platz für Lade-Infrastruktur bleibt, wenn im Jahr 2020 tatsächlich eine Million Elektroautos auf der Straße sind und überall Attrappen rumstehen?!

Zur Inselanlage mit der persönlichen Energiewende [Video]

Von , 30. September 2014

Vortrag_die_eigene_Energiewende

Welcher Hausbesitzer träumt nicht davon, seinen Energiebedarf zu 100% selbst decken und einfach das Kabel zum Energieversorger durchtrennen zu können? Kein Grundpreis, keine EEG-Umlage, keine Leitungsgebühren und keine Stromsteuer mehr – ein Traum, der heute schon wahr werden kann!

Die persönliche Energiewende einer Kleinfamilie

Carsten Fischer hat diesen Traum vor Augen und ist bereits sehr weit in der Umsetzung gekommen. Trotz suboptimaler Grundvoraussetzungen hat er an manchen Tagen bereits eine Autarkie von 99% erreicht. Durch geschicktes Kombinieren bereits vorhandener Technologien entstand ein komplexes Geflecht aus Energieerzeugern, Energiespeichern und intelligenter Verbrauchersteuerung. Selbst seine zwei Elektroautos können den größten Teil ihres Energiebedarfs dank seiner Hauskraftwerke decken. Zum Einsatz kommen dabei folgende wichtige Komponenten:

Im Rahmen des monatlich abgehaltenen Bergischen Energiewendestammtischs erklärte Carsten gestern in der VillaMedia in Wuppertal in seinem sehr anschaulichen 35-minütigen Vortrag, welche Voraussetzungen es gab und wie er zu seiner persönlichen Energiewende gekommen ist:

Lars Thomsen im Interview zur auto motor und sport Wette

Von , 1. September 2014

Vor wenig mehr als einer Woche traf sich eine geballte Elektroauto-Community und bewies den fehlenden Praxisbezug des Elektroauto-Reichweitentests der auto motor und sport. Auslöser war Lars Thomsen, der sogar bereit war seinen Tesla gegen die ams zu verwetten. Während des großen Events am Ladepark Hilden wurde mit ihm ein Interview per FaceTime durchgeführt. Dieses habe ich natürlich aufgezeichnet und nun ein nettes Video draus gemacht. Das Gespräch ist zwar auch im schönen Video von Michael enthalten, mir war es aber ein Anliegen, es im Gesamten, mit sauberem Ton (ohne Musik) und aufgehübscht durch einige Zwischenschnitte, zur Verfügung zu stellen. Ich habe es in YouTube mit CC (Creative Common License) eingestellt, so dass jeder das Video ausdrücklich für eigene Produktionen verwenden kann. Wer den Film in FullHD als MP4 haben möchte, kann mich gerne kontaktieren.

BMW i3 – beim Reichweitentest am Ladepark Kreuz Hilden

Von , 30. August 2014

TitelFür einen realen Reichweitentest trafen sich am 23.8.2014 organisiert vom TTF-Forum e.V. über 70 Elektrofahrzeuge am Ladepark Kreuz Hilden. Darüber hat Nino hier weiter unten schon berichtet. Mit 40 Testfahrern führten sehr unterschiedliche Fahrzeuge unter festgelegten Bedingungen Reichweitenfahrten durch, um die zuvor von einer Autozeitschrift veröffentlichten und realitätsfern niedrigen Reichweiten der dort getesteten Elektrofahrzeuge zu widerlegen. Ich durfte mit meinem i3 in der 90km/h Strecke dabei sein. Sowohl die große Teilnehmerzahl als auch die Ergebnisse zeigen, dass die Elektromobilität zunehmend eine ernst zu nehmende Rolle spielt. Neben den Berichten aus ZDF und WDR zu diesem Event, hier mein Videobericht aus der Teilnehmerperspektive inklusive des Live-Interviews mit Zukunfstforscher Lars Thomsen:

