Akzenta Wuppertal – der beste Supermarkt im Tal jetzt NOCH besser

Von , 16. Juli 2014

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Unser akzenta in Wuppertal, ein Edel-Abkömmling der ReWe-Gruppe, ist im Tal der beste Supermarkt – das würden sicherlich die meisten Wuppertaler bestätigen, würde man eine Umfrage starten. Insgesamt betreibt die akzenta GmbH vier Läden in der Stadt, ist am städtischen Geschehen interessiert und engagiert sich auch in sozialen Dingen. Die Geschäftsleitung hat ein offenes Ohr für Kundenwünsche, und die Mitarbeiter sind sehr gut geschult und dementsprechend immer freundlich und hilfsbereit. Das Sortiment ist gut gewählt und attraktiv präsentiert, es gibt viele BIO-Produkte und die Frischetheke bietet eine hohe Qualität. Wie kann dieses überaus positive Bild nun noch verbessert werden?

Du kaufst ein, wir tanken dein Auto – kostenlos!

So könnte es auf dem nächsten Werbeprospekt von akzenta stehen. In Wuppertal-Barmen ist seit gestern eine neue Ladestation für Elektroautos in Betrieb, welche zu den Öffnungszeiten kostenfrei nutzbar ist. Die kleine Ladebox liefert bis zu 22kW Leistung und lädt ein typisches Elektroauto, wie z.B. den Renault ZOE, in gerade mal 60 Minuten wieder komplett voll. Ganz leer dürfte man ein Elektroauto recht selten fahren, daher reicht der typische Einkauf von 30-45 Minuten für die Aufladung völlig aus.

In der Regel muss ich meinen ZOE dreimal pro Woche aufladen. Davon wird eine Ladung beim samstäglichen Besuch beim Lieblingsbarista in der Innenstadt erledigt. Dienstags und freitags bin ich ohnehin immer zum Einkaufen im akzenta, weshalb die neue Ladestation dafür sorgt, dass ich mir nun wirklich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wann ich wie und wo laden kann. Noch dazu sichert mir diese Tatsache weiterhin kostenneutrale Mobilität – echt klasse!

Wirklich bemerkenswert daran ist aber nicht, dass akzenta Kunden nun kostenlos Auto fahren oder die Ladezeit sinnvoll fürs Einkaufen nutzen können. Ebenso ist nicht die Unterstützung unserer nachhaltigen mobilen Zukunft Grund für meine lobenden Worte. Absolut herausragend ist daran für mich schlicht der unternehmerische Weitblick, den akzenta damit beweist und vielen anderen Unternehmen vorlebt, wie man mit sehr geringem finanziellem Aufwand einen echten Wettbewerbsvorteil für seine Kunden schaffen kann. Elektroautos sind (noch) nicht wirklich preiswert, was gibt es da besseres, als potente Kunden dazu zu bringen, gerne regelmäßig vorbei zu schauen? Genau das wird passieren, wenn sich unter den einigen Hundert Wuppertaler Elektroautofahrern rumgesprochen hat, dass man an jedem akzenta sein Auto kostenfrei laden können wird. Da fällt mir wirklich kein Grund mehr ein, wieso ich noch zum Edeka oder ReWe fahren sollte!

Mancher mag jetzt unken, dass es noch viel zu wenige Elektroautos auf unseren Straßen gibt, als das es sich positiv in der Bilanz bemerkbar machen würde. Das ist vermutlich korrekt, aber eben auch kurzsichtig. Das Henne/Ei Problem kann nur durchbrochen werden, wenn finanzstarke Teile der Gesellschaft in Vorleistung treten. Nur wenn ausreichend Lade-Infrastruktur vorhanden ist, kann sich das Elektroauto in der Masse durchsetzen. Im Moment bietet die Ladestation der akzenta GmbH wohl “nur” eine positive Verstärkung ihres nachhaltigen Images. Immerhin ist sie nahe des Eingangs platziert, wo sie von vielen Kunden gesehen wird. Langfristig jedoch, da bin ich sicher, wird genau dieses Engagement dazu führen, dass vielleicht der eine oder andere akzenta-Stammkunde ebenfalls auf den Zug der Elektromobilität aufspringt – jetzt, wo ein sicherer “Ladehafen” greifbar nahe ist. Wo wird dieser Kunde wiederum dann die nächsten Jahre das Geld für seinen Wocheneinkauf ausgeben? Richtig, bei unserem geliebten akzenta! So einfach ist die Steigerung der Loyalität von Kunden! ;-)

BMW i3 (3) – Langstrecke durch das Ladeschlaraffenland

Von , 6. Juli 2014
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Die Fastned Stationen sind schon vom weitem gut erkennbar und auch optisch einladend

Nachdem quasi auf die letzte Minute die defekte Ladeelektronik unseres i3 repariert worden war, konnten wir die erste Langstreckenfahrt auf die holländische Insel Ameland antreten. Unsere erste Langstrecke und ohne Generalprobe des reparierten Laders. Erhöhte Schwierigkeit: Wir mussten die gebuchte  Fähre um 15:30 Uhr erreichen. Also zu einer bestimmten Zeit ankommen. Keine Zeit für großartige Ladeexperimente oder Verzögerungen …

Die Vorbereitungen

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Die Route in der Übersicht

Vor Beginn der Fahrt in die Niederlande hatte ich mich bei Fastned registriert und die zugehörige App geladen. Der Zugang war praktisch in Minuten freigeschaltet. Ausserdem habe ich mir die Ladekarte von TheNewMotion besorgt. Auch hier ging die Registrierung sehr einfach und schnell. Morgens per Fax beantragt und am Abend die Logindaten erhalten, zwei Tage später kam die RFID-Karte mit der Post. Damit waren wir für die Fahrt schon mal gut gerüstet. Vorsorglich hatte ich noch über meinen Autostromversorger BEW eine Essent Karte (RWE Roaming Partner) bestellt, die kam aber leider erst an, als wir schon unterwegs waren. Dann hatte ich versucht, eine Route mit Hilfe der Connected Drive Dienste am Computer zu planen und über BMW-Routes ans Fahrzeug zu senden. Leider musste ich feststellen, das anders als beim Verkauf besprochen, die dafür notwendige Komponente “6AK = Connected drive” bei mir im Fahrzeug gar nicht verbaut worden ist, sondern nur die Standard “Remote Services”. Zum Glück wird BMW noch in diesem Sommer einen Online Shop anbieten, mit dem ich diese Funktion (und auch Real Time Traffic Information – RTTI) noch nachbuchen kann. Dies hat mir telefonisch Connected Drive so bestätigt. Auch Updates für das Kartenmaterial bekommt man dann auf diesem Wege. Löblich.

Letztlich stellte sich aber heraus, dass eine exakte Routenplanung vorab gar nicht sinnvoll ist, da die Reichweite nicht genau planbar ist und spätestens wenn eine Ladesäule belegt oder ausser Betrieb ist, die gesamte Planung Makulatur ist. Daher haben wir ab der zweiten Ladestation dann von Ladesäule zu Ladesäule geplant (so wie man auch Benzin tanken würde). Das ging überraschend gut, vor allem wenn man einen REX in der Hinterhand hat, der einen im Notfall rettet.

