Lars Thomsen im Interview zur auto motor und sport Wette

Von , 1. September 2014

Vor wenig mehr als einer Woche traf sich eine geballte Elektroauto-Community und bewies den fehlenden Praxisbezug des Elektroauto-Reichweitentests der auto motor und sport. Auslöser war Lars Thomsen, der sogar bereit war seinen Tesla gegen die ams zu verwetten. Während des großen Events am Ladepark Hilden wurde mit ihm ein Interview per FaceTime durchgeführt. Dieses habe ich natürlich aufgezeichnet und nun ein nettes Video draus gemacht. Das Gespräch ist zwar auch im schönen Video von Michael enthalten, mir war es aber ein Anliegen, es im Gesamten, mit sauberem Ton (ohne Musik) und aufgehübscht durch einige Zwischenschnitte, zur Verfügung zu stellen. Ich habe es in YouTube mit CC (Creative Common License) eingestellt, so dass jeder das Video ausdrücklich für eigene Produktionen verwenden kann. Wer den Film in FullHD als MP4 haben möchte, kann mich gerne kontaktieren.

BMW i3 – beim Reichweitentest am Ladepark Kreuz Hilden

Von , 30. August 2014

TitelFür einen realen Reichweitentest trafen sich am 23.8.2014 organisiert vom TTF-Forum e.V. über 70 Elektrofahrzeuge am Ladepark Kreuz Hilden. Darüber hat Nino hier weiter unten schon berichtet. Mit 40 Testfahrern führten sehr unterschiedliche Fahrzeuge unter festgelegten Bedingungen Reichweitenfahrten durch, um die zuvor von einer Autozeitschrift veröffentlichten und realitätsfern niedrigen Reichweiten der dort getesteten Elektrofahrzeuge zu widerlegen. Ich durfte mit meinem i3 in der 90km/h Strecke dabei sein. Sowohl die große Teilnehmerzahl als auch die Ergebnisse zeigen, dass die Elektromobilität zunehmend eine ernst zu nehmende Rolle spielt. Neben den Berichten aus ZDF und WDR zu diesem Event, hier mein Videobericht aus der Teilnehmerperspektive inklusive des Live-Interviews mit Zukunfstforscher Lars Thomsen:

Auto, Motor und Sport schwänzt Elektroauto-Nachhilfestunde

Von , 26. August 2014

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Kennt ihr das? Ihr wollt eine Aufgabe schnell und einfach lösen und euch ist bereits nach der Hälfte des Weges klar: So wird das nix! Wer von euch hats neu gemacht und wer hat den Mist dann halt durchgezogen und gehofft, dass es niemandem (wichtigen) auffällt?! Manchmal gewinnt man in solchen Fällen und manchmal verliert man. So oder so ähnlich stelle ich mir die Situation vor, als man einigen Petrolheads bei der AMS (Auto, Motor und Sport) und dem TÜV Süd die Aufgabe gegeben hat, ein “Elektroauto Härtetest” durchzuführen. Sie haben den Test halt gemacht, katastrophal andere Ergebnisse erzielt, als Hersteller und Besitzer dieser Fahrzeuge an jeder Ecke im Internet bekunden und dennoch dran festgehalten. So kam man zum Beispiel für das Tesla Model S bei 120km/h auf eine maximale Reichweite von 184km. Tesla selbst wirbt bei dieser Geschwindigkeit auf der eigenen Webseite mit 358km und nur eine Google Suche weiter liest man von ähnlichen Erfahrungswerten der Besitzer.

Shit happens

Wie es inoffiziell heisst, hatten die Beteiligten wohl die Idee, die Autos nur teilweise im realen Leben zu bewegen und stattdessen bequem auf dem Rollenprüfstand laufen zu lassen. Danach noch fix ein bisschen mathematischen Hokuspokus dazu und fertig ist ein “toller” Artikel für die Ausgabe 16/2014. Dabei will ich nicht mal unterstellen, dass man damit den wertvollen Anzeigenkunden mit den fadenscheinigen Engagements in Sachen nachhaltiger Mobilitätszukunft einen Gefallen tun wollte. Ich glaube eher, dass man hier schlicht unprofessionell gearbeitet und den Point-of-No-Return gnadenlos vorbeiziehen lassen hat.

