EVAccess – native iOS-App für die Smart ED Vehicle Homepage

Von , 21. April 2016

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Bei Elektrofahrzeugen ist eine Online-Anbindung inzwischen Standard und sehr hilfreich. In der Umsetzung und Praktikabilität gibt es zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen allerdings erhebliche Unterschiede. Beim Smart Electric Drive (ED) hat der Hersteller von Anfang an auf eine WebApplikation gesetzt. Das bedeutet, dass es für alle Endgeräte nur mittels des Webbrowsers Zugriff auf die Fahrzeugdaten gibt. Also keine native Anwendung.

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EVAccess: iPhone Hauptanzeige

Das ist zwar programmiertechnisch für den Anbieter einfacher, da nur eine einzige (Web)Anwendung programmiert und gepflegt werden muss, die Anwenderfreundlichkeit leidet aber darunter. In meinem Fall dauert das Laden der WebApp jedesmal eine ganze Weile, und der Login Vorgang musste stets manuell erneuert werden, selbst wenn man die Option “angemeldet bleiben” angewählt hatte. Seit längerem gibt es von Jared Gaillard (EVNotion) eine Android App (EVAccess im Google Playstore). Nun endlich hat der amerikanische Programmierer Ray Davis eine native iPhone App erstellt, die jetzt auch in der Version 1.01 auf Deutsch verfügbar ist. Sie heisst ebenfalls EVAccess und basiert teilweise auf der Android APP. Hier hatte Jared Gaillard wertvolle Pionierarbeit in der Entschlüsselung der von der Smart Vehicle Homepage übermittelten Daten geleistet. Die App kommuniziert direkt mit den Daimler Vehicle Homepage Servern. So wie es die Original-WebAPP auch tut. Es werden also keine Daten an Server von potentiell unsicheren Drittanbietern übermittelt. Login und Passwort werden nur local in der iPhone APP gespeichert und nirgendwo anders hin übertragen. Die Sicherheit der Anwenderdaten ist somit gewährleistet.

EVAccess bietet alle Funktionen der Smart WebApp. Dadurch, dass der Programmcode aber auf dem Handy fest abgelegt ist, erhält man die aktualisierten Daten des SmartED sehr viel schneller und zuverlässiger. Es müssen nur noch sehr wenige und kleine Datenpakete übertragen werden. Die APP nutzt dazu das Backend der SmartED Vehicle Homepage, also den bisher noch kostenlosen Webdienst von Daimler für dieses Fahrzeug. Im Unterschied zur Daimler WebApp kann EVAccess Mitteilungen über die Mitteilungszentrale des iPhone senden, z.B. wenn das Fahrzeug voll geladen ist oder wenn der Ladevorgang beginnt. Ebenso kann man auch die Vorklimatisierung damit programmieren oder die Fahrökonomie auswerten lassen. Anders als die WebApp bietet EVAccess auch Unterstützung für die Apple Watch. Man hat damit über die Uhr stets den Ladezustand des SmartED im Blick. Sehr praktisch.

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Darstellung EVAccess auf der Apple Watch

Um diese Anwendung nutzen zu können, muss das Fahrzeug bereits für die Smart ED Vehicle Homepage registriert sein und ein Benutzerkonto angelegt worden sein. Nach der Registrierung kann mit den vorhandenen Benutzerlogindaten eine Verbindung zwischen EVAccess und der Vehicle Homepage hergestellt werden, um die aktuellen Fahrzeugdaten abzufragen.EVAccess-Beschreibung

Grafisch ist die Smart WebApp auf den ersten Blick ansprechender und aufwendiger. Die Funktionalität von EVAccess wiegt aber die grafisch schlichtere Gestaltung bei weitem auf. Mit der nativen iOS App macht die Nutzung der Vehicle Homepage wieder richtig Freude und ist auch im täglichen Alltag hervorragend nutzbar. Ich habe mehr als zwei Jahre auf solch eine App gewartet und aus Überzeugung sehr gerne bei der deutschen Lokalisierung mitgewirkt. Ein bisschen Schade ist es aber schon, dass Drittanbieter/Entwickler mühsam eine solche App entwickeln müssen und nicht der Hersteller des Fahrzeugs selbst solch eine native App anbietet oder die Entwickler zumindest dabei unterstützt..

EVAccess ist jetzt kostenlos im deutschen iOS Appstore erhältlich.

Danke Ray!

Tesla Model 3 – Shut up and take my money! [Video]

Von , 31. März 2016

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Heute wurde ich als Fanboy beschimpft, abfällig belächelt, für bekloppt erklärt und als von Tesla für Marketingvideos gekaufter untalentierter Laiendarsteller tituliert. Ich hatte aber auch einen ereignisreichen tollen Vormittag, habe interessante Gespräche mit vielen netten Menschen geführt, “nebenbei” ein Auto bestellt und dafür in den sozialen Netzen viel Anerkennung erhalten. Da zur Zeit noch niemand weiss, wie dieses Auto aussehen wird, welche Eigenschaften es haben wird und wie viel genau es kosten wird, kann ich das Unverständnis sogar ein Stück weit nachvollziehen.

Woran liegt es also, dass sich morgens vor einem Tesla Store zur Öffnung an die 50 Menschen einfinden, nur um ins Blaue gegen eine Zahlung von 1000€ ein Auto zu reservieren? Sind das wirklich alles nur markensüchtige durchgeknallte Selbstdarsteller?! Oder verlorene Seelen, die den Weg zu den gerade mal rund 30 Menschen nicht gefunden haben, die direkt nebenan bei Apple für das heute erschienene iPhone SE und iPad Pro 9.7 Zoll angestanden haben?

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Das Model 3 wird von Tesla erst morgen früh um 05:30 Uhr (deutscher Zeit) live im Webstream der Öffentlichkeit vorgestellt. Bisher weiß man lediglich, dass es mindestens 320km echte Reichweite haben wird, irgendwo bei 35.000 Dollar liegen soll und von der Größe einem Audi A4 oder 3er BMW entsprechen wird. Was aber darüber hinaus noch bekannt ist, ist die bedingungslose Vehemenz, mit der Elon Musk das Unternehmen aufgebaut hat und nach wie vor führt. Er ist vollkommen überzeugt davon, dass die globale Klimaerwärmung langfristig eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt und der Autoverkehr einen ganz erheblichen Anteil daran hat. Genau das will Elon Musk mit Tesla ändern und unsere Mobilität in Zukunft nachhaltig und somit CO2-neutral gestalten. Er will also nichts weiter, als die Welt verbessern.