Die Hinfahrt

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Ladesäule Resser Mark A2

8:30 Uhr Beginn der Fahrt. Die ganze Strecke mit EcoPro+, was sehr entspannt von Statten ging. Auch auf der Autobahn konnte man gut auf der rechten Spur mitschwimmen. Für eine Tasse Kaffe und mehr als Generalprobe gedacht, ein kurzer Halt am Rasthof “Resser Mark” an der A2 wo eine schöne RWE-Ladesäule kostenlos Strom lieferte. Leider gibt es hier keine CCS Ladung, obwohl Gleichstrom in Form von CHAdeMO vorhanden ist. Von dort nach Didam, wo uns die erste Fastned Station erwartete, an der wir mit CCS laden konnten. Leider nur auf einer Seite der Autobahn, so dass ein unschöner Umweg mit U-Turn nötig war. Hier das erste “Wow”-Erlebnis: Die (aktuell noch kostenlose) 50kW-CCS Ladung war ein Geschwindigkeitsrausch und die Freischaltung mit der Fastned-APP komfortabel und einfach. Innerhalb von 18 Minuten waren mehr als 11kW geladen und 80% SOC erreicht. Da muss man sich mit dem Pipimachen schon fast beeilen. Weiter zur nächsten Fastned Station Het Veen bei Heerde. Denn praktisch nur Fastned bietet derzeit CCS Ladung in den Niederlanden, und nach der ersten Turboladung wollten wir jetzt nur noch solchen Schnellstrom aus Wind- und Sonnenenergie. Auch hier klappte alles prima. Für die restliche Strecke zur Fähre reichte unser SOC leider nicht mehr. Auch wurde die Zeit knapp und die in den Niederlanden üblichen 11kW Säulen hätten für uns i3-Einphasenlader nur 3,7kW Ladung ermöglicht, was zu lange gedauert hätte. Also musste für einige Kilometer auf der Autobahn der Rangeextender ran.

Der Rangeextender

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CCS Ladung: 11,1 kW in 18 Minuten!

Dies war unsere erste Fahrt mit REX unter realen Bedingungen. Erstmal waren wir überrascht, dass man ihn doch im Fahrzeug deutlich hört, allerdings während der Fahrt nicht allzu störend und im Stand geht er sofort aus. Auf jeden Fall konnten wir nun bestätigen, dass die REX-Reichweite unabhängig vom SOC ist und man theoretisch beliebig oft nachtanken kann und so mit dem REX auch lange Strecken in 120km Etappen bewältigen kann. Ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist das in jedem Fall nicht. Daher wird wohl ein überzeugter Elektromobilist den REX nur in der größten Not einsetzen. Erst recht dann, wenn man den Sound des REX im Stand einmal ausserhalb des Fahrzeugs gehört hat! So erging es uns auf der Insel (siehe (und Video). Aber der REX hat uns definitiv gerettet und auf der Hinfahrt das pünktliche Erreichen der Fähre ermöglicht. 15 Minuten vor Ablegen der Fähre waren wir am Anleger. Auf jeden Fall nicht zu früh.

Auf der Insel

Die kleine Insel Ameland hat immerhin zwei öffentliche 11kW Ladesäulen. Diese sind z.B. mit der TheNewMotion Karte freischaltbar. Die für uns Nächstgelegene war leider erstmal von einem Opel Ampera des Fährunternehmens belegt, aber am nächsten Morgen wieder frei, so dass wir dort laden konnten. Bis zur Rückfahrt war ja noch viel Zeit und auf der Insel fährt man sowieso fast nur mit dem Fahrrad. Doch hier der erste Schreck: Die TheNewMotion App zeigte richtig an, dass mit unserem i3 von den 11kW nur 3,7 kW zur Ladung nutzbar sind. Allerdings lud unser i3 noch nicht einmal mit dieser Schneckenladung, sondern nur mit knapp der Hälfte davon, also um die 1,5kW. So dauerte die Ladung von 11:00 morgens bis nach dem WM-Fußballspiel um 20:15 und auch dann war erst 95% SOC erreicht – in mehr als 9 Stunden! Leider zeigte sich im Verlauf, dass unser i3 an AC immer nur mit der Hälfte des Möglichen lud. Offenbar war der Defekt in der Ladeelektronik doch nicht vollständig behoben worden. An 22kW Säulen bekamen wir später auch nur 3kW. Egal welche Säule oder welches Kabel. Und ja: Im Menü des Fahrzeuges steht AC-Ladung auf MAX. Wir haben jetzt einen neuerlichen Werkstatttermin und hoffen, dass der Fehler behoben wird. Insofern war jetzt klar, dass für die Rückfahrt erst recht nur CCS-Ladung in Frage kam, da wir sonst für jede AC Ladung hätten übernachten müssen.

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Die Rückfahrt

IMG_2645Für die Heimfahrt waren wir ohne Zeitdruck. Also beste Voraussetzungen um den REX nicht zu benötigen, dachten wir. Die erste CCS Station in Lageveen Veeningen an der A28 erreichten wir tatsächlich nach 135km rein elektrisch problemlos. Die CCS Säule dieser Fastned Station war aber ausser Betrieb. Zum Glück befindet sich auf der Gegenfahrbahn eine weitere Station. Hier lud unser i3 genau 30 Sekunden, dann schaltete sich die Säule ab und zeigte nur noch die darunter liegende Ubuntu-Linux 12.0 Betriebssystemoberfläche. Interessant. Der Telefonsupport konnte sie auch nicht reaktivieren, da die Säule durch den Absturz offline war. Man bot aber an einen Techniker zu schicken, der in frühestens in einer Stunde da sein könne. Da zogen wir es vor, mit REX zur nächsten CCS Ladesäule 30km weiter zu fahren. Dort konnten wir in einer halben Stunde genug Strom bekommen um wiederum weiter bis Didam zur letzten niederländischen CCS Säule zu kommen. Leider war an diesem Tag auch hier CCS ausser Betrieb und nur AC22kW verfügbar. Daher haben wir nur so viel Strom geladen, wie in einer Pause von 60 Minuten mit AC möglich war und den Rest mit REX nach Hause gefahren. Schade.

Zwischenfazit

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50kW Gleichstrom mit dickem Kabel – CCS