Die AMS-Redaktion kann einem schon leid tun. Bei schwindenden Auflagen in der Zeitungswelt, dürfte es immer schwerer fallen mit den sinkenden Budgets gute Arbeit zu leisten. Das ist leider symptomatisch für die ganze Branche und wir (das Internet) sind ein bisschen mit Schuld an der Kostenlos-Miserie. Aber manchmal ändern sich halt einfach die Zeiten, nicht nur bei der Art unserer Mobilität und der Plattform von Informationsverbreitung. Ganz besonders erschreckt hat mich nämlich, dass auch der Umgang mit Fehlern noch auf dem Niveau alter Zeiten liegt, in denen man am besten einfach alles totgeschwiegen hat. Anders ist mir das Verhalten der AMS nicht zu erklären, obwohl es eigentlich erstmal gut aussah, als der betreffende Redakteur die Wette von Lars Thomsen annahm, der ihm sein im nächsten Jahr durch Tesla zu lieferndes Model X (Wert 120.000€) anbot, wenn der Test in seinem Beisein auf echter Straße mit diesem Ausgang wiederholt werden kann. Die einzige Gegenleistung sollte sein, dass die AMS einen umfangreichen Widerruf veröffentlicht, falls sie die Wette verliert. Leider wurde diese scheinbar voreilige Zusage kurze Zeit später widerrufen und man bemühte sich um viele Sätze mit wenig Inhalt. Die Umstände des Tests und die genaue Vorgehensweise ließ sich die AMS leider nicht entlocken.

Wo viel Schatten, da auch viel Licht

Angestachelt vom beeindruckenden Wettversuch von Lars, blies der Tesla Fahrer und Freunde e.V. (TFF) zum Gegenangriff – und eine geballte Elektroauto-Szene folgte dem Ruf: Die AMS im Härtetest der Realität! So erschienen am Ladepark Hilden tatsächlich über 70 Elektroautos und noch mehr Personen aus weiten Teilen Deutschlands und sogar Nachbarländern und zeigten Flagge für eine nachhaltige Mobilität. Ein gut geplantes Prüfprogramm absolvierten schließlich fast 40 Fahrzeuge und bewiesen ausnahmslos, wie falsch die in der AMS veröffentlichten Werte waren. Ich möchte hier bewusst nicht auf die Details und Ergebnisse eingehen, da hat zum Beispiel E-Auto.TV bereits tolle Arbeit geleistet, deren Lektüre ich dringend empfehle. Soviel vorab: Es kam wie es kommen musste und die Teslas fuhren allesamt weitgehend identische Reichweiten im mittleren Bereich von ca. 360km bei 120km/h avisierter Geschwindigkeit.

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Natürlich reichte das aber nicht und so setzten einige Tesla-Fahrer noch einen drauf und versuchten mit geringerer Geschwindigkeit die 500km Marke zu knacken, die der Hersteller als theoretisches Maximal angibt. Als wäre es nicht genug, dass mehrere Tesla Fahrer diese Hürde spielend schafften, fuhren zwei von ihnen sogar bis nach Ostfriesland und knipsten ein Bild vom Deich aus und kamen ohne Zwischenladung auch wieder bis nach Hilden zurück. Den Rekord setzte Tubist88 mit 558 gefahrenen Kilometern und 10km Restreichweite!

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Nicht nur das Ergebnis des Gegenbeweises, sondern die gesamte Veranstaltung war wirklich der Hammer. Das war einer der besten Events die ich in den letzten 2 Jahren zum Thema Elektromobilität erlebt habe! Und ich bin bei so einigen großen Kalibern dabei gewesen. Super Organisation, viele nette Menschen mit tollen Gesprächen, top Verpflegung durch die Bäckerei Schüren, massenhaft Lademöglichkeiten für alle Teilnehmer, jeder hat (s)eine Rolle zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen und die Stimmung war regelrecht elektrisierend!!! Danke an Roland Schüren, danke an das TFF und danke an alle Helfer und Besucher! Wir alle müssen der Auto, Motor und Sport eigentlich sogar ein Stück dankbar sein, dieses Event indirekt angestoßen zu haben! ;-)

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Fazit

Den größten Fehler den die AMS allerdings gemacht hat war, dass sie sich trotz offizieller Einladung bei dieser großartigen Veranstaltung nicht blicken lassen haben. Es hätte deutlich Größe bewiesen, wenn sie bei dem Test mit Rat und Tat, oder zumindest mit detaillierter Auskunft über ihr eigenes Vorgehen, zur Verfügung gestanden hätten. Meiner Meinung nach hätte man sich neben dem Erscheinen von ZDF, WDR, Rheinische Post, Deutschlandfunk und diversen Online Portalen keinen Zacken aus der Krone gebrochen. Der nächste interessante Artikel in AMS Ausgabe 17/2014 wäre ihnen sicher gewesen! So haben sie die Viralität unterschätzt, die man heute im Internet erreichen kann und welche es sogar bis ins heute journal geschafft hat!