Als Multimilliardär besitzt er mehr Geld, als er und seine fünf Kinder jemals ausgeben könnten. Anstatt aber auf einer warmen Südseeinsel sich ein schönes Leben mit seiner Familie zu machen, opfert er für seine Ziele jeden Tag all seine Zeit. Nach eigenen Aussagen arbeitet er regelmäßig 100 Stunden pro Woche für Tesla, SpaceX und SolarCity und will damit für nachhaltige Mobilität, für den Fortbestand unserer Spezies und für die Erzeugung nachhaltiger Energie sorgen. Das mag größenwahnsinnig klingen, ist aber einfach so und verdient höchsten Respekt.

Während etablierte Hersteller jahrelang behaupteten, die Technik wäre noch nicht reif für signifikante Reichweiten, hat Tesla 2012 einfach das Model S mit bis zu 500km elektrischer Reichweite auf den Markt gebracht. Anfangs als Spielzeug für Reiche verschrien, konnte das Model S sich an die Spitze der Verkaufszahlen von Oberklassefahrzeugen setzen. Bereits im Jahr 2006 veröffentlichte Elon Musk aber seinen so genannten Masterplan, an dessen Ende das preiswerte Elektroauto mit hohen Stückzahlen stand. An genau diesem Punkt sind wir nun fast angelangt!

In Musk We Trust.

Für immer mehr Menschen werden Nachhaltigkeit, Klimawandel und Zukunft unserer Mobilität wichtige Themen. Genau diesen Wandel im Zeitgeist adressiert Tesla! Das ist der Grund, warum ich zum ersten Mal heute eine Schlange mit Menschen vor einem “Autohaus” gesehen habe, die ein Auto bestellen wollten, obwohl noch niemand weiß, wie es überhaupt aussehen soll. Es ist das blinde Vertrauen in ein Unternehmen, ein Produkt einfach richtig zu machen, ja richtig machen zu müssen. Elon Musk geht mit seinen Investitionen “All-In“, um der Automobilindustrie zu beweisen, dass ein attraktives Elektroauto für den Massenmarkt möglich ist. Dies tut er auf eine dermaßen radikale und branchenweit einzigartige Art und Weise, daß ich absolut überzeugt davon bin, dass mehr als genug Menschen seinem Ruf folgen werden!

Wir müssen jetzt nur noch zwei Jahre warten…

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Probefahrt im Dreirad – Polaris Slingshot

Von , 13. Januar 2016

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Normalerweise bekommt man mich ja nicht mehr freiwillig in einen Verbrenner. Aber heute stieß ich beim traditionellen Neujahrsbrunch im Autohaus Eylert in Wuppertal auf ein neues, und vor allem exotisches Fahrzeug eines guten Bekannten. Er hat eine Leidenschaft für extravagante Autos und hat sich tatsächlich einen Polaris Slingshot zugelegt, quasi ein Dreirad für Erwachsene. ;)

Er lud mich sofort zu einer Probefahrt ein, was ich dann wirklich nicht ablehnen konnte. Polaris, eigentlich eher bekannt von Schneemobilen, hat die Technik dieser Winterfahrzeuge für den Asphalt neu interpretiert. Der Fahrspaß ist enorm und das Fahren selbst sehr angenehm rudimentär. Wer also dem Motorrad eher abgeneigt ist, findet mit dem Slingshot vielleicht eine spaßige Alternative. Für mich persönlich dürfte es allerdings dann doch lieber elektrisch sein!

Die spontane Probefahrt habe ich auf Periscope live übertragen, weshalb ich im dort üblichen Hochformat filmte. Der folgende YouTube Abklatsch ist daher eher ein Provisorium, aber einen Eindruck dieses Spaßmobils vermittelt es sicher dennoch erfolgreich! :-)

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Polaris Slingshot von der Seite – ziemlich offen alles!!! :-D

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Der Einrad-Antrieb hinten mit Riementrieb.

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Das Interieur ist nicht gerade langstreckentauglich, was nicht zuletzt auch der 30 Liter Tank verhindert.

Unser Petershaus Folge 6 – Die Bodenplatte [Video]

Von , 9. Januar 2016

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Zeitraum KW3/2015

Bereits eine Woche nach den vorbereitenden Erdarbeiten war der Termin für die Herstellung der Bodenplatte gekommen. Das hob unsere Aufregung auf das nächste Level, wurde doch zum ersten Mal auf unserem Grund und Boden etwas Neues geschaffen. Zuerst wurde vom Vermesser eine Art kleines Gerüst gesetzt, an dem sich die Zimmerer für die Schalung orientierten. Die Position des Hauses sollte natürlich in allen drei Dimensionen zentimetergenau stimmen. Anschließend wurde mit einem kleinen Bagger der Mehrspartenanschluss eingesetzt, durch den später die Leitungen für Frischwasser, Telefon und Strom gelegt wurden. So erspart man sich Kernbohrungen und Abdichtungen für die Anschlüsse.

Nachdem die Schalung für den Beton stand, wurde mit dem Verlegen der Dämmung begonnen. Da wir ein energiesparendes KfW55 Haus bekommen sollten, war dies notwendig. Auf die Schaumglasplatten kam als nächstes die Bewehrung, also mehrere Schichten Stahlmatten, die aus dem Beton stabilen Stahlbeton machen. Hier hat Petershaus wirklich nicht gespart, ich könnte also vermutlich später noch ein paar Geschosse mehr oben drauf setzen, falls wir mal ein Hotel eröffnen sollten. ;-)

Nach drei Tagen waren alle mechanischen Arbeiten erledigt, es fehlte nur noch der Beton als “Lückenfüller”. So kam ein Betonmischer nach dem anderen und füllte seinen Inhalt schrittweise in die Betonbombe, welche am Kran hängend ihren Inhalt auf die Bewehrung entlud. Zum Schluss wurde alles mit einer Folie abgedeckt und durfte ein paar Tage ruhen. Sonntags trauten wir uns dann, erste Schritte auf dem künftigen Boden des Hauses zu machen. Das war ein sehr schöner Moment und zeigte uns ein erstes genaueres Bild von den Abmessungen des Hauses. Wie viele Bauherren vor uns dachten wir sofort:

Auf diese kleine Fläche sollen alle unsere Möbel passen?!?