Die insgesamt mehr als 700km Strecke haben wir bis auf etwa 150km mit REX rein elektrisch bewältigt. Den Strom haben wir an allen Ladestationen (noch) gratis bekommen, da die Netzwerke alle im Aufbau sind, wie wir bei der Rückfahrt auch schmerzlich gemerkt haben. Nur einmal haben wir den REX neu betanken müssen und gleich 15 Euro bezahlt. Diese 15 Euro und die Kosten für die Fähre waren für die gesamten 700km Strecke alles, was wir unterwegs zahlen mussten. Ohne den REX wären wir gestrandet, bwz. hätten zum Laden irgendwo übernachten müssen. Vor allem, da unser AC-Lader augenscheinlich immer noch defekt war und wir nur extrem langsam am AC laden konnten. Das elektrische Fahren mit dem i3 macht Freude und ist sehr komfortabel, selbst wenn man wie wir, um die Reichweite zu erhöhen, fast nur mit EcoPro+ und um die 90km/h auf der Autobahn gefahren ist. Natürlich wurden wir auf der Fahrt regelmäßig auf das elektrische Fahrzeug angesprochen. Das kannten wir aber schon. Die Fastned Stationen haben uns wirklich beeindruckt. So sollten elektrische Tankstellen der Zukunft sein! Auch wenn Fastned bisher nur 9 Stationen an den Autobahnen in NL fertig gestellt hat, sind diese so gut verteilt, so dass man mit dem i3 die Niederlande von Süd nach Nord komplett mit CCS elektrisch durchfahren kann. Ausserdem gibt es dort CHAdeMO und 22kW AC. Fastned plant 200 (!) Ladestationen in den Niederladen und will wohl auch in Deutschland Stationen errichten, wenn “rechtliche Fragen” geklärt sind, wie man mir auf Nachfrage versicherte. Abgesehen davon, dass die Fastned Stationen sehr aufgeräumt und optisch ansprechend sind, konsequenter Weise ein Solardach haben und für den Strom nur Wind- und Sonnenstrom verwendet wird, sind die gelben Riesencarports im Vorbeifahren bestens zu erkennen. So ist keine Schnitzeljagd zur Ladesäule nötig. Ich finde das simple Bezahlmodell per App und ohne Grundgebühr sehr angenehm. Für all diese Vorzüge erscheinen mir die zukünftig fälligen 69 Cent je kWh auch absolut angemessen. Eine Grundgebühr würde sich für mich nicht lohnen. Da zahle ich gern pro kWh entsprechend mehr.

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Erkenntnisse aus unserer ersten i3-Langstrecke:

  • CCS 50kW ist eigentlich die einzige sinnvolle Lademöglichkeit für den i3 unterwegs.
  • Deutschlands Ladeinfrastruktur für CCS ist (noch) mehr als dürftig.
  • REX ist laut und klingt nicht gut, lädt zum Abschalten ein.
  • Bei den derzeitigen Defiziten in der Infrastruktur bin ich trotzdem froh den REX für den Notfall zu haben

Ach ja: Ich habe jetzt den Steuerbescheid für den i3-REX bekommen. 14 Euro für ein Jahr. Zwar nicht steuerbefreit, wie der rein elektrische Smart ED, aber die 14 Euro sind ok.

Demnächst werde ich hier berichten, wie es mit dem defekten AC-Lader weiter gegangen ist. Auch über die innovativen Fahrassistenzsysteme und das Navigationssystem lohnt es sich einige Worte zu verlieren. Manches ist wirklich gelungen, anderes wurde offenbar nicht zu Ende gedacht.

Fortsetzung folgt …

BMW i3 (2) – Unterbrochene Fahrfreude

Von , 22. Juni 2014

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Ich hatte ja versprochen, weiter über unseren BMWi3 zu berichten. Dieser Beitrag allerdings war dabei nicht geplant. Denn nach 14 Tagen und gerade einmal 800 gefahrenen Kilometern wurde die bisher ungetrübte Fahrfreude durch einen Totalausfall des i3 jäh und unerwartet unterbrochen.

Wie kam es dazu?

SMS

unheilvolle SMS

Es war Pfingstmontag. Bei uns im Ruhrgebiet war es schwülwarm und unser i3 tankte kräftig Sonne in die Batterie, als nach etwa 5 Minuten Ladung an der Wallbox plötzlich ein leises “Puff” zu hören war. Es roch leicht angesengt, der Ladevorgang wurde unterbrochen und der Ring um die Ladebuchse leuchtete unheilvoll rot. Kurz darauf sendete mir mein Auto zum Ersten mal eine alarmierende SMS und teilte mir mit Understatement mit, dass das Laden der Batterie gestört sei. Tatsache war, dass nicht nur die Batterie nicht mehr geladen wurde, sondern das komplette Hochvoltsystem tot war. Dementsprechend liess sich der Motor nicht mehr starten und das Zentraldisplay meldet ebenfalls untertreibend und irreführend einen Fehler beim Antrieb. Klar, der hatte keinen Strom! Ein Anruf bei der sehr freundlichen und wirklich gut erreichbaren Hotline (großes Lob am Feiertag) ergab einen vermuteten Hardwaredefekt und das bekannte Grau gestreifte BMW-Servicemobil wurde zu uns in Bewegung gesetzt. Inzwischen entlud sich die 12V Batterie immer weiter und es tauchten nach und nach immer weitere Meldungen über den Ausfall von Systemkomponenten auf. Als das Servicemobil kurz vor dem denkwürdigen Unwetter “Ela” Abends bei uns eintraf, ging dann am Auto nichts mehr.

Totalausfall und Unwetter

IMG_6773Noch nicht mal die Türen liessen sich mehr öffnen. Das Auto war klinisch tot. Der sehr nette Servicetechniker konnte ihn vor Ort nicht reanimieren und nahm mich mit zur Niederlassung. Dort erhielt ich einen Leihwagen, mit dem ich durch das inzwischen voll entbrannte Unwetter mit einem BMW 1er Diesel (!) vorsichtig nach Hause tuckerte und unzählige umgestürzte Bäume in letzter Minute umschiffte. Am nächsten Tag wurde der i3 dann abgeschleppt, was auch nicht ganz einfach war, da dieser unbeweglich und leblos unter dem Carport stand und nicht einfach weggezogen werden konnte. Mithilfe von cleveren Rollbrettern wurde der Patient dann in die stationäre Behandlung zur Niederlassung verlegt. Erschwert wurde das dadurch, dass der Abschleppdienst nach dem Orkan eigentlich mehr als genug anderes zu tun hatte. In den folgenden Tagen gab es rege Kommunikation mit der Niederlassung über den Stand der Diagnose. Die Niederlassung tauschte sich ihrerseits mehrfach mit Ingenieuren in München aus. Nach gut einer Woche und etlichen Telefonaten hatten wir unseren i3 funktionsfähig wieder und waren froh den rumpelnden “Stinker” -Diesel (aus Sicht eines Elektromobilisten) wieder abgeben zu dürfen.

Fehler

Was war passiert?

Nach Aussage des iAgenten, der durchaus betroffen wirkte, hatte sich auf unerklärliche und magische Weise ein Steckverbinder von der Ladebuchse zur Ladeelektronik im Fahrzeuginneren gelöst. Eigentlich sei das unmöglich, denn der Hochspannung führende Stecker sei mit einem Bajonettverschluss und einem Splint gegen unfreiwillige Lockerung gesichert. Der Sicherungssplint war sogar noch in Position. Dies ließ nur den Schluss zu, dass der Steckverbinder bei der Montage bereits nicht richtig eingerastet war und der Splint angebracht wurde, ohne dass der Stecker fest saß. Es verwundert schon, dass das in der Qualitätskontrolle bei einem Hochspannung führenden und so gefährlichem Bauteil nicht aufgefallen war und dies überhaupt passieren konnte. Dementsprechend wurde mir mehrfach versichert, dass BMW diesen Vorfall intern weiter untersuchen werde. Ende vom Lied war, dass die Ladebuchse, die Comfortladeelektronik und die 12V Batterie getauscht wurden. Neben aller Peinlichkeit auch noch ein teurer Spaß (für BMW).

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Jetzt läuft er wieder – Nordsee wir kommen!