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Pressespiegel:

Den Pressespiegel werde ich noch nachträglich erweitern, sofern etwas dazu kommt. Radio Neandertal war zum Beispiel ebenso anwesend, hat aber noch nicht berichtet. Weiter arbeiten Ernesto Ruge von RuhrmobilE und ich an weiteren Zusammenstellungen von Fotos und Videos, welche dieses historische Event würdigen sollen!

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BMW i3 (4) … endlich wieder schneller laden

Von , 29. Juli 2014
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BMW Service Mobil mit Mobile Recharger Anhänger (Foto mit freundl. Genehmigung von mahagony)

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BMW Prospekt mit Übersicht der Ladedauer

Inzwischen sind auch die BMW-Service-Mobile zunehmend auf Elektroautos eingestellt. Bei Bedarf kommt das Service-Fahrzeug nämlich mit einem Anhänger, auf dem sich ein Ladeaggregat – der “Mobile-Recharger” – befindet. Das Foto dieses Gespanns, das ich zum Glück bisher nicht benötigt habe, hat mir freundlicherweise “mahogony” zur Verfügung gestellt. Das Servicemobil in meinem Fall, hatte noch keinen Mobile-Recharger dabei.

Nachdem sich bei unserem Tripp durch die Niederlande gezeigt hatte, dass unser i3 am Wechselstrom nur mit halber Kraft laden wollte, mussten wir erneut in kurzer Zeit zur BMW-Niederlassung, was uns inzwischen fast schon etwas peinlich war. Der sonst eigentlich immer sprichwörtlich “Freundliche” dort war an diesem Tag merklich weniger erfreut uns schon wieder zu sehen und wollte erst nicht so recht glauben, dass die “Komfortladung” immer noch nicht komfortabel war und meinte, die von uns gemessenen und auf drei A4 Seiten dokumentierten Ladezeiten seinen normal. Er gab uns als Beleg einen i3 Prospekt mit, in dem die Lademöglichkeiten des i3 und die zugehörige Ladedauer aufgeführt waren. Trotzdem kümmerte er sich bereitwillig um unser Problem.

Schnarchladung adee

Die versprochene Ladedauer von unter drei Stunden an 7.4kW Wechselstrom erreichten wir seit dem ersten Defekt bei weitem nicht! Trotzdem machte man sich in der Niederlassung flux ans Werk und verglich die Ladedauer unseres i3 mit der eines i3-Vorführwagens. Am nächsten Tag bekamen wir dann einen Anruf der Niederlassung, dass in der Tat ein Fehler in der Ladeelektronik vorliege. Nach dem Totalausfall unseres i3 hatte sich die Ladeelektronik (KLE) im “Transportmodus” aufgehängt und dies war nur durch eine Neuprogrammierung via Fernwartung aus München zu beheben. Beide im i3 verbauten Lader waren zum Glück, und entgegen meiner ersten Befürchtung, ohne Hardwaredefekt. Nach zwei Tagen konnten wir den i3 dann wieder aus der Niederlassung abholen und seither lädt er wie erwartet schnell (wenn auch der kleine Smart ED mit seinem 22kW Lader ihn am Wechselstrom ganz klar abhängt). Zur Illustration hier die Ladedauer an 7.4kW vorher und nachher.

langsames Laden im "Transportmodus"

langsames Laden im “Transportmodus”

Im “Transportmodus” benötigte der i3 fast doppelt so lang zum Laden. Zum Beispiel für die Ladung von 27% auf 43% eine Stunde (16%/h). Nach Behebung des Fehlers wurde in der gleichen Zeit von 39% auf 64% geladen. So sollte es eigentlich sein.