Auto, Motor und Sport schwänzt Elektroauto-Nachhilfestunde

Von , 26. August 2014

AMS-Challenge_Tesla_Deichfoto

Kennt ihr das? Ihr wollt eine Aufgabe schnell und einfach lösen und euch ist bereits nach der Hälfte des Weges klar: So wird das nix! Wer von euch hats neu gemacht und wer hat den Mist dann halt durchgezogen und gehofft, dass es niemandem (wichtigen) auffällt?! Manchmal gewinnt man in solchen Fällen und manchmal verliert man. So oder so ähnlich stelle ich mir die Situation vor, als man einigen Petrolheads bei der AMS (Auto, Motor und Sport) und dem TÜV Süd die Aufgabe gegeben hat, ein “Elektroauto Härtetest” durchzuführen. Sie haben den Test halt gemacht, katastrophal andere Ergebnisse erzielt, als Hersteller und Besitzer dieser Fahrzeuge an jeder Ecke im Internet bekunden und dennoch dran festgehalten. So kam man zum Beispiel für das Tesla Model S bei 120km/h auf eine maximale Reichweite von 184km. Tesla selbst wirbt bei dieser Geschwindigkeit auf der eigenen Webseite mit 358km und nur eine Google Suche weiter liest man von ähnlichen Erfahrungswerten der Besitzer.

Shit happens

Wie es inoffiziell heisst, hatten die Beteiligten wohl die Idee, die Autos nur teilweise im realen Leben zu bewegen und stattdessen bequem auf dem Rollenprüfstand laufen zu lassen. Danach noch fix ein bisschen mathematischen Hokuspokus dazu und fertig ist ein “toller” Artikel für die Ausgabe 16/2014. Dabei will ich nicht mal unterstellen, dass man damit den wertvollen Anzeigenkunden mit den fadenscheinigen Engagements in Sachen nachhaltiger Mobilitätszukunft einen Gefallen tun wollte. Ich glaube eher, dass man hier schlicht unprofessionell gearbeitet und den Point-of-No-Return gnadenlos vorbeiziehen lassen hat.

Die AMS-Redaktion kann einem schon leid tun. Bei schwindenden Auflagen in der Zeitungswelt, dürfte es immer schwerer fallen mit den sinkenden Budgets gute Arbeit zu leisten. Das ist leider symptomatisch für die ganze Branche und wir (das Internet) sind ein bisschen mit Schuld an der Kostenlos-Miserie. Aber manchmal ändern sich halt einfach die Zeiten, nicht nur bei der Art unserer Mobilität und der Plattform von Informationsverbreitung. Ganz besonders erschreckt hat mich nämlich, dass auch der Umgang mit Fehlern noch auf dem Niveau alter Zeiten liegt, in denen man am besten einfach alles totgeschwiegen hat. Anders ist mir das Verhalten der AMS nicht zu erklären, obwohl es eigentlich erstmal gut aussah, als der betreffende Redakteur die Wette von Lars Thomsen annahm, der ihm sein im nächsten Jahr durch Tesla zu lieferndes Model X (Wert 120.000€) anbot, wenn der Test in seinem Beisein auf echter Straße mit diesem Ausgang wiederholt werden kann. Die einzige Gegenleistung sollte sein, dass die AMS einen umfangreichen Widerruf veröffentlicht, falls sie die Wette verliert. Leider wurde diese scheinbar voreilige Zusage kurze Zeit später widerrufen und man bemühte sich um viele Sätze mit wenig Inhalt. Die Umstände des Tests und die genaue Vorgehensweise ließ sich die AMS leider nicht entlocken.

Wo viel Schatten, da auch viel Licht

Angestachelt vom beeindruckenden Wettversuch von Lars, blies der Tesla Fahrer und Freunde e.V. (TFF) zum Gegenangriff – und eine geballte Elektroauto-Szene folgte dem Ruf: Die AMS im Härtetest der Realität! So erschienen am Ladepark Hilden tatsächlich über 70 Elektroautos und noch mehr Personen aus weiten Teilen Deutschlands und sogar Nachbarländern und zeigten Flagge für eine nachhaltige Mobilität. Ein gut geplantes Prüfprogramm absolvierten schließlich fast 40 Fahrzeuge und bewiesen ausnahmslos, wie falsch die in der AMS veröffentlichten Werte waren. Ich möchte hier bewusst nicht auf die Details und Ergebnisse eingehen, da hat zum Beispiel E-Auto.TV bereits tolle Arbeit geleistet, deren Lektüre ich dringend empfehle. Soviel vorab: Es kam wie es kommen musste und die Teslas fuhren allesamt weitgehend identische Reichweiten im mittleren Bereich von ca. 360km bei 120km/h avisierter Geschwindigkeit.