Ich möchte vorwegnehmen, dass wir – wie vermutlich alle Bauherren vor uns – mittlerweile eines Besseren belehrt sind. Unser Haus wirkt nun riesig, und wir haben tatsächlich zu wenig Möbel! :-D Folgend wieder ein Video von die Phase der Bodenplattenherstellung:

Für die Bewegtbildmuffel unter euch gibts natürlich auch ein paar Bilder:

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Den Mehrspartenanschluss musste ich bei den Stadtwerken Wuppertal abholen und zur Bodenplattenherstellung bereitstellen.

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Es passiert richtig was! Dämmung wird unter die Bodenplatte gelegt, die Feinabsteckung wird gemacht, der Stahl für den Beton wird geliefert!

Petershaus_Baublog_6_Bewehrung_Stahlmatten

Ohne Ende Stahl!!!

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Für das Schnurgerüst / die Feinansteckung!

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Graben für die Ausführung der Hausanschlüsse!

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Für die Ausschachtung für den Mehrspartenanschluss reicht ein Minibagger. :-)

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Die Dämmung für die Bodenplatte ist fast fertig.

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Die Bewehrung der Bodenplatte ist fertig.

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Das Gießen geht los, also Beton in die Betonbombe!

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Der Inhalt wird auf die Bewehrung abgeladen.

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Mit der Garage wurde angefangen.

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Richtiges Verteilen ist wichtig!

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Damit der Beton am Ende schön glatt ist, wird er geglättet.

Petershaus_Baublog_6_Bodenplatte_giessen

Zwei Fuhren Beton sind hier verbaut, es folgten noch drei weitere!

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Vogelperspektive vom Kran aus – so schön ist fliegen!

Petershaus_Baublog_6_Beton_glatt

Die Bodenplatte ist fertig, und die Oberfläche ist schön glatt.

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Für die Nacht wird der Beton schön zugedeckt.

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Der erste Schritt der Bauherrin auf die Bodenplatte!

Petershaus_Baublog_6_Freude_Bodenplatte_fertig

Mensch, was haben wir uns gefreut!

Petershaus_Baublog_6_Bodenplatte_fertig

Der Grundriss des Hauses ist nun prima zu erkennen.

Petershaus_Baublog_6_Bauherrschaft

Glückliche Bauherren mit den ersten Schritten auf der Basis für das neue Haus!

DanZei Jahresrückblick 2015 und Ausblick auf 2016 [Video]

Von , 1. Januar 2016

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Frohes Neues!!!

War jemals ein Jahr so schnell vorbei wie das Jahr 2015? Für uns nicht! Wenn das so weiter geht, ist die Rente näher, als ich dachte. Jedenfalls ist es wieder an der Zeit für einen Blick zurück und natürlich auch nach vorne. Das vergangene Jahr war, wie vermutet, dominiert durch unseren Hausbau und den anschließenden Umzug. Es war eine sehr spannende Zeit, aber auch sehr anstrengend. Wer schon mal gebaut hat, weiß, wovon ich rede. Wir sind mit dem Ergebnis jedenfalls unbeschreiblich glücklich und zufrieden, vor allem aber sind wir stolz darauf, was wir uns da erarbeitet haben.

Angekündigt hatte ich beim letzten Jahresrückblick einen Einblick in unser Bauvorhaben, was ich zumindest in Ansätzen auch einhalten konnte. Wie die mangelnden Fortschritte bei meinen App-Entwicklungen ist aber auch dieses Thema bisher deutlich zu kurz gekommen. Das liegt in der Hauptsache an einer umfangreichen und unerwarteten Belastung als Vorstandsvorsitzender des Vereins für ein seilbahnfreies Wuppertal. Kurz nach Beginn unseres Hausbau präsentierten tatsächlich die Stadtwerke Pläne, eine urbane Seilbahn als ÖPNV-Mittel direkt 10m über unser Haus hinweg zu bauen. Der eine oder andere mag sich bei diesem Gedanken ungläubig die Augen reiben, es ist aber in der Tat kein vorgezogener Aprilscherz. Die Gondeln sind busgleich, fassen bis zu 35 Personen und würden im Abstand von 30 Sekunden über unsere Terrasse hinweg schweben. Ich möchte nicht, dass dieses Thema das Blog dominiert, daher nur kurz die Gründe, warum die aktuelle Planung eine unfassbar dumme Idee ist, und weshalb meine Kollegen und ich uns so engagieren:

  • Ausdünnung der Busse / Schwächung des ÖPNV / Zunahme PKW-Verkehr
  • P+R-Konzept nicht überzeugend
  • ein ökologischer Vorteil ist nicht erkennbar / hoher Energieverbrauch bei insgesamt geringer Auslastung
  • Studentenauslastung nur zu Stoßzeiten, dann Überlastung der Seilbahn, gleichzeitig fährt die Seilbahn 3,8 km leer zurück zum Hbf
  • Studenten mit PKW steigen nicht am Küllenhahn um (Drive-In Uni)
  • Quelle Hatzenbecker Bach wird zubetoniert
  • Finanzierbarkeit: 90% Zuschuss sehr ungewiss, Stadt/WSW pleite, bleiben auf Mehrkosten sitzen
  • Seilbahn-Hersteller sehen für Seilbahnen über dicht bewohntem Gebiet in Mitteleuropa keine Chance
  • die Stationen und Stützen stören massiv das Stadtbild
  • Anwohner Cronenberger-/Ravensberger-Str. und Umgebung können Seilbahn nicht nutzen
  • Verletzung von Eigentumsrechten / Wertverlust
  • Störung Privatsphäre insbesondere auch von Kleingärten und Kindergärten

Mehr Details und Argumente dürfen gerne auf der Webseite des Vereins nachgelesen werden: Seilbahnfreies Wuppertal e.V.