Komfort-Laden an 7.4kW, so sollte es sein

Komfort-Laden an 7.4kW, so sollte es sein

Netterweise erhielt ich kurz darauf eine Mail von BMW mit den technischen Details zu der Störung, die sicher noch als Nachklang zum Totalausfall unseres i3 zu sehen war. Welchen Sinn dieser “Transportmodus” eigentlich hat, erschließt sich mir nicht. Auch etwas ärgerlich, dass dies nicht bei der Reparatur des ersten Fehlers aufgefallen war. Das hätte beiden Seiten die jüngste Reklamation erspart. Auch fällt dies einem “normalen” Benutzer erst auf, wenn er unterwegs lädt, da bei Ladung über Nacht die längere Dauer nicht bemerkt werden würde. Man sieht daran ebenfalls, dass auch für den Service alles noch sehr neu ist.

Stellungnahme BMW zum Fehler

Wir kommen Ihrem Wunsch gerne nach und schildern Ihnen die Ursache für die reduzierte Ladung Ihres BMW I3.

Der Transportmodus konnte von uns nicht gelöscht werden. Daraufhin haben wir den Fehlerspeicher ausgelesen und eine Ladung an einer 7,4KW Ladesäule durchgeführt.
Laut Kombianzeige braucht das Fahrzeug ca.6 Std. für eine Ladung von 29,5% auf 100% SOC!
Bei einem Vergleichsfahrzeug (I3 Rex) an der gleichen Säule sind es nur 3,5Std!
In den Steuergerätefunktionen der KLE ist die Betriebsart und der Betriebszustand immer auf “Stand-by-Modus”.
In der EME wird die Betriebsart “Laden” angezeigt.
Das Ladeverfahren in der EME ist: “AC-Laden mit Steckertyp 2″.
Um den internen Gerätestatus „Transportmodus“ endgültig zu löschen wurde Ihr Fahrzeug über BMW in München online neu programmiert.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr xxxxxx selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Mit KLE ist die “Komfort-Ladeelektronik” gemeint. EME ist die “electric motor electronic“. BMW liebt offenbar TLAs (Three-Letter-Acronmyms) sehr.

Es geht auch sparsam und komfortabel

Es geht auch sparsam und komfortabel: EcoPro modus, Tempomat 90km/h, Beladung zwei Personen plus Hund und Gepäck, Fahrstrecke Autobahn Münsterland und Teutoburger Wald mit langgezogenen Steigungen, Klimaanlage (35° AT)

Verbrauch in der Realität

Auch im Verbrauch hat der i3 uns positiv überrascht. Wir haben es auf einer anderen längeren Tour (gemessen an einem Stadt-Kleinwagen …) problemlos geschafft, nur 11.5 kWh für 100km zu verbrauchen. Dies liegt weit unter der Angabe, die BMW selbst nennt. Dabei haben wir auf keinen Komfort verzichtet (Klimaanlage bei 35° draussen) und sind gemütlich auf der Autobahn mitgeschwommen, ohne ein Verkehrshindernis darzustellen. Auch muss man sich daran gewöhnen, dass die Reichweitenvorhersage eher untertreibt. Das heisst, es wird immer eine viel geringere Reichweite angezeigt, als man real erreichen kann. Gestern haben wir eine 92km Strecke mit angezeigten 68km Restreichweite angetreten (im Notfall hätte der REX uns gerettet). Bei Fahrt auf der Autobahn im EcoPro-Modus und 90km/h Tempomat plus Klimaanlage auf 19° kamen wir mit 22km Restreichweite an, ohne dass der REX eingesprungen war. Das bedeutet, statt der angezeigten 68km, waren real ca. 114km möglich. Es ist schon kurios, wenn beim Fahren die Reichweite langsam steigt oder trotz gefahrener 10km die Reichweite nur um 5km sinkt. Insofern muss man lernen nicht zu ängstlich zu sein, wenn die vorhergesagte Reichweite nicht ganz ausreicht. Mit der Zeit sammelt man automatisch eigene Erfahrungen.