AMS-Challenge_Reichweite_Uebersicht

Natürlich reichte das aber nicht und so setzten einige Tesla-Fahrer noch einen drauf und versuchten mit geringerer Geschwindigkeit die 500km Marke zu knacken, die der Hersteller als theoretisches Maximal angibt. Als wäre es nicht genug, dass mehrere Tesla Fahrer diese Hürde spielend schafften, fuhren zwei von ihnen sogar bis nach Ostfriesland und knipsten ein Bild vom Deich aus und kamen ohne Zwischenladung auch wieder bis nach Hilden zurück. Den Rekord setzte Tubist88 mit 558 gefahrenen Kilometern und 10km Restreichweite!

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Nicht nur das Ergebnis des Gegenbeweises, sondern die gesamte Veranstaltung war wirklich der Hammer. Das war einer der besten Events die ich in den letzten 2 Jahren zum Thema Elektromobilität erlebt habe! Und ich bin bei so einigen großen Kalibern dabei gewesen. Super Organisation, viele nette Menschen mit tollen Gesprächen, top Verpflegung durch die Bäckerei Schüren, massenhaft Lademöglichkeiten für alle Teilnehmer, jeder hat (s)eine Rolle zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen und die Stimmung war regelrecht elektrisierend!!! Danke an Roland Schüren, danke an das TFF und danke an alle Helfer und Besucher! Wir alle müssen der Auto, Motor und Sport eigentlich sogar ein Stück dankbar sein, dieses Event indirekt angestoßen zu haben! ;-)

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Fazit

Den größten Fehler den die AMS allerdings gemacht hat war, dass sie sich trotz offizieller Einladung bei dieser großartigen Veranstaltung nicht blicken lassen haben. Es hätte deutlich Größe bewiesen, wenn sie bei dem Test mit Rat und Tat, oder zumindest mit detaillierter Auskunft über ihr eigenes Vorgehen, zur Verfügung gestanden hätten. Meiner Meinung nach hätte man sich neben dem Erscheinen von ZDF, WDR, Rheinische Post, Deutschlandfunk und diversen Online Portalen keinen Zacken aus der Krone gebrochen. Der nächste interessante Artikel in AMS Ausgabe 17/2014 wäre ihnen sicher gewesen! So haben sie die Viralität unterschätzt, die man heute im Internet erreichen kann und welche es sogar bis ins heute journal geschafft hat!

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Pressespiegel:

Den Pressespiegel werde ich noch nachträglich erweitern, sofern etwas dazu kommt. Radio Neandertal war zum Beispiel ebenso anwesend, hat aber noch nicht berichtet. Weiter arbeiten Ernesto Ruge von RuhrmobilE und ich an weiteren Zusammenstellungen von Fotos und Videos, welche dieses historische Event würdigen sollen!

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BMW i3 (4) … endlich wieder schneller laden

Von , 29. Juli 2014
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BMW Service Mobil mit Mobile Recharger Anhänger (Foto mit freundl. Genehmigung von mahagony)

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BMW Prospekt mit Übersicht der Ladedauer

Inzwischen sind auch die BMW-Service-Mobile zunehmend auf Elektroautos eingestellt. Bei Bedarf kommt das Service-Fahrzeug nämlich mit einem Anhänger, auf dem sich ein Ladeaggregat – der “Mobile-Recharger” – befindet. Das Foto dieses Gespanns, das ich zum Glück bisher nicht benötigt habe, hat mir freundlicherweise “mahogony” zur Verfügung gestellt. Das Servicemobil in meinem Fall, hatte noch keinen Mobile-Recharger dabei.