Wie viele Besucher konnte ich mit dem Blog aber dennoch in 2015 anlocken? Der Gesamtzähler steht heute auf 826.000, was für die letzten 12 Monate also 210.000 Besucher bedeutet. Nach wie vor eine gute Leistung für lediglich 16 neue Artikel. Danke an dieser Stelle auch nochmal an meine Gastautoren Claudia, Michael und meine Frau Danica für ihre Gastartikel in 2015!
Aber auch im YouTube-Kanal hat sich etwas bewegt, dank der sieben neuen Videos. Allerdings ist auch in 2015 das meist gesehene Video der zwei Jahre alte Mitschnitt meiner Probefahrt mit dem Tesla Model S.

An der Energiewende-Front kann ich berichten, dass ich unglaubliche 7,8MWh Strom zwischen April und Dezember 2015 erzeugen konnte! Das macht zwar (mangels Haus-Akku) derzeit lediglich einen Autarkiegrad von 26%, allerdings sind hier auch wochenlanges Trocknen unseres Neubaus mittels Bautrockner enthalten. Ich bin gespannt, wie die Zahlen im ersten kompletten und vor allem normalen Verbrauchsjahr aussehen werden. Hoffentlich wird 2016 auch wieder so sonnenreich wie 2015. :-D

Was werden die kommenden 12 Monate für DanZei bringen? In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich das Baublog fleißig befüllen und abschließen. Wie viel Zeit ich dann noch für Themen der Elektromobilität und für meine iPhone Apps haben werde, wird sich anhand der Aufwände im Kampf gegen die Wuppertaler Seilbahn zeigen. Daher möchte ich an dieser Stelle nichts versprechen. Besonders freue ich mich aber jetzt schon auf die Präsentation des Tesla Model 3 in rund drei Monaten. Das wird ganz besonders spannend!

Zum Abschluss wie “immer” ein Video des Feuerwerks über Wuppertal mit Blick auf den Stadteil Elberfeld:

Unser Petershaus Folge 5 – Die Erdarbeiten [Video]

Von , 18. November 2015

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Zeitraum KW2/2015

Neues Jahr, neues Glück! Pünktlich zum Jahresanfang begannen die eigentlichen Bauarbeiten – endlich! Schon der Anblick des Baggers, der einen Tag zuvor angeliefert wurde, löste bei uns Glücksgefühle aus. Man verzeihe uns die Euphorie über derlei Banalitäten, aber die Wartezeit war einfach unerträglich lang! Dieser Tatsache ist dann auch geschuldet, dass ich mir tatsächlich einige Tage frei nahm, um die Erdarbeiten zu zelebrieren, alles zu beobachten und vor allem zu fotografieren und zu filmen. Ist es nicht ohnehin die schönste Beschäftigung, anderen beim Arbeiten zuzusehen? Der Baggerfahrer (Erdbauer Frank Mehren) war ausserdem wirklich nett und wurde von mir zum coolster Baggerfahrer aller Zeiten ernannt.

Meine Schwiegereltern kamen überraschend zum Spatenstich mit einem Spaten vorbei. Gemein war, dass der Bagger schon zu Gange war und die oberste Schicht des Bodens bereits abgetragen hatte. Wir bekamen den Spaten kaum in das steinige Erdreich, aber allein die Symbolik zählt! :-)

Es musste enorm viel Erde (ca. 600 cbm) bewegt werden, um die Gründung für die Bodenplatte vorzubereiten. Es wurde etwa 1,50m ausgekoffert und anschließend 60cm wieder mit Kalksandstein verfüllt und verdichtet. Alleine dafür kamen 13 Ladungen Material per Sattelschlepper! Der Aushub wurde temporär im hinteren Teil des Grundstückes gelagert, was im Nachhinein ein absoluter Fehler war. Grund war das zu dem Zeitpunkt fehlende Ergebnis der Bodenanalyse. Ohne die Klassifizierung des Aushubs ist eine Entsorgung legal nicht möglich. Allen angehenden Bauherren sei an der Stelle empfohlen, eine Bodenanalyse rechtzeitig erstellen zu lassen, damit der Aushub direkt aufgeladen und entsorgt werden kann. Wir mussten die Erde so zweimal “anfassen” und – da das Haus später dann schon im Weg war – über das Nachbargrundstück abfahren.

Nach dem schichtweisen Verdichten kam ein Geologe vorbei, der die Druckfestigkeit der verdichteten Fläche überprüfte. Hier lagen wir 30% über dem geforderten Wert, was mich hoffen ließ, dass keine nennenswerten Setzungen durch die spätere Last des Hauses erfolgen würden. Nachdem es in den letzten drei Artikeln mangels Material kein Video gab, hier ein kurzes Video mit (hoffentlich) interessanten Szenen:

Folgend noch aus dieser Woche diverse Bilder mit weiteren Kurzinfos in den Bildbeschreibungen:

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Als wir am Grundstück ankamen, war der Bagger bereits bei der Arbeit. Definitiv der schönste Bagger und tollste Dreckhaufen der Welt!!! ;-)

Spatenstich

Spatenstich!!!

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Einfach ein Bagger-Portrait.

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Nach einer zweistündigen Mittagspause haben wir unser Grundstück nicht mehr wiedererkannt.

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“Die Kippe” von hinten – man achte auf den “kleinen” Baggerfahrer hinten…

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Perspektive vom Erdhügel, wie einer von 13 Sattelzügen das Steingut bringt.

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Schotter, verdichten, Schotter, verdichten, Schotter, verdichten, …

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Am Nachmittag durfte die GoPro mal auf dem Bagger mitfahren, quasi Ego-Bagger-Perspektive.

Lasermessung

Feinarbeit, die Höhe muss stimmen!

Drucktest

Messung der Druckfestigkeit – wir liegen 30% über dem nötigen Wert, also alles prima!

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Diese Ebene wird später mal unsere Terrasse. Da sieht man, dass der Schutt hier aufhört, ab der Terrasse haben wir tatsächlich Schiefer im Boden, was etwas preiswerter zu entsorgen ist!

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Schön platt gedrückt durch die Rüttelplatte – das sollte das Haus tragen können!

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Da wir eine Dämmung unter das Haus bekommen haben, wurde auf die Kalk-Sandstein-Schicht eine Lage Sand aufgebracht – die Erdarbeiten für die Bodenplatte waren damit abgeschlossen! Und das Klo wurde ebenfalls gebracht!