DC (CCS) liefert “so-Gleich-Strom”

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50kW DC CCS Stecker und Säule

Mit der wiederhergestellten Komfortladung kann ich jetzt zumindest halbwegs komfortabel wieder mit Wechselstrom laden, auch wenn ich mein Statement weiterhin aufrecht halte, dass für unterwegs nur die CCS DC-Ladung wirklich schnell und damit sinnvoll ist. Bis solche DC-Ladesäulen (auf den Autobahnen) flächendeckend verfügbar sind, ist die 7,4kW AC-Ladung willkommen. Vielleicht ist ja was dran an dem Gerücht, dass BMW mit Tesla in Gesprächen stehe, um die auch in Deutschland rasant sprießenden Tesla Supercharger mit einem Adapter auch für CCS verfügbar zu machen. Das wäre mal was! Zumal auch VW im e-up! und e-Golf  diese Variante nutzt und CCS jüngst in Europa quasi zum Standard für Schnellladung erhoben wurde.

Trotz aller hier aufgeführten Problemchen lieben wir unseren i3 heiß und innig und es ist weiterhin im echten Wortsinn “Freude am Fahren” die überwiegt. Wir werden definitiv kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr erwerben und hoffen mit unseren Erfahrungen dazu beizutragen, dass Elektroautos weiter verbessert werden und auch zunehmend mehr Menschen den Schritt zur Elektromobilität “wagen”. Denn etwas Pioniergeist benötigt es leider immer noch. Alle lernen heutzutage an und bei Elektroautos, Nutzer, Service und Hersteller gleichermaßen …

Demnächst hier mehr zu Karosserie und Innenausstattung des BMW i3 und ein kleines Do-it-Yourself Tutorial für eine hilfreiche Verbesserung.

Akzenta Wuppertal – der beste Supermarkt im Tal jetzt NOCH besser

Von , 16. Juli 2014

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Unser akzenta in Wuppertal, ein Edel-Abkömmling der ReWe-Gruppe, ist im Tal der beste Supermarkt – das würden sicherlich die meisten Wuppertaler bestätigen, würde man eine Umfrage starten. Insgesamt betreibt die akzenta GmbH vier Läden in der Stadt, ist am städtischen Geschehen interessiert und engagiert sich auch in sozialen Dingen. Die Geschäftsleitung hat ein offenes Ohr für Kundenwünsche, und die Mitarbeiter sind sehr gut geschult und dementsprechend immer freundlich und hilfsbereit. Das Sortiment ist gut gewählt und attraktiv präsentiert, es gibt viele BIO-Produkte und die Frischetheke bietet eine hohe Qualität. Wie kann dieses überaus positive Bild nun noch verbessert werden?

Du kaufst ein, wir tanken dein Auto – kostenlos!

So könnte es auf dem nächsten Werbeprospekt von akzenta stehen. In Wuppertal-Barmen ist seit gestern eine neue Ladestation für Elektroautos in Betrieb, welche zu den Öffnungszeiten kostenfrei nutzbar ist. Die kleine Ladebox liefert bis zu 22kW Leistung und lädt ein typisches Elektroauto, wie z.B. den Renault ZOE, in gerade mal 60 Minuten wieder komplett voll. Ganz leer dürfte man ein Elektroauto recht selten fahren, daher reicht der typische Einkauf von 30-45 Minuten für die Aufladung völlig aus.

In der Regel muss ich meinen ZOE dreimal pro Woche aufladen. Davon wird eine Ladung beim samstäglichen Besuch beim Lieblingsbarista in der Innenstadt erledigt. Dienstags und freitags bin ich ohnehin immer zum Einkaufen im akzenta, weshalb die neue Ladestation dafür sorgt, dass ich mir nun wirklich keine Gedanken mehr darüber machen muss, wann ich wie und wo laden kann. Noch dazu sichert mir diese Tatsache weiterhin kostenneutrale Mobilität – echt klasse!

Wirklich bemerkenswert daran ist aber nicht, dass akzenta Kunden nun kostenlos Auto fahren oder die Ladezeit sinnvoll fürs Einkaufen nutzen können. Ebenso ist nicht die Unterstützung unserer nachhaltigen mobilen Zukunft Grund für meine lobenden Worte. Absolut herausragend ist daran für mich schlicht der unternehmerische Weitblick, den akzenta damit beweist und vielen anderen Unternehmen vorlebt, wie man mit sehr geringem finanziellem Aufwand einen echten Wettbewerbsvorteil für seine Kunden schaffen kann. Elektroautos sind (noch) nicht wirklich preiswert, was gibt es da besseres, als potente Kunden dazu zu bringen, gerne regelmäßig vorbei zu schauen? Genau das wird passieren, wenn sich unter den einigen Hundert Wuppertaler Elektroautofahrern rumgesprochen hat, dass man an jedem akzenta sein Auto kostenfrei laden können wird. Da fällt mir wirklich kein Grund mehr ein, wieso ich noch zum Edeka oder ReWe fahren sollte!