Immerhin hat es BMW geschafft, den Fehler innerhalb von 8 Tagen wieder zu beheben. Auch wenn die Ursache für den Ausfall durchaus peinlich bleibt und ein schlechtes Licht auf die Qualitätskontrolle wirft, war die Kommunikation mit dem Kunden und die schnelle Reaktion vorbildlich und stets das ehrliche Bemühen erkennbar, den Fehler schnellstens zu beheben und uns die geplante Reise mit dem i3 auf die friesische Insel Ameland doch noch zu ermöglichen. So haben wir drei Tage vor der ersten geplanten Langstreckentour unseren i3 wieder und wagen das Abenteuer elektrisches Reisen durch Deutschland und die Niederlande. Ziel ist es natürlich, dabei möglichst den REX nicht zu benutzen. Aber das ist eine neue Geschichte, über die hier zu berichten sein wird …. tot ziens!

Einweihung neue Ladesäule in Langenfeld

Von , 9. Juni 2014

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Anlässlich einer neuen Ladesäule in Langenfeld trafen sich bei schwülwarmem Pfingstwetter am 07.06.2014 etliche e-Mobilisten mit ihren Fahrzeugen. Es war alles dabei: Vom Teilmuskelkraft betriebenen Dreirad über SAM, City-EL, Smart-ED, Renault Twizzy und Zoe, e-Golf, Nissan Leaf, BMW i3 bis zum Tesla Model S und Roadster. Insgesamt über 30 Fahrzeuge und noch mehr Insassen haben sich zunächst am beeindruckenden und gerade im März fertiggestellten Solarladepark mit 14 Ladeplätzen von “Ihr Bäcker Schüren” in Hilden getroffen. Während man sich dort mit leckeren Backwaren stärkte, luden die Fahrzeuge reichlich Sonne in den Tank und Roland Schüren erläuterte in einem interessanten Kurzvortrag das jüngst mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis preisgekrönte Energiekonzept seines Bäckereibetriebes, dessen Elektrofahrzeuge samt Ladepark nur ein kleiner Teil der fast vollständigen Energieautonomie des Betriebes sind. Dass ein Bäcker enorm viel Strom benötigt, und zwar nicht nur zum Backen (Binsenweisheit) sondern erst recht zum Kühlen, war vielen von uns sicher nicht bewusst.

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links: R. Schnüren erklärt das Energiekonzept – mitte: Die neue Ladesäule – rechts: Langenfeld elektrifiziert

Danach ging es im Aufsehen erregend lautlosen Konvoi in die Fußgängerzone von Langenfeld. Dort, etwas versteckt in einem Parkhaus über der “Ihr Bäcker Schüren”-Filiale steht die neue Ladesäule. An dieser Ladestation können Kunden der Bäckerei wie auch im Ladepark Kreuz Hilden Ihre Bonuspunkte in Form von kostenlosem Ökostrom in die Elektroautos laden. In der Fußgängerzone waren die schön aufgestellten lautlosen Autos ein Publikumsmagnet, der viele Passanten zu Fragen und Informationsgesprächen zu Elektromobilen einlud. Es war ein wunderschöner Tag.

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Offizielle Einweihung der Ladesäule

Einerseits eine gute Gelegenheit für uns Elektromobilisten um Erfahrungen auszutauschen, andererseits um aus erster Hand die von Roland Schüren engagiert gelebte Energieeffizienz und -autonomie zu sehen und erklärt zu bekommen. Dort haben wir im wahrsten Sinne “erfahren”, dass Energiewende mehr als nur Elektrofahrzeuge beinhaltet. Energie aus Sonne und Erdwärme wird zum Kühlen und Backen eingesetzt. Ausserdem werden alte Brotreste, die weder verkauft noch verschenkt werden können (Viehfutter, Tafel) ebenfalls zur Wärme- und Stromgewinnung genutzt, bevor sie in den Restmüll entsorgt würden. Dabei wird von vornherein sehr darauf geachtet, dass möglichst wenig Überschuss produziert wird. Das nutzt der Umwelt, aber auch der Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

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verantwortungsvolle Ladezeiten nutzen

Dies kann Bäcker Schüren mit einer sehr niedrigen Retourenquote von 8% auch belegen. Der überschüssige Strom daraus wird im Ladepark genutzt, weshalb Tafeln dort auch erklären, wann man verantwortungsvoll und umweltbewusst lädt. Das ist am besten dann, wenn die Bäckerei wenig Strom benötigt, also Energieüberschuss entsteht. Diese Zeit ist kundenfreundlich zwischen 13-19 Uhr. Bäcker sind ja Nachtlebewesen.

Wenn man sieht, was mit dem entsprechenden persönlichem Einsatz heute technisch möglich ist, wundert man sich, dass solche Energieeffizienz noch nicht größere Verbreitung gefunden hat und Energie immer noch in großem Stil vergeudet wird, da sie augenscheinlich immer noch zu billig ist. Und wenn man beim Laden leckeren Kuchen Essen kann, macht Elektromobilität noch mehr Freude. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen…

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BMW i3 Rex – Endlich da!

Von , 4. Juni 2014

Nach unendlich erscheinender Wartezeit von fast 6 Monaten seit Bestellung ist er dann endlich da – der BMW i3 mit Range Extender (REX). Jetzt fahren wir zwei Autos – Smart und i3 –  (fast) nur noch mit Strom und haben viel Freude daran. Es gibt so viele Aspekte zu berichten und zu beleuchten, dass das für einen Blog-Artikel allein viel zu viel wäre. Daher werde ich nach und nach zu verschiedenen Aspekten hier schreiben.

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Tankdeckel vorn für Benzin (REX)- hinten Strom. Daran erkennt man den REX.

Heute zunächst ein erster Eindruck. Mehr ist nach gut einer Woche auch kaum möglich. Neben aller Begeisterung finden sich trotzdem dann doch Dinge, die man sich anders gewünscht hätte. Das Auto, dass alles hat, was man sich so wünscht, ist auch der i3 nicht. Selbst wenn der i3 diesem Ideal schon ein gutes Stück näher kommt. Aber wenn das so wäre, würde ja keiner mehr danach ein neues Auto kaufen. Oder nur, wenn es abgenutzt auseinander fällt. Das wäre dann schlecht für die Branche. Deshalb also hier ein paar Spotlights und erste Eindrücke, später dann etwas systematischer und mehr:

Als weitere Themen sind geplant:

  • Fahrerlebnis und Einstellungen der Fahrmodi
  • Karosserie und Innenraum
  • Infotainment System, Navigation
  • Laden mit dem i3 – Daheim und Unterwegs
  • der i3 auf der Langstrecke (Inseltour in die Niederlande) Ende Juni
  • Was könnte verbessert werden? Ideen für ein Nachfolgemodell…

 

Überblick

Der i3 ist anders. Schön anders, finde ich. Und meine Frau auch. Und etliche Passanten, die einen immer wieder auf das ungewöhnlich aussehende Auto ansprechen, auch. Nicht nur das zweifarbige Äußere, auch das Innere des i3 gefällt mir wirklich. Durch die Paketpolitik von BMW waren wir mehr oder weniger gezwungen, die Lederausstattung zu nehmen. Wir wollten unbedingt die neuen Fahrassistenzsysteme haben, die gibt es aber mit der einfachen, aber eigentlich stimmigen blau-grauen Stoffvariante nicht. Die nächsthöheren Ausstattungsstufen haben alle eine helle Innenausstattung. Das geht mit Hund und in unsrem Alltag nun mal gar nicht. Also dann “gezwungenermaßen” Leder. Wir waren aber nicht die einzigen, denen es offenbar so ergangen war, denn BMW war wohl selbst überrascht von der hohen Zahl der georderten Lederausstattungen und hatte Lieferschwierigkeiten. Dieses und eine Mückenplage in Spanien (kein Scherz!) waren wohl der Grund für die mehrfachen Verzögerungen und Verschiebungen unseres eigentlich für März geplanten Auslieferungstermines an das Ende vom Mai.