Erfahrungsbericht eines Gewerbebetriebes mit dem Nissan e-NV200

Von , 17. November 2015

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Die Facebook-Seite W-EMOBIL100 ist eine meiner Lieblingsinformationsquellen, wenn es um Nachrichten, Alltagsberichte und Diskussionen rund um die Elektromobilität geht. Schließlich wurde ich durch diese Wuppertaler Initiative “Opfer” des Elektroautos, was ich trotz einiger mittlerweile weitgehend ausgeräumter Stolpersteine nie bereut habe. Diese Woche stieß ich auf einen praxisnahen und sachlichen Erfahrungsbericht von Stefan Kirschner von der Emil Schmidt GmbH aus Solingen. Er besticht durch echte Alltagserfahrung eines Gewerbebetriebes (Werkzeug für das Bäckerhandwerk) mit der Elektromobilität und bleibt trotz aller Begeisterung auch bei den Schattenseiten ehrlich.

Da ich gerne immer wieder mal Gastartikel veröffentliche, schrieb ich Stefan sofort an, ob er mit einer Veröffentlichung in meinem Blog einverstanden ist. Ich freue mich sehr, dass er nichts dagegen hatte, danke ihm recht herzlich und entlasse euch nun in seinen sehr lesenswerten Bericht:

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Unser erstes Jahr mit dem E-Mobil – ein Resumée

Ein Jahr ist „Elmo“ (ELektroMObil) jetzt bei uns. 2014 haben auch wir uns mit dem E-Mobilitäts-Fieber angesteckt – nicht zuletzt dank der Beratungen eines bekannten Hildener Großbäckers und bekennenden E-Mobilisten. Nach ein paar Wochen Recherche und einer Testfahrt war der richtige Kandidat gefunden, um unseren alternden Diesel-Transporter zu ersetzen. Der Nissan e-NV200 erschien uns als vollwertiger Lieferwagen mit ausreichend Zuladung, großem Laderaum und ein paar praktischen Helferlein (2 Schiebetüren, Verzurrösen etc.).

In dem einen Jahr haben wir über 4.500 km mit „Elmo“ abgerissen – und das fast ausschließlich im Stadtgebiet. Für einen Lieferwagen bietet er guten Komfort und er wird von allen gern gefahren. Der leise und spritzige Antrieb schlägt den alten Träcker-Diesel des Vorgänger-Transporters locker, den vermisst niemand mehr. Das Aufladen des Akkus ist absolut problemlos. Aufgrund des lokalen Einsatzes haben wir unseren Nissan bislang ausschließlich an unserer firmeneigenen Wallbox aufgeladen. Von einer Test-Chademo-Ladung beim o.g. Bäckereibetrieb abgesehen. Bei uns dauert so ein Vorgang im Schnitt 3 Stunden je nach Rest-Ladezustand des Akkus (meistens laden wir bei ca. 20% Rest-Akku) und wir kommen mit durchschnittlich 2 Ladevorgängen pro Woche aus.

Was wir in diesem einen Jahr festgestellt haben: die praktische Durchführung der E-Mobilität ist eine sehr komplexe und emotionale Angelegenheit. Dazu ein paar Ausführungen:

Als E-Mobilist steht man immer im Mittelpunkt.

Ob Fußgänger, die interessiert die Aufschrift auf unserem parkenden Nissan lesen oder dem lautlosen Anfahren „lauschen“ oder Lieferanten, denen man jede Frage gern beantwortet – das Interesse und der Beratungsbedarf sind hoch! Klar ist da auch manch blöder Spruch dabei. „Kommen Sie denn voll beladen überhaupt nach Hause?“ oder „Schafft der das überhaupt?“ sind wohl die häufigsten. Aber spätestens beim Antritt oder bei Erwähnung der eingesparten Kosten verstummen die meisten Kritiker. Und mal ehrlich, wir EMobilisten informieren doch gerne!

Das Problem mit der Reichweite…

Diesbezüglich sind wir ganz ehrlich etwas enttäuscht! Gut, dass die im Katalog angegebenen 165 km maximale Reichweite genauso gepfuscht sind wie der Normverbrauch eines Verbrenners, war uns klar. Aber die Erfahrungswerte des ersten Jahres sind ernüchternd. Maximale angezeigte Reichweite bei frisch aufgeladener Batterie: 138 km. Im Schnitt eher zwischen 100 und 110 km. Bei eingeschalteter Heizung/Klimaanlage und im Eco-Modus. Durchschnittlich tatsächlich gefahrene Strecke mit einer Ladung ( bis Restladung 20% der Batterie): 60 km. Das bedeutet eine erhebliche Differenz zwischen der angezeigten Reichweite und der tatsächlich gefahrenen Strecke. Für 10 gefahrene Kilometer schrumpft die Anzeige um teils mehr als 20 km. Das finden wir nicht akzeptabel und das dürfte Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein, die ein E-Mobil für den privaten Gebrauch aufgrund der Reichweite ablehnen. Die Reichweitenanzeige im BMW i3 oder auch im e-Golf erschien uns bei Testfahrten da deutlich zuverlässiger. Allerdings fallen uns für diese Situation 3 mögliche Begründungen ein:

  1. Die Aerodynamik des Lieferwagens: Verglichen mit der Limousinenform eines Teslas oderauch eines e-Golfs ist die Karosserie des Lieferwagens aerodynamisch ungünstig. Vom Luftwiederstand wird hier die Reichweite nicht profitieren.
  2. Beladung: Die maximal mögliche Zuladung des e-NV200 beträgt ca. 600 kg. Voll ausgenutzt haben wir diese Zuladung bislang nicht, unsere höchste Zuladung betrug ca. 450 kg. Trotzdem hat ein Lieferwagen in der Regel natürlich mehr Gewicht an Bord als ein PKW. Auch das mag sich ungünstig auf die Reichweite auswirken.
  3. Solingens Topographie: Die Stadt Solingen liegt verteilt auf Hügeln und Tälern. Sobald man einen Berg herunter gefahren und durch Rekuperation wertvolle Kilometer auf der Anzeige gewonnen hat, muss man den nächsten Berg mit durchgetretenem Gaspedal schon wieder herauf. Die frisch gewonnene Reichweite verpufft sofort wieder.