Mancher mag jetzt unken, dass es noch viel zu wenige Elektroautos auf unseren Straßen gibt, als das es sich positiv in der Bilanz bemerkbar machen würde. Das ist vermutlich korrekt, aber eben auch kurzsichtig. Das Henne/Ei Problem kann nur durchbrochen werden, wenn finanzstarke Teile der Gesellschaft in Vorleistung treten. Nur wenn ausreichend Lade-Infrastruktur vorhanden ist, kann sich das Elektroauto in der Masse durchsetzen. Im Moment bietet die Ladestation der akzenta GmbH wohl “nur” eine positive Verstärkung ihres nachhaltigen Images. Immerhin ist sie nahe des Eingangs platziert, wo sie von vielen Kunden gesehen wird. Langfristig jedoch, da bin ich sicher, wird genau dieses Engagement dazu führen, dass vielleicht der eine oder andere akzenta-Stammkunde ebenfalls auf den Zug der Elektromobilität aufspringt – jetzt, wo ein sicherer “Ladehafen” greifbar nahe ist. Wo wird dieser Kunde wiederum dann die nächsten Jahre das Geld für seinen Wocheneinkauf ausgeben? Richtig, bei unserem geliebten akzenta! So einfach ist die Steigerung der Loyalität von Kunden! ;-)

BMW i3 (3) – Langstrecke durch das Ladeschlaraffenland

Von , 6. Juli 2014
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Die Fastned Stationen sind schon vom weitem gut erkennbar und auch optisch einladend

Nachdem quasi auf die letzte Minute die defekte Ladeelektronik unseres i3 repariert worden war, konnten wir die erste Langstreckenfahrt auf die holländische Insel Ameland antreten. Unsere erste Langstrecke und ohne Generalprobe des reparierten Laders. Erhöhte Schwierigkeit: Wir mussten die gebuchte  Fähre um 15:30 Uhr erreichen. Also zu einer bestimmten Zeit ankommen. Keine Zeit für großartige Ladeexperimente oder Verzögerungen …

Die Vorbereitungen

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Die Route in der Übersicht

Vor Beginn der Fahrt in die Niederlande hatte ich mich bei Fastned registriert und die zugehörige App geladen. Der Zugang war praktisch in Minuten freigeschaltet. Ausserdem habe ich mir die Ladekarte von TheNewMotion besorgt. Auch hier ging die Registrierung sehr einfach und schnell. Morgens per Fax beantragt und am Abend die Logindaten erhalten, zwei Tage später kam die RFID-Karte mit der Post. Damit waren wir für die Fahrt schon mal gut gerüstet. Vorsorglich hatte ich noch über meinen Autostromversorger BEW eine Essent Karte (RWE Roaming Partner) bestellt, die kam aber leider erst an, als wir schon unterwegs waren. Dann hatte ich versucht, eine Route mit Hilfe der Connected Drive Dienste am Computer zu planen und über BMW-Routes ans Fahrzeug zu senden. Leider musste ich feststellen, das anders als beim Verkauf besprochen, die dafür notwendige Komponente “6AK = Connected drive” bei mir im Fahrzeug gar nicht verbaut worden ist, sondern nur die Standard “Remote Services”. Zum Glück wird BMW noch in diesem Sommer einen Online Shop anbieten, mit dem ich diese Funktion (und auch Real Time Traffic Information – RTTI) noch nachbuchen kann. Dies hat mir telefonisch Connected Drive so bestätigt. Auch Updates für das Kartenmaterial bekommt man dann auf diesem Wege. Löblich.

Letztlich stellte sich aber heraus, dass eine exakte Routenplanung vorab gar nicht sinnvoll ist, da die Reichweite nicht genau planbar ist und spätestens wenn eine Ladesäule belegt oder ausser Betrieb ist, die gesamte Planung Makulatur ist. Daher haben wir ab der zweiten Ladestation dann von Ladesäule zu Ladesäule geplant (so wie man auch Benzin tanken würde). Das ging überraschend gut, vor allem wenn man einen REX in der Hinterhand hat, der einen im Notfall rettet.