Nachdem sich bei unserem Tripp durch die Niederlande gezeigt hatte, dass unser i3 am Wechselstrom nur mit halber Kraft laden wollte, mussten wir erneut in kurzer Zeit zur BMW-Niederlassung, was uns inzwischen fast schon etwas peinlich war. Der sonst eigentlich immer sprichwörtlich “Freundliche” dort war an diesem Tag merklich weniger erfreut uns schon wieder zu sehen und wollte erst nicht so recht glauben, dass die “Komfortladung” immer noch nicht komfortabel war und meinte, die von uns gemessenen und auf drei A4 Seiten dokumentierten Ladezeiten seinen normal. Er gab uns als Beleg einen i3 Prospekt mit, in dem die Lademöglichkeiten des i3 und die zugehörige Ladedauer aufgeführt waren. Trotzdem kümmerte er sich bereitwillig um unser Problem.

Schnarchladung adee

Die versprochene Ladedauer von unter drei Stunden an 7.4kW Wechselstrom erreichten wir seit dem ersten Defekt bei weitem nicht! Trotzdem machte man sich in der Niederlassung flux ans Werk und verglich die Ladedauer unseres i3 mit der eines i3-Vorführwagens. Am nächsten Tag bekamen wir dann einen Anruf der Niederlassung, dass in der Tat ein Fehler in der Ladeelektronik vorliege. Nach dem Totalausfall unseres i3 hatte sich die Ladeelektronik (KLE) im “Transportmodus” aufgehängt und dies war nur durch eine Neuprogrammierung via Fernwartung aus München zu beheben. Beide im i3 verbauten Lader waren zum Glück, und entgegen meiner ersten Befürchtung, ohne Hardwaredefekt. Nach zwei Tagen konnten wir den i3 dann wieder aus der Niederlassung abholen und seither lädt er wie erwartet schnell (wenn auch der kleine Smart ED mit seinem 22kW Lader ihn am Wechselstrom ganz klar abhängt). Zur Illustration hier die Ladedauer an 7.4kW vorher und nachher.

langsames Laden im "Transportmodus"

langsames Laden im “Transportmodus”

Im “Transportmodus” benötigte der i3 fast doppelt so lang zum Laden. Zum Beispiel für die Ladung von 27% auf 43% eine Stunde (16%/h). Nach Behebung des Fehlers wurde in der gleichen Zeit von 39% auf 64% geladen. So sollte es eigentlich sein.

Komfort-Laden an 7.4kW, so sollte es sein

Komfort-Laden an 7.4kW, so sollte es sein

Netterweise erhielt ich kurz darauf eine Mail von BMW mit den technischen Details zu der Störung, die sicher noch als Nachklang zum Totalausfall unseres i3 zu sehen war. Welchen Sinn dieser “Transportmodus” eigentlich hat, erschließt sich mir nicht. Auch etwas ärgerlich, dass dies nicht bei der Reparatur des ersten Fehlers aufgefallen war. Das hätte beiden Seiten die jüngste Reklamation erspart. Auch fällt dies einem “normalen” Benutzer erst auf, wenn er unterwegs lädt, da bei Ladung über Nacht die längere Dauer nicht bemerkt werden würde. Man sieht daran ebenfalls, dass auch für den Service alles noch sehr neu ist.

Stellungnahme BMW zum Fehler

Wir kommen Ihrem Wunsch gerne nach und schildern Ihnen die Ursache für die reduzierte Ladung Ihres BMW I3.

Der Transportmodus konnte von uns nicht gelöscht werden. Daraufhin haben wir den Fehlerspeicher ausgelesen und eine Ladung an einer 7,4KW Ladesäule durchgeführt.
Laut Kombianzeige braucht das Fahrzeug ca.6 Std. für eine Ladung von 29,5% auf 100% SOC!
Bei einem Vergleichsfahrzeug (I3 Rex) an der gleichen Säule sind es nur 3,5Std!
In den Steuergerätefunktionen der KLE ist die Betriebsart und der Betriebszustand immer auf “Stand-by-Modus”.
In der EME wird die Betriebsart “Laden” angezeigt.
Das Ladeverfahren in der EME ist: “AC-Laden mit Steckertyp 2″.
Um den internen Gerätestatus „Transportmodus“ endgültig zu löschen wurde Ihr Fahrzeug über BMW in München online neu programmiert.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr xxxxxx selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Mit KLE ist die “Komfort-Ladeelektronik” gemeint. EME ist die “electric motor electronic“. BMW liebt offenbar TLAs (Three-Letter-Acronmyms) sehr.