Unser Fazit:

Für uns ist die E-Mobilität ein unverzichtbarer Schritt in eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft und Firmenpolitik. „Elmo“ hat uns trotz der Reichweiten-Schwäche für den regionalen Fahrbetrieb überzeugt. Einen reinen Verbrenner anzuschaffen kommt für unseren Fuhrpark in Zukunft nicht mehr in Frage. Ziel ist es nun, nach Ablauf der Verträge unserer vorhandenen Dienstfahrzeuge, den gesamten Fuhrpark auf Plug-In-Hybride oder besser noch reine E-Mobile umzustellen. Das eine Jahr in der Praxis hat uns die Komplexität des Themas bewusst gemacht und uns eins gezeigt: noch ist die E-Mobilität etwas für Idealisten und Firmen. Nach unseren Erfahrungen mit der Reichweite in topographisch ungünstigem Gebiet und den leider noch immer viel zu hohen Anschaffungspreisen der Elektroautos im Vergleich zu den Verbrennern, ist das Thema für den Privatmann durchaus kritisch zu betrachten. Um ungehindert und jederzeit nach Bedarf laden zu können, braucht man eine eigene Ladesäule Zuhause oder am Arbeitsplatz – dort wo das Auto am längsten steht. Um wirklich umweltfreundlich unterwegs zu sein, braucht es dazu auch Ökostrom, idealerweise von der eigenen Photovoltaik-Anlage. Hat man diese Möglichkeiten z.B. aufgrund einer Mietwohnung nicht, kann das in Verbindung mit der in der Realität teils recht geringen Reichweite und der in Deutschland rudimentär entwickelten Ladeinfrastruktur zum Hindernis werden. Die momentan vielversprechendste Zielgruppe für die E-Mobilität sind Firmen: Genug Platz und Kapital für die Investition in eine Wallbox oder bestenfalls sogar eine Solaranlage, der hohe Anschaffungspreis des Autos stört aufgrund dieses Kapitals oder Leasingraten für Dienstwagen weniger und ein elektrischer Fuhrpark senkt die Kosten für Wartung, Reparaturen, Versicherungen und Kfz-Steuern deutlich. Mittelständische Unternehmen wie wir, Handwerksbetriebe oder Pflegedienste, die sich i.d.R. nicht weit von ihrem Standort entfernen, hauptsächlich Kurzstrecken fahren und mehrmals täglich an ihre Basis zurückkehren, sind prädestiniert für den Umstieg auf Elektroautos. Zumindest solange, bis die Reichweiten der angebotenen Elektroautos deutlich steigen und die Preise sinken – sodass auch der Privatmann nicht mehr an der Überlegung vorbei kommt.

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Unsere Elektroautos und die Photovoltaikanlage gehen Hand in Hand

Von , 10. November 2015

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Oft hört man, Elektroautos liegen als Zweitwagen im Trend. Meiner Meinung nach geht der Trend eher zum zweiten Elektroauto. Hat man dann auch noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, ist das eine Win-Win-Win-Situation. Gut für die Umwelt, gut für den Fahrspaß und gut für die eigene Geldbörse!

Kaum waren wir in unser neues Haus eingezogen, hat uns die Energieagentur NRW mit einem Kamerateam besucht. Über die sozialen Medien war diese auf unser Bauprojekt aufmerksam geworden, in dem wir unsere ganz persönliche Energiewende verwirklicht haben. Auf dem Dach ist eine 9,4kWp Photovoltaikanlage, welche den Strom für unsere beiden Elektroautos, den Haushalt und die Heizung produziert. Letztere ist eine Erdwärmepumpe, welche über eine 150m tiefe Bohrung die Wärme für unser Niedrigenergiehaus erzeugt.

Zum Zeitpunkt der Sendungsaufzeichnung hatten wir innerhalb von fünf Monaten bereits 5MWh Strom auf dem Hausdach produziert. Aus denen sind mittlerweile ca. 7,5MWh geworden, und es sind noch etwa drei Monate, bis das erste Jahr Stromerzeugung rum ist. Die erwarteten 8MWh/Jahr werden wir also höchstwahrscheinlich deutlich übertreffen! Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn man an einem sonnigen Tag den Strom direkt in die Autos laden und am nächsten Tag mit reiner Sonnenenergie zur Arbeit düsen kann. Bilanziell produzieren wir im Jahr soviel Strom, wie das Haus, die Heizung und die beiden Elektroautos zusammen benötigen. Sobald die Hausakkus bezahlbar sind, werden wir nachrüsten und damit unsere Eigenverbrauchsquote von heute ca. 40% deutlich auf bis zu 80% erhöhen.

Mit den beiden Elektroautos sind meine Frau und ich nun in drei Jahren bereits insgesamt 55.000km gefahren und haben es keine Sekunde bereut. Soviel Fahrspaß bietet kein anderes (klassengleiches) Fahrzeug mit konventionellem Antrieb. Zudem sind die Unterhaltskosten extrem niedrig, und man schont dabei die wertvolle Umwelt. Dies nicht nur global gesehen, sondern auch lokal in der Großstadt: Kein Feinstaub, kein CO2, keine Stickoxide, kein Smog!

Folgend nun der Film von der Energieagentur. Die Dreharbeiten bei über 35 Grad Hitze waren zwar anstrengend, haben aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann eine Folge 2, schließlich hat unser Projekt mit SmartHome, LED-Beleuchtung und der Ökobauweise des Hauses noch mehr zu bieten. :-)

3x Elektrisch in Größe S, M oder L – Welches ist das beste E-Auto?

Von , 28. September 2015

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Welches ist das beste Elektroauto … für mich?  Nach inzwischen fast drei Jahren rein elektrischen Fahrens haben sowohl der Smart ED als auch der BMW i3 (mit REX) mich so überzeugt, dass ich keinen Verbrenner mehr besitzen möchte und selbst die Langstrecke in den Urlaub rein elektrisch stressfrei zur Routine geworden ist. Der Rex im i3 ist in meinem Alltag überflüssig geworden und ich habe ihn in fast zwei Jahren auf 20.000km genau für 30km genutzt. Er hat inzwischen nur noch psychologische Funktion gegen die – meist unbegründete – Reichweitenangst.