Nun ist er also da und fährt unglaublich kraftvoll und sanft zugleich. Da man kein Motorgeräusch hört, wirkt die eindrucksvolle Beschleunigung, die sich nach deutlich mehr als 7,2 auf 100km/h anfühlt, extrem mühelos. Da braucht es keinen Sportauspuff, sondern das Auto kann – wenn man will – auch sportlich flott. All das, was wir schon beim Smart als kleinerem Elektrofahrzeug schätzen, findet sich hier in noch eindrucksvollerer Ausprägung. Wunderschönes Fahrgefühl und erstaunliche elektrische Reichweite für uns, die wir bisher den Smart gewohnt sind (der nun da auch nicht schlecht ist). Obwohl die Batterie gar nicht so viel größer ist, und der i3 sicher viel schwerer und größer ist als der Smart ED, holt er die versprochene Reichweite auch wirklich heraus. Den REX haben wir bisher nie benötigt. Nur mal kurz getestet, und ja, man hört ihn fast nicht. Klingt wie ein leiser PC-Lüfter im Heck. Nicht wie ein Verbrennungsmotor. Das ist auch gut so!

Links REX (grau), rechts Hochvoltbattrie (blau)

Links REX (grau), rechts Hochvoltbattrie (blau) – beide nicht ganz voll

 

Der Range Extender

An dieser Stelle  muss ich dann doch den REX erklären, denn ich gebe zu, das Prinzip im Vorfeld trotz umfangreicher Lektüre auch nicht wirklich verstanden zu haben: Dieser kleine Verbrennungsmotor ist in der Lage, die Ladung  konstant zu halten. Er treibt also nur einen kleinen Stromgenerator an. So viel hatte ich im Vorfeld verstanden. Geht es viel bergauf, oder beschleunigt man zu sportlich, saugt der Antrieb die Batterie schneller leer als der REX liefern kann. Daher sinkt auch mit REX die SOC (State of Charge= Restbatteriekapazität) kontinuierlich weiter, nur langsamer. Bergab oder im Stand, also dann wenn der REX wieder mehr Strom liefert als verbraucht wird, lädt der Extender die Batterie maximal bis zum eingestellten SOC. Es gibt einige Fahrer, die extreme Langstrecken über 1000km nur mit REX und ohne elektrisches Nachladen fahren konnten (siehe Kommentare zum Artikel). Allerdings verbrauchen sie dann 6- 8l Super auf 100km und dürfen alle 100km zum Tanken anhalten. Das ist nicht nur sehr unökonomisch, sondern natürlich erst recht fern ab des Ziels, sich rein elektrisch fortzubewegen und den Verbrenner nur als Reserve zu nutzen. Eigentlich ist es mein Ehrgeiz, den REX möglichst nicht zu benutzen, wie ein Reserverad. Unterhalb von ca. 6,5% Restbatterieladung kann man den REX dann nicht mehr abschalten. Dann rettet er die Insassen bis zur nächsten Ladesäule und hält die SOC um 6% …

 

Lichtspiele

Auffällig ist auch das Lichtdesign des i3. Hier hat man sich die Designer wohl austoben lassen. Nicht nur, dass er einen am Rand auffallend bläulichen Lichtkegel im Dunkeln auf die Fahrbahn aussendet (durch das LED-Abblendlicht), sondern blaues Licht ist insgesamt immer wieder zu sehen. Beim Öffnen des i3 mit der Fernbedienung leuchtet der ganze Innenraum blau -WOW!  Die Ladebuchse pulsiert beim Laden ebenfalls wunderschön tiefblau. Das wird noch mehr neugierige Blicke auf sich ziehen als das ungewöhnlich aussehende Auto ohnehin schon (siehe Foto). Zum Glück ist der Ladestecker gegen Herausziehen beim verriegelten Auto gesichert, wozu das Lichtspiel sehr verlockt. Auch die Innenraumbeleuchtung kann man von “modernem” Weiss auf “klassisches” BMW Orange umstellen. Letzteres gefällt mir besser und hat eine angenehm warme Stimmung. Das weisse Licht wirkt mir etwas kühl und zu hell.

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Beim Fahrlicht kommt dann auch schon die erste irritierte Frage: “Warum in aller Welt haben die das so gemacht??” Das Abblendlicht ist als LED-Licht sehr schön hell und absolut mit dem Xenon-Licht unseres Vorgängers von Mercedes vergleichbar. Gut! Aber das Fernlicht ist dann Halogenlicht. Nicht nur, dass die Farbtemperatur mit Fernlichtaktivierung plötzlich ins rötlich-gelbe wechselt, sondern auch der Energieverbrauch des Fernlichtes macht einem Stromfahrer möglicherweise Kopfzerbrechen. Warum also bei einem sonst so innovativen Auto beim Fernlicht überholt geglaubte Technik aus dem letzten Jahrhundert zum Einsatz kommt, sollte BMW mal kommunizieren. Mir erschließt es sich nicht.

Ebenso bleibt die Frage offen, was bei dem “BMW-Adaptive-LED-Licht” denn adaptiv ist. Sowohl Kurvenlicht als auch automatisches Fernlicht bleibt BMW dem Kunden unter diesem Namen schuldig. Dafür, dass man am Armaturenbrett die Leuchtweite mit einem Rädchen auf die Zuladung anpassen kann, dürfte solch eine schicke Bezeichnung etwas hoch gegriffen sein. Trotzdem: Das LED-Licht ist toll. Deshalb vermisst man es beim Fernlicht auch so.

Beleuchtete Griffschalen an den Türen, Licht im Handschuhfach, Kofferraumlicht, Leseleuchten, Licht in den Türfächern. Der i3 leuchtet überall, ohne dass es aufdringlich erscheint. Selbst die Tasten links unten im Fahrerfußraum, die Tankdeckel, Kofferraum oder Frontklappe öffnen, sind beleuchtet. Das Licht- und Innenraumdesign passt.

 

Fortsetzung folgt

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BMW Adaptive LED

Demnächst mehr zu diesem wirklich interessanten Auto, zu dem schon an anderer Stelle im Vorfeld viel geschrieben wurde, zu dem es aber trotzdem noch so viel zu sagen gibt. Das werde ich demnächst hier auch tun. Wen es interessiert, den lade ich schon jetzt ganz herzlich dazu ein!

Bis bald, nach einigen elektrischen Kilometern mehr ….