Es geht auch sparsam und komfortabel

Es geht auch sparsam und komfortabel: EcoPro modus, Tempomat 90km/h, Beladung zwei Personen plus Hund und Gepäck, Fahrstrecke Autobahn Münsterland und Teutoburger Wald mit langgezogenen Steigungen, Klimaanlage (35° AT)

Verbrauch in der Realität

Auch im Verbrauch hat der i3 uns positiv überrascht. Wir haben es auf einer anderen längeren Tour (gemessen an einem Stadt-Kleinwagen …) problemlos geschafft, nur 11.5 kWh für 100km zu verbrauchen. Dies liegt weit unter der Angabe, die BMW selbst nennt. Dabei haben wir auf keinen Komfort verzichtet (Klimaanlage bei 35° draussen) und sind gemütlich auf der Autobahn mitgeschwommen, ohne ein Verkehrshindernis darzustellen. Auch muss man sich daran gewöhnen, dass die Reichweitenvorhersage eher untertreibt. Das heisst, es wird immer eine viel geringere Reichweite angezeigt, als man real erreichen kann. Gestern haben wir eine 92km Strecke mit angezeigten 68km Restreichweite angetreten (im Notfall hätte der REX uns gerettet). Bei Fahrt auf der Autobahn im EcoPro-Modus und 90km/h Tempomat plus Klimaanlage auf 19° kamen wir mit 22km Restreichweite an, ohne dass der REX eingesprungen war. Das bedeutet, statt der angezeigten 68km, waren real ca. 114km möglich. Es ist schon kurios, wenn beim Fahren die Reichweite langsam steigt oder trotz gefahrener 10km die Reichweite nur um 5km sinkt. Insofern muss man lernen nicht zu ängstlich zu sein, wenn die vorhergesagte Reichweite nicht ganz ausreicht. Mit der Zeit sammelt man automatisch eigene Erfahrungen.

DC (CCS) liefert “so-Gleich-Strom”

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50kW DC CCS Stecker und Säule

Mit der wiederhergestellten Komfortladung kann ich jetzt zumindest halbwegs komfortabel wieder mit Wechselstrom laden, auch wenn ich mein Statement weiterhin aufrecht halte, dass für unterwegs nur die CCS DC-Ladung wirklich schnell und damit sinnvoll ist. Bis solche DC-Ladesäulen (auf den Autobahnen) flächendeckend verfügbar sind, ist die 7,4kW AC-Ladung willkommen. Vielleicht ist ja was dran an dem Gerücht, dass BMW mit Tesla in Gesprächen stehe, um die auch in Deutschland rasant sprießenden Tesla Supercharger mit einem Adapter auch für CCS verfügbar zu machen. Das wäre mal was! Zumal auch VW im e-up! und e-Golf  diese Variante nutzt und CCS jüngst in Europa quasi zum Standard für Schnellladung erhoben wurde.

Trotz aller hier aufgeführten Problemchen lieben wir unseren i3 heiß und innig und es ist weiterhin im echten Wortsinn “Freude am Fahren” die überwiegt. Wir werden definitiv kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr erwerben und hoffen mit unseren Erfahrungen dazu beizutragen, dass Elektroautos weiter verbessert werden und auch zunehmend mehr Menschen den Schritt zur Elektromobilität “wagen”. Denn etwas Pioniergeist benötigt es leider immer noch. Alle lernen heutzutage an und bei Elektroautos, Nutzer, Service und Hersteller gleichermaßen …

Demnächst hier mehr zu Karosserie und Innenausstattung des BMW i3 und ein kleines Do-it-Yourself Tutorial für eine hilfreiche Verbesserung.