Aber könnte mit dem “besten Auto der Welt” nicht alles noch besser werden? Um das herauszufinden, hatte ich über die Carsharing-Platform Ruhrauto-e  ein Model S 85 (die Version ohne Dualdrive) für ein verlängertes Wochenende reserviert. Fast jedes  auf dem Markt aktuell erhältliche Elektroauto kann man übrigens dort ausleihen und ausgiebig testen. Das kann ich jedem, der Elektromobilität erleben möchte nur empfehlen. So kann man so in seinem individuellen Alltag verschiedene Fahrzeuge erproben, was bei der Entscheidung hilfreicher ist, als eine kurze – möglicherweise begleitete – Testfahrt beim Händler.

Nach drei überwiegend sehr zufriedenen Jahren mit  Smart ED und dem BMW i3 war ich gespannt, wie sich wohl ein Tesla Model S im Vergleich zu den beiden anderen im Alltag für mich bewähren würde. Es geht hier nicht darum, Smart ED, BMW i3, Tesla Model S 85 gegeneinander zu vergleichen. Das wäre unfair und so, wie Erbsen mit Birnen zu vergleichen. Es geht mir vielmehr darum zu sehen, welches Auto für meinen Alltag am besten passen würde und ob z.B. statt des i3 ein Model S für mich besser geeignet wäre.

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In Wuppertal stieg ich vom i3 in den Tesla um und nach persönlicher Übergabe mit kurzer Einweisung ging es dann los. Neben der schieren Größe (besonders wenn man  vom i3 oder Smart wechselt) beeindruckte es mich, in ein Elektroauto einzusteigen, bei dem zu Beginn fantastisch anmutende 400km Restreichweite angezeigt werden. Daran war ich nicht gewöhnt. Auch der riesige Touchscreen in der Mitte und das Tachodisplay punkteten positiv und unterscheiden sich von allen anderen Autos auf den ersten Blick. Die Bedienung ging damit überraschend gut, auch wenn ich manche Funktion erstmal suchen musste, da dedizierte Knöpfe für viele Funktionen zu Gunsten von “Softbuttons” auf dem Touchscreen fehlen. Das ermögliche natürlich mit Softwareupdates, die es bei Tesla regelmäßig gibt, auch völlig neue Funktionen ins Auto nachzurüsten, für die initial kein Knopf vorgesehen war. Solche Updates suche ich bei Smart und BMW vergeblich. Selbst Updates des Navigationssystems sind bei den beiden deutschen Autos nicht selbstverständlich oder gar automatisch und erfordern meist kostenträchtige Werkstattbesuche.

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Im Innenraum war ich insgesamt etwas enttäuscht, denn er war verhältnismäßig schlicht und in der Anmutung und auch der Präzision der Verarbeitung  nicht so solide und gediegen wie im i3. Und selbst mein Smart mit seinen farbig-roten Stoffbespannungen hatte irgendwie mehr Flair. Bevor mich alle Teslafahrer jetzt steinigen: Die Ausstattung und Verarbeitung im Tesla ist schon ok, aber eben nicht soviel besser als im Smart oder i3, wie ich es anhand des wesentliche höheren Preises und der gehoben Fahrzeugklasse erwartet hätte. Etwas verwundert war ich, wegen der wenigen Ablagefächer, auch wenn ich das gut versteckte elektrisch öffnende Handschuhfach noch gefunden hatte, suchte ich Flaschenhalter oder praktische Fächer vergeblich, wie ich sie aus meinen beiden anderen Fahrzeugen lieben gelernt hatte. Ein schöner Mehrwert sind die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe und die sich automatisch versenkenden Türgriffe sowie der Platz im “Frunk”.

Spätestens nach dem ersten Kontakt mit dem Gaspedal aber wusste ich, was mit dem “Teslagrinsen” gemeint ist. Selbst wenn man das hohe Drehmoment und die  geräuschlos brachiale Kraft von Elektromotoren schon kennt, zieht einem die Beschleunigung des Tesla Model S unwillkürlich die Mundwinkel nach oben, wo sie dann erstmal auch bleiben. Und das war noch nicht das Model mit Dualdrive und “Ludicrous-Mode” sondern “nur” das ältere S85 Modell ohne “D”. Aber selbst diese Beschleunigung braucht man im Alltag nicht wirklich. Ich zumindest nicht. Aber schön ist es schon.

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E-Mobil Frühstück zu Beginn der Etappe bei “Ihr Bäcker Schüren” in Hilden

Während des Testwochenendes fuhr ich meinen normalen Weg zur Arbeit (incl. Parkhaus), natürlich auch ein Abstecher zum E-Mobil Frühstück beim besten Bäcker am Ladepark Hilden und dann eine Tour in die Niederlande bei schönstem Wetter mit Zwischenladung am Supercharger Zevenaar.

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Supercharger Zevenaar

Am Abend endete unsere Tour nach ungefähr 600km am Supercharger Kamen mit einem leckeren Essen in Connies Diner.

Auf der Autobahn war der Tesla voll in seinem Element und überaus angenehm zu fahren. Schon lustig, dass ausgerechnet ein Auto aus einem Land mit harten Tempolimits auf den Highways, sich auf deutschen Autobahnen am besten fährt. Die brachiale Beschleunigung hörte nicht bei 100km/h auf, sondern bis 205km/h war immer mehr als genug Kraft und Drehmoment für Überholvorgänge vorhanden. Allerdings ist das Fahren mit 205km/h durchaus anstrengend und nichts für mich auf längeren Strecken, da zu ermüdend. Beim Smart ED hingegen ist ab 100km/h die Beschleunigung äußerst verhalten. Beim i3 ist ab 130 die Beschleunigung schon weniger reduziert aber bei 160km/h dann endgültig Schluss. Bei allen drei Autos ist es gleichermaßen leise trotz deutlich höherer Beschleunigung gegenüber den gleichklassigen Verbrennern. Es ist schön, so ohne Motorgedröhne. Nur Wind- und Rollgeräusche untermalen das stille Dahingleiten. Beim Tesla allerdings dröhnte am Supercharger draußen der Lüfter enorm unter der Motorhaube, nachdem wir ihn auf der Autobahn schon ein wenig gequält hatten. So leise der Tesla im Antrieb war, so laut war er am Supercharger (es war allerdings auch mit 30°C ziemlich heiß). Das unkomplizierte Schnellladen am Supercharger war aber trotzdem ein absolutes Highlight. Zum Einen wie einfach das Laden war, wenn man den Ladekartenhickhack für andere E-Mobile gewöhnt ist. Hier: Stecker rein- fertig. Zum Anderen beeindruckte natürlich die Ladegeschwindigkeit. Was dabei die Transformatoren am Supercharger leisteten und hinten an Hitze herausdrückten, hat mir unwillkürlich Ideen zur Nutzung als Fernwärme in den Kopf steigen lassen.