 

Heute an der Tanke…

Von , 20. Mai 2014

Ich bin gerade mal ein Jahr mit dem Elektroauto unterwegs und dennoch sind Erinnerungen an die Anfänge, und vor allem an das was davor war, unglaublich weit weg. Daran wurde ich mal wieder erinnert, als ich auf meinem täglichen Streifzug durch die Welt der Elektroauto-Foren unterwegs war. Im Tesla-Forum ist mir ein toller Post von Benutzer Earlian aufgefallen, der kurz vor der Bestellung eines Tesla Model S steht. Nachdem ich mir damals meinen Renault ZOE bestellt hatte, musste ich mich rund ein Jahr bis zur Auslieferung gedulden und fühlte mich dutzende Male wie Earlian. Für alle die ebenfalls vor der Entscheidung stehen ein Elektroauto anzuschaffen daher die Warnung: So wird es euch ebenfalls ergehen! ;-)

War heute mal wieder an der Tanke um meinen Verbrenner zu befüllen und merke, wie sich meine Gedankenwelt verändert hat… Schaue rechts auf den Boden und sehe „eklige Öl- und Benzinflecken“ – die waren schon immer da. Nehme den Dieselhahn und tanke voll. Fühle mich schlecht, weil ich immer an das Werbevideo vom Leaf denken muss und daran, wie ich mit einem EV, zuhause schon sauberen PV-Strom geladen hätte und hier heute einfach debil-lachend dran vorbei gefahren (bzw. leise vorbeigeschwebt) wäre.

Der Diesel gluckert in den Tank: 75L Fassungsvermögen, das dauert ein wenig. Schaue mir aus Langeweile die Marken-Tankstelle an. Auch wenn die sich Mühe gegeben haben, es stinkt nach Sprit, sieht dreckig aus und als „EV-Infizierter“ fühlt man sich, als ob man gerade kleine Kinder in den Tank presst – um sie nachher zu verbrennen. Dazu passt diese schmuddelige Umgebung. Nebenan leuchtet Neonreklame. Muss an die blitzblank-sauberen Service Center von Tesla denken. Früher war ich doch gerne hier. Volltanken, meine Rakete? „Aber gerne doch, ich bin ein Mann!“ :twisted: Heute will ich hier nur noch weg. Zum Glück ist die Karre endlich voll. 70,5L astrein getankter Diesel (Schimpft sich auch noch Fuel-Save!), zu lächerlichen € 1,45. Geschenkt! Ich gehe an die Kasse. Muss ich erwähnen, dass die Bedienung hierher passt? Zahle heute zum ersten Mal in bar, damit ich endlich hier weg kann: 102,23 Euro. Ich hoffe, dass diese Tankfüllung bis zum Besitz eines EV reicht. Bei bisheriger Fahrweise (11,2L Verbrauch/20Tkm/Jahr) komme ich jedoch in 10 Tagen wieder! Ertappe mich, wie ich meinen Automatik-Wagen immer wieder auskupple um Sprit zu sparen, vor allem aber, um das Gefühl von Ruhe zu simulieren… Meine Finger riechen nach Diesel…

Abenteuer Technik – Unterwegs Laden mit dem Smart ED (2)

Von , 8. Mai 2014

- Erste Fortsetzung … -

Nachdem ich über meine Abenteuer beim Laden des Smart aus Januar 2014 unterwegs berichtet hatte, war ich aus anderem Anlass erneut am Centro in Oberhausen – eine Distanz, bei der ich für den Rückweg lieber laden wollte.

Diesmal wähnte ich mich gut vorbereitet….

Nach einiger Recherche hatte ich mich nach meinen Vorerlebnissen für einen Autostromvertrag von BEW entschieden, da ich dort keine Grundgebühr zahlen muss und mir so auch das hier gut ausgebaute Ladesäulennetz der RWE zur Verfügung steht. Denn BEW ist Roamingpartner der RWE. Die Grundgebühr bei RWE von monatlich 4,95€, lohnt sich für mich nie, da ich überwiegend zu Hause an der Wallbox lade und nur gelegentlich -auf der Langstrecke- unterwegs Ladesäulen benutzen muss. Monatlich 4,95 Euro, um für ein paar Cent Strom zu laden, steht für mich in keinem Verhältnis und schreckte eher ab.

Intercharge Logo

Vor der Fahrt also alles gründlich gecheckt:

 Ladekabel – an Bord
  Intercharge App – auf dem Smartphone installiert
 BEW Kunden ID und PIN – in App eingetragen und gespeichert

Alles vorbereitet zum Laden, da kann jetzt nix mehr passieren  … dachte ich.

Aber es kam anders:

RWE Ladestation OberhausenProblemlos angekommen, Parkplatz vor der Ladesäule frei – super dann kann´s losgehen, und ran an den Strom: Ladesäule und Smart mit Kabel verbunden, Intercharge-APP gestartet, Barcode der Säule (auf der richtigen Seite!) gescannt. Ladesäule wird erkannt und der Standort auch richtig angezeigt. Die sodann wenig aussagekräftige Meldung “Fehler -500″ verhinderte dann aber die Freischaltung und damit das Laden des Smart. Bestimmt mache ich was falsch, dachte ich. Also noch gleich ein paar mal versucht, mit immer der gleichen Fehlermeldung. Also flugs die auf der Ladesäule angebrachte Telefonnummer angerufen, um den Fehler durch Eingriff des Telefonsupports zu beheben. Eigentlich wollte ich genau das durch den Autostromvertrag vermeiden. Nachdem zunächst eine Warteschleife mich darauf aufmerksam machte, dass alle Mitarbeiter im Gespräch seien, wartete ich und nutzte die Zeit, um es mit der App nochmal zu versuchen.

Inzwischen stellte ein Rentnerpärchen seinen Rollator neben dem Smart ab und sah mir bei der Aktion eine Weile überaus interessiert und deutlich verwundert über die modernen Zeiten zu. Schliesslich war die Telefonleitung frei, und ein Mitarbeiter der RWE-Hotline versuchte mir zu helfen. Zumindest solange, bis er feststellte, dass meine Benutzer-ID nicht in seine EDV-Maske passte und ich wohl nicht Kunde von RWE sei. “Nein, ich bin bei BEW, die sind doch Roamingpartner”, sagte ich. Von da an war der RWE-Mann zu keiner weiteren Aktion mehr zu bewegen, da er nicht zuständig sei. Auch wenn die Ladesäule von RWE sei, sei ich BEW-Kunde und “irgendwo müsse man ja sein Geld herbekommen”.

Zum Glück hatte ich mir im Handy auch die Telefonnummer der Ansprechpartner bei BEW notiert, und da ich zu den Geschäftszeiten unterwegs war, erreichte ich direkt einen überaus freundlichen und wirklich hilfsbereiten Mitarbeiter, der – wie sich später herausstellte – selbst einen Renault Zoe fährt, also genau wusste, wovon er spricht. Von ihm erfuhr ich, dass die Intercharge-App noch nicht so recht funktioniere, auch wenn ein entsprechender QR-Code Aufkleber auf der Säule prangte. Er riet mir, in Zukunft lieber die e-kWh-App der RWE zu verwenden, da Intercharge noch sehr im Aufbau sei. Er sendete mir gleich per Mail die dazugehörige Bedienungsanleitung als PDF.