Akzenta Wuppertal – der beste Supermarkt im Tal jetzt NOCH besser

Von , 16. Juli 2014

Ladestation_Akzenta_Wuppertal

Unser akzenta in Wuppertal, ein Edel-Abkömmling der ReWe-Gruppe, ist im Tal der beste Supermarkt – das würden sicherlich die meisten Wuppertaler bestätigen, würde man eine Umfrage starten. Insgesamt betreibt die akzenta GmbH vier Läden in der Stadt, ist am städtischen Geschehen interessiert und engagiert sich auch in sozialen Dingen. Die Geschäftsleitung hat ein offenes Ohr für Kundenwünsche, und die Mitarbeiter sind sehr gut geschult und dementsprechend immer freundlich und hilfsbereit. Das Sortiment ist gut gewählt und attraktiv präsentiert, es gibt viele BIO-Produkte und die Frischetheke bietet eine hohe Qualität. Wie kann dieses überaus positive Bild nun noch verbessert werden?

Du kaufst ein, wir tanken dein Auto – kostenlos!

So könnte es auf dem nächsten Werbeprospekt von akzenta stehen. In Wuppertal-Barmen ist seit gestern eine neue Ladestation für Elektroautos in Betrieb, welche zu den Öffnungszeiten kostenfrei nutzbar ist. Die kleine Ladebox liefert bis zu 22kW Leistung und lädt ein typisches Elektroauto, wie z.B. den Renault ZOE, in gerade mal 60 Minuten wieder komplett voll. Ganz leer dürfte man ein Elektroauto recht selten fahren, daher reicht der typische Einkauf von 30-45 Minuten für die Aufladung völlig aus.

In der Regel muss ich meinen ZOE dreimal pro Woche aufladen. Davon wird eine Ladung beim samstäglichen Besuch beim Lieblingsbarista in der Innenstadt erledigt. Dienstags und freitags bin ich ohnehin immer zum Einkaufen im akzenta, weshalb die neue Ladestation dafür sorgt, dass ich mir nun wirklich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wann ich wie und wo laden kann. Noch dazu sichert mir diese Tatsache weiterhin kostenneutrale Mobilität – echt klasse!

Wirklich bemerkenswert daran ist aber nicht, dass akzenta Kunden nun kostenlos Auto fahren oder die Ladezeit sinnvoll fürs Einkaufen nutzen können. Ebenso ist nicht die Unterstützung unserer nachhaltigen mobilen Zukunft Grund für meine lobenden Worte. Absolut herausragend ist daran für mich schlicht der unternehmerische Weitblick, den akzenta damit beweist und vielen anderen Unternehmen vorlebt, wie man mit sehr geringem finanziellem Aufwand einen echten Wettbewerbsvorteil für seine Kunden schaffen kann. Elektroautos sind (noch) nicht wirklich preiswert, was gibt es da besseres, als potente Kunden dazu zu bringen, gerne regelmäßig vorbei zu schauen? Genau das wird passieren, wenn sich unter den einigen Hundert Wuppertaler Elektroautofahrern rumgesprochen hat, dass man an jedem akzenta sein Auto kostenfrei laden können wird. Da fällt mir wirklich kein Grund mehr ein, wieso ich noch zum Edeka oder ReWe fahren sollte!

Mancher mag jetzt unken, dass es noch viel zu wenige Elektroautos auf unseren Straßen gibt, als das es sich positiv in der Bilanz bemerkbar machen würde. Das ist vermutlich korrekt, aber eben auch kurzsichtig. Das Henne/Ei Problem kann nur durchbrochen werden, wenn finanzstarke Teile der Gesellschaft in Vorleistung treten. Nur wenn ausreichend Lade-Infrastruktur vorhanden ist, kann sich das Elektroauto in der Masse durchsetzen. Im Moment bietet die Ladestation der akzenta GmbH wohl “nur” eine positive Verstärkung ihres nachhaltigen Images. Immerhin ist sie nahe des Eingangs platziert, wo sie von vielen Kunden gesehen wird. Langfristig jedoch, da bin ich sicher, wird genau dieses Engagement dazu führen, dass vielleicht der eine oder andere akzenta-Stammkunde ebenfalls auf den Zug der Elektromobilität aufspringt – jetzt, wo ein sicherer “Ladehafen” greifbar nahe ist. Wo wird dieser Kunde wiederum dann die nächsten Jahre das Geld für seinen Wocheneinkauf ausgeben? Richtig, bei unserem geliebten akzenta! So einfach ist die Steigerung der Loyalität von Kunden! ;-)

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