So angenehm und entspannt die Autobahnfahrt war, so schrecklich war es für mich mit dem Tesla im Parkhaus. Das Manövrieren in der Enge war unangenehm, trotz Abstandssensoren. Das war an unserer Einfahrt zuhause zwischen zwei Mauerpfosten ähnlich. Die Enge fühlte sich dramatischer an, als sie tatsächlich war. Natürlich auch, da ich i3 und Smart gewohnt bin, reichte hier die Zeit für die Gewöhnung nicht aus. Das wird aber sicher besser, wenn man länger mit dem Tesla unterwegs ist und sich mit den Abmessungen vertraut gemacht hat.

Übersicht: Vergleich Smart ED, BMW i3 (Rex) , Tesla Model S85

Übersicht: Vergleich Smart ED, BMW i3 (Rex) , Tesla Model S85

Für mich war es ein interessantes Experiment. Und wie so oft ist die Frage nach DEM bestem Elektroauto nicht so einfach zu beantworten. Es kommt darauf an, für wen und wofür. In der Stadt möchte ich meinen Smart ED nicht missen. Wenn ich mehr als zwei Personen oder mehr Gepäck transportieren muss, reicht mir der BMW i3 auch. Auf der Langstrecke und für die Autobahn ist der Tesla sicher mein Favorit. Ich kann alle verstehen, die sagen, er sei das beste Auto der Welt. Ich denke, er ist auf jeden Fall nah dran. Absolut ist der Preis des Tesla sicher hoch, aber relativ im Preisleistungsverhältnis m.E. besser als der i3.  Für mich wäre das ideale Auto so kompakt wie ein I3 mit der Reichweite und der Ladeinfrastruktur und Lade-Kompatibilität des Tesla zum Preis eines Smart ED. Das wird es wohl auf lange Sicht so nicht geben. Für das erste würde mein i3 schon viel an Langstreckenkomfort gewinnen, wenn an den Autobahnen die lange versprochene CCS-Schnellladung endlich verfügbar wäre, so wie die Niederlande das mit Fastned schon länger vormachen.

Am Ende fiel es mir schon schwer, den Tesla wieder abgeben zu müssen. Aber das kommende Tesla Model 3 werde ich sehr aufmerksam beobachten.  BMW und Daimler müssen sich schon mehr als bisher anstrengen, wenn ich nach meinem BMW i3 und Smart ED wieder ein deutsches Elektroauto kaufen soll. So wie es bisher aussieht, würde ich derzeit eher ein Tesla Model 3  vorziehen, selbst wenn offiziell noch wenig darüber bekannt ist.  Aber dieses wenige reicht, um zu zeigen, dass die deutschen Autobauer mehr tun müssen, um nicht sehr bald bei der Elektromobilität hinten anzustehen.

 


Disclaimer:

Falls einige Teslafahrer, die dies lesen möglicherweise manches anders sehen oder Ihr Model S geschmälert sehen: Es geht hier um die Beurteilung des Tesla Model S in meinem persönlichen Alltag und für meinen Anwendungsfall. Wenn ich hier also gelegentlich Kritik am Tesla übe, heisst das nicht, dass ich nicht trotzdem der Meinung bin, dass das Model S unbestritten das derzeit beste käufliche Serien-Elektroauto ist. Das steht fest.

Also: Tesla macht  sehr viel richtig und fast alles besser als die deutsche Autoindustrie. Trotzdem gibt es auch am Model S Dinge, die man verbessern kann und sollte.

- Peace -

Unser Petershaus Folge 4 – Baugenehmigung und Grobabsteckung

Von , 24. September 2015

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Zeitraum Mai bis Dezember 2014

Nachdem in einem langwierigen Prozess ein Grundstück gefunden und gekauft, ein Bauunternehmen ausgewählt und beauftragt und der ideale Hausentwurf erarbeitet und als Bauantrag verschickt war, folgte eine lange Durststrecke der Tatenlosigkeit. Die Wartezeit auf die Baugenehmigung sollte laut Aussage des Bauamtes lediglich 4-6 Wochen betragen. Letztendlich wurden es dann auf den Tag drei lange Monate. Der ersehnte Brief lag pünktlich zum 24.12.2014 im Briefkasten, was so gesehen ein tolles Weihnachtsgeschenk war. :-)

Die Grobabsteckung wurde vom Vermesser vorbereitend für die Erdarbeiten Anfang Dezember gemacht. Diese benötigte der Erdbauer zur Orientierung wo der Aushub erfolgen musste. Wir konnten damit schon mal erahnen, wie der Umriss des Hauses auf dem Grundstück wirken könnte – es sah furchtbar klein aus!

Hoehenmarker

Die Höhenlage des späteren Fertigfussboden – 241,70m über Normal-Null

Grobabsteckung

Die Grobabsteckung einer Hausecke.

Wuppertal_Talblick

Der Blick über’s Tal

Grenzmarkierung

Die Grenzmarkierung, auch Grenzstein genannt.

Grundstueck_von_hinten

Der Blick aus dem hinteren Teil des Gartens Richtung Straße – hier fehlt noch was!!!

kleiner_Eindruck

“Das soll ein Meter sein?” – Rücksprung der Garage hinten…

Schneemann_Wuppertal_Waechter

Der Eiskrieger wacht über unserer Grundstück!

Glücklich über den Schneewachmann und den sichtbaren Fortschritt! WIR HABEN PFLÖCKE IM BODEN! *jubel*

Glücklich über den Schneewachmann und den sichtbaren Fortschritt! WIR HABEN PFLÖCKE IM BODEN! *jubel*

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