Appstore

 

Touristenattraktion

Zwischenzeitlich hatte sich ein Bus voller asiatischer Touristen, vermutlich Japaner, um mich und meinen Smart geschart, und die von der augenscheinlich japanischen Reiseleitung geplante Besichtigung des Oberhausener Centros wurde eine Weile verschoben, um meinem Schauspiel beizuwohnen. Die Übermittlung der relativ langen Benutzer ID und der PIN über Telefon an BEW war fehleranfällig und vor allem deshalb nicht ganz einfach, weil gleichzeitig zu telefonieren und die Daten aus der Passwort-App auszulesen meine ganzen Multitaskingfähigkeiten forderte, und ich fand zum Verrecken den “Lauthören-Button” am Handy in der Aufregung nicht. ID und PIN waren nach mehrmaligem Buchstabieren wegen offenbarer Übermittlungsfehler inzwischen der gesamten asiatischen Reisegruppe bekannt. Ich baue fest darauf, dass diese damit in Deutschland kein Elektroauto aufladen wollen und der Pin-Code hoffentlich in Japan nicht gilt. Über meinen Namen und die Adresse konnte mich der BEW-Mitarbeiter schließlich identifizieren und so die Säule erfolgreich freischalten. Säule leuchtet blau, Smart-LED gelb, dann grün und Auto lädt. Große Freude, der Strom fließt! “ICH HABE FEUER GEMACHT” hätte Tom Hanks jetzt gesagt und sich auf die Brust geschlagen. Dank 22KW Schnellader und tatsächlich voller 32A Ladeleistung war mein Smart nach einem Kaltgetränk für mich und einem Kaffee für meine Frau innerhalb von gut 20 Minuten wieder voll geladen.

Fazit

Augenscheinlich muss ich noch viel lernen, bevor ich mich entspannt mit dem Elektroauto auf die Langstrecke wagen kann und Strom so selbstverständlich wie früher Benzin tanke. Auch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die Stromanbieter sich endlich und vor allem bald zusammenraufen und die an sich gute Idee “Intercharge”, also ein einheitliches Freischaltesystem, etablieren, das kundenfreundlich zu bedienen ist und dass vor allem funktioniert. Auch Nino hatte sehr treffend dazu seine Erlebnisse mit der RWE hier berichtet. Wenn der Erfolg der Elektromobilität wirklich gewollt ist, dann steht und fällt er mit der Ladeinfrastruktur. Die hat gegenüber der Fahrzeugtechnik und der Ladesäulenhardware nach meiner Meinung den größten und dringenden Nachholbedarf! Demnächst werde ich es unterwegs einmal mit der e-kWh App versuchen. Mal sehen, ob es einfach klappt, oder ob da wieder ein Artikel draus wird …

MacPro 6.1 – Alles neu macht der Mai … und alles besser?

Von , 5. Mai 2014

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Nach fast 4 Monaten Wartezeit seit der Bestellung und mehr als einem Jahr seit der Ankündigung nutze ich seit Mitte März 2014 den heiß ersehnten neuen MacPro 6.1. Dieser hat meinen bisherigen immerhin mehr als vier Jahr alten MacPro 4.1  Xeon ersetzt. Testberichte und Reviews sowie abendfüllende Unboxing Videos gibt es dazu inzwischen in großer Zahl. Deshalb spare ich mir die Auflistung hinlänglich bekannter Features sondern wage nach knapp zwei Monaten Praxis mit dem neuen Apple Flaggschiff ein vorsichtiges und sehr persönliches Resumé. Was ist nicht nur neu, sondern auch besser? Gibt es Nachteile?

Erstmal ist dieser Computer schon äußerlich anders, als alles bisher Dagewesene und zeigt damit sofort, dass man den nach dem Erfolg der Tablett-Computer schon fast totgesagten Desktoprechner wirklich neu konzipiert hat. Ja, ich weiss: der MacPro ist eine Workstation und kein Desktoprechner…. Aber er zeigt dass es jenseits von Tablets Bedarf und Potential für Leistung gibt.

Das Design gefällt mir, aber daran scheiden sich bekanntlich die Geister und es wird immer solche geben, die den kleinen Kraftzwerg verächtlich eher mit einem Tischmülleimer vergleichen werden. Von den Abmessungen stimmt der Vergleich auch. Aber es ist unglaublich, welche Leistung sich in dieser kleinen Tonne versteckt. Wer mit Rechenpower bisher große, schwere und laut lüftende Tower mit entsprechendem Stromverbrauch assoziierte, muss umdenken.

MacPro-Reihe

von allen Seiten schön anzuschauen … Der kleine schwarze Riegel ist die 512GB SSD.

Das neuartige Konzept, das auf den ersten Blick keine Erweiterungen zuzulassen scheint, hat mich nach anfänglicher Skepsis in der Praxis mehr als überzeugt. Dass dies überhaupt funktioniert, ist der Thunderbolt(2) Technologie zu verdanken, die den PCIe-Bus quasi nach extern verlegt. Gleich sechs dieser Anschlüsse gibt es auf der Rückseite, wobei sie sich paarweise intern eine Datenleitung teilen. Mit diesen Schnittstellen kann durch ein dünnes unscheinbares (aber teures…) Kabel alles, wirklich ALLES extern auf- und nachgerüstet werden. Es bedarf also keines Eingriff in die Eingeweide, geschweige denn eines Schraubendrehers um Festplattenplatz, Soundkarte, Grafikarte oder was auch immer zu erweitern. Aber all das muss neu gekauft werden und Thunderbolt Hardware ist leider noch teuer, Thunderbolt2 Geräte gar extrem rar. Letztlich ist man aber wesentlich flexibler, als man es mit den alten Steckkarten je war. Und in der Geschwindigkeit mehr als ebenbürtig.

Was mich am meisten positiv beeindruckt hat …

  • Die Performance der internen SSD ist unglaublich und liegt weit über allem was man bisher bekommen konnte. Ich hatte im alten MacPro ein Apricorn 4-fach RAID0-SSD Subsystem, was schon irre schnell war. Durch die neue Systemarchitektur erreicht die SSD zwischen 1000-3000 MB/s. Wahnsinn! Das macht viel mehr aus, als jedes Megahertz CPU-Leistung oder jede “Kernvermehrung”.
  • Noch nie fand ich einen Rechner so schön, sogar von hinten (im Dunkeln … beleuchtet) und selbst von innen. Und mehr Beinfreiheit unter dem Schreibtisch habe ich jetzt auch.
  • Trotz der famosen Leistung ist der MacPro unhörbar leise, so dass man ihn auf den Arbeitsplatz stellen kann, ohne dass er durch Größe oder Lärm stört.

Wo ist der Haken?

  • Der größte Wermutstropfen ist natürlich … der Preis.Die bei Berührung der Reihe nach illuminierten Anschlüsse sind für die Rückseite eigentlich zu Schade.
  • Display! Wer noch ein 30″ Cinemadisplay hat, das mit dem alten MacPro prima zusammenarbeitete muss erstmal den mit 99 Euro überteuerten Duallink-Displayport-Adapter kaufen um dann festzustellen, dass itunes keine gekauften HD-Videos anzeigt, weil die neuen Grafikarten den HDCP Kopierschutz haben, das alte Cinemadisplay aber nicht. Somit ist die HDCP-Kette nicht geschlossen und iTunes zeigt gekaufte Videos nur in SD an. Wer das gute alte 30″  ACD am neuen MacPro betreiben will muss mit Einschränkungen leben, oder in ein neues Display investieren.

Tipps, wenn man sich denn einen  MacPro 6.1 leisten möchte …

  • 0W0A4328 - Arbeitskopie 2Genau planen, wofür man diesen Boliden benutzen möchte und ggfs. besser in die größte bezahlbare SSD-Ausstattung investieren und dafür ruhig auf Megahertz oder Core-Overkill verzichten. Selbst die Version mit dem kleinsten Prozessor und dem kleineren Grafikkartenpärchen auszureizen, dürfte bis auf wenige Spezialfälle (Videorendering) kaum gelingen und wird in den allermeisten Anwendungsfällen ausreichen. Da bringt die SSD am meisten. Ich bin mir trotzdem aber relativ sicher, dass es irgendwann passende SSDs geben wird, mit der man die interne SSD gegen eine größere wechseln kann. Dafür wird es einen Markt und somit auch irgendwann (Dritt-)Anbieter geben.
  • RAM später selbst aufrüsten, spart Geld.
  • Im Budget den Kaufpreis für externen Massenspeicher vorsehen. Die interne SSD ist eine rasend schnelle Arbeitsplatte und zur Datenarchivierung viel zu schade.
  • Mittelfristig wird man einen neuen Monitor benötigen, der Markt mit der an die Leistung dieses Boliden angepassten Displays ist dünn und selbst Apple hat ausser dem Thunderbolt Cinema-Display (was dem MacPro eigentlich nicht gerecht wird) bisher nichts passendes zu bieten und featured in Ermangelung eigener Produkte ein 4k-Sharp Display auf seiner Homepage. Sicher wird es in Zukunft mehr Auswahl an passenden Displays geben. Außerdem findet ja bald wieder die WWDC statt, vielleicht erfährt man dann mehr.

Würde ich es wieder tun?

Ja, und ich bereue weder die Wartezeit, noch den hohen Preis. Letztlich muss aber jeder für sich entscheiden, ob für seinen Anwendungsfall nicht ein iMac völlig ausreicht, der im Preis-Leistungsverhältniss dem MacPro überlegen ist, spätestens wenn man das integrierte Display einrechnet. Und wie so oft, ist doppelt so teuer noch lange nicht doppelt so gut. Nachdem sich der PC-Markt über Jahrzehnte selbst kopiert hat, hat Apple für Hochleistungsworkstations ein wirklich neues, extrem leistungsfähiges und trotzdem kompaktes Konzept entwickelt, dass weit in die Zukunft weist. Ich liebe meinen MacPro und wenn er wie der alte mehr als 4 Jahre Top-Leistung auch mit kommenden Anwendungen und Betriebssystemversionen liefert, hat sich die Investition absolut gelohnt.

RWE eMobility hat das Elektroauto nicht verstanden!

Von , 26. März 2014

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RWE eMobility kündigte diese Woche an, dass am kommenden Wochenende eine Wartung am Backend der Infrastruktur für die Ladestationen stattfinden und somit die Smartphone App als auch die SMS-Funktion zur Freischaltung der Ladung nicht funktionieren wird. Nach einem Desaster im letzten Jahr versichert man aber, dass die Ladesäulen nun wirklich in den sogenannten “Messemodus” versetzt werden und daher eine Ladung trotzdem möglich sein wird – ganz ohne Freischaltung oder Abrechnung.
Was auf den ersten Blick vorbildlich klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als absoluter Witz! Es ist das Jahr 2014 und EDV IT wird von der Menschheit in der breiten Masse bereits seit mehr als 30 Jahren betrieben. Die Kassen beim OBI Markt um die Ecke sind autark, aber eine Ladestation muss ihren Strom verschenken, wenn es mal wieder Windows Updates für den Server in der RWE-Zentrale gibt? Really!?! Aber es kommt noch schlimmer: Der Messemodus wird auf maximale 11kW Leistung beschränkt, was besonders bitter für Fahrer von modernen Elektroautos wie Tesla Model S, Renault ZOE oder Smart ED ist. Bei denen führt diese unnütze Beschränkung zu einer Verdopplung bzw. im Falle des ZOE sogar zu einer Verdreifachung der Ladedauer! RWE begründet diese Einschränkung wie folgt:

Aufgrund der kostenlosen Abgabe des Ladestroms steht lediglich eine maximale Ladeleistung von 11kW zur Verfügung.

Nochmal zum Mitdenken: Da man den Strom aus eigener Dämlichkeit verschenken muss, zwingt man die Kunden zur Schnarchladung? Frei nach dem Motto: Möglichst langsam laden, dann vergeht den Kunden die Lust und RWE muss weniger Strom verschenken? Oder sind die 22kWh für eine komplette Ladung eines Renault ZOE etwa billiger, wenn man sie dosiert in drei Stunden verschenkt, anstatt schnell in einer Stunde?

Man stelle sich mal vor, man fährt mit einem Diesel-Auto an eine beliebige Tankstelle und stellt dann fest, dass der Sprit nur tröpfchenweise kommt und der Tankvorgang dadurch statt 5 Minuten nun 20 Minuten dauert. Und warum? Weil irgendein Server im Rechenzentrums-Keller gerade nicht funktioniert?!

RWE hat meiner Ansicht nach noch nicht verstanden, dass es tatsächlich Menschen gibt, die Elektroautos wirklich benutzen. Diese Menschen sind darauf angewiesen, ihr Auto zuverlässig aufladen zu können, und das mit möglichst kurzen Ladezeiten. Das Elektroauto ist kein Spielzeug mehr, nur um Fördergelder abzugreifen. Es entwickelt sich gerade zur gelebten Realität, und zwar bei Menschen, deren Spieltrieb begrenzt ist und die mit dem Elektroauto einfach “nur” fahren wollen. Ich plädiere also dringend dafür, dass RWE diesen Schwachsinn ändert und die 22kW Ladung freigibt! Die Elektromobilität muss spätestens ab diesem Jahr ernst genommen werden, und es gehören dieselben Maßstäbe angelegt, wie sie auch für Zapfsäulen an der Tankstelle um die Ecke gelten! Vielleicht bleiben dann auch höhnische Kommentare von Elektroauto-Fahrern in Zukunft aus:

 

 

 

Nicht, daß wir uns falsch verstehen: Wartungen, Pflege und Verbesserungen an komplexen Systemen sind notwendig und sogar zu begrüßen – aber bitte mit der angemessenen Professionalität!

9½ Monate – ein ZOE Akt in 20.000km

Von , 13. März 2014

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Konnte Mickey Rourke 1986 seine sexuelle Beziehung mit Kim Basinger gerade mal 9½ Wochen im gleichnamigem Film aufrecht erhalten, lachen ZOE und ich über diesen Lidschlag gleichen Zeitraum. ZOE und ich haben schließlich nun bereits 9½ Monate hinter uns gebracht – auf rein platonischer Ebene selbstverständlich! Weder meine Schwiegermutter Renault, noch ZOEs eifersüchtige Freunde RWE und WSW konnten einen Keil zwischen uns treiben und sogar der Verführung des TopModellS Tesla konnte ich widerstehen.
Während der gegenseitigen Treue haben wir soviele Spielarten ausprobiert, von kurz und schmerzlos bis lang und leidenschaftlich, aber ZOE hat mich nie hängen lassen. Nur letzte Woche hat ZOE mich alleine gelassen und mich in die Arme des eigentlich bereits vergebenen e-Smart getrieben. Ich bin aber nicht böse, immerhin hat ZOE sich nur für mich den faltigen Hintern liften lassen, der vor 3 Monaten plötzlich Zellulitis bekam. Jetzt mit dem straffen Hinterteil bin ich mir sicher, dass mich die Lust auf ZOE auch die nächsten 20.000km nicht verlassen wird – ZOE ist einfach elektrisierend!

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