Die Hinfahrt

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Ladesäule Resser Mark A2

8:30 Uhr Beginn der Fahrt. Die ganze Strecke mit EcoPro+, was sehr entspannt von Statten ging. Auch auf der Autobahn konnte man gut auf der rechten Spur mitschwimmen. Für eine Tasse Kaffe und mehr als Generalprobe gedacht, ein kurzer Halt am Rasthof “Resser Mark” an der A2 wo eine schöne RWE-Ladesäule kostenlos Strom lieferte. Leider gibt es hier keine CCS Ladung, obwohl Gleichstrom in Form von CHAdeMO vorhanden ist. Von dort nach Didam, wo uns die erste Fastned Station erwartete, an der wir mit CCS laden konnten. Leider nur auf einer Seite der Autobahn, so dass ein unschöner Umweg mit U-Turn nötig war. Hier das erste “Wow”-Erlebnis: Die (aktuell noch kostenlose) 50kW-CCS Ladung war ein Geschwindigkeitsrausch und die Freischaltung mit der Fastned-APP komfortabel und einfach. Innerhalb von 18 Minuten waren mehr als 11kW geladen und 80% SOC erreicht. Da muss man sich mit dem Pipimachen schon fast beeilen. Weiter zur nächsten Fastned Station Het Veen bei Heerde. Denn praktisch nur Fastned bietet derzeit CCS Ladung in den Niederlanden, und nach der ersten Turboladung wollten wir jetzt nur noch solchen Schnellstrom aus Wind- und Sonnenenergie. Auch hier klappte alles prima. Für die restliche Strecke zur Fähre reichte unser SOC leider nicht mehr. Auch wurde die Zeit knapp und die in den Niederlanden üblichen 11kW Säulen hätten für uns i3-Einphasenlader nur 3,7kW Ladung ermöglicht, was zu lange gedauert hätte. Also musste für einige Kilometer auf der Autobahn der Rangeextender ran.

Der Rangeextender

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CCS Ladung: 11,1 kW in 18 Minuten!

Dies war unsere erste Fahrt mit REX unter realen Bedingungen. Erstmal waren wir überrascht, dass man ihn doch im Fahrzeug deutlich hört, allerdings während der Fahrt nicht allzu störend und im Stand geht er sofort aus. Auf jeden Fall konnten wir nun bestätigen, dass die REX-Reichweite unabhängig vom SOC ist und man theoretisch beliebig oft nachtanken kann und so mit dem REX auch lange Strecken in 120km Etappen bewältigen kann. Ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist das in jedem Fall nicht. Daher wird wohl ein überzeugter Elektromobilist den REX nur in der größten Not einsetzen. Erst recht dann, wenn man den Sound des REX im Stand einmal ausserhalb des Fahrzeugs gehört hat! So erging es uns auf der Insel (siehe und höre Video). Aber der REX hat uns definitiv gerettet und auf der Hinfahrt das pünktliche Erreichen der Fähre ermöglicht. 15 Minuten vor Ablegen der Fähre waren wir am Anleger. Auf jeden Fall nicht zu früh.

Auf der Insel

Die kleine Insel Ameland hat immerhin zwei öffentliche 11kW Ladesäulen. Diese sind z.B. mit der TheNewMotion Karte freischaltbar. Die für uns Nächstgelegene war leider erstmal von einem Opel Ampera des Fährunternehmens belegt, aber am nächsten Morgen wieder frei, so dass wir dort laden konnten. Bis zur Rückfahrt war ja noch viel Zeit und auf der Insel fährt man sowieso fast nur mit dem Fahrrad. Doch hier der erste Schreck: Die TheNewMotion App zeigte richtig an, dass mit unserem i3 von den 11kW nur 3,7 kW zur Ladung nutzbar sind. Allerdings lud unser i3 noch nicht einmal mit dieser Schneckenladung, sondern nur mit knapp der Hälfte davon, also um die 1,5kW. So dauerte die Ladung von 11:00 morgens bis nach dem WM-Fußballspiel um 20:15 und auch dann war erst 95% SOC erreicht – in mehr als 9 Stunden! Leider zeigte sich im Verlauf, dass unser i3 an AC immer nur mit der Hälfte des Möglichen lud. Offenbar war der Defekt in der Ladeelektronik doch nicht vollständig behoben worden. An 22kW Säulen bekamen wir später auch nur 3kW. Egal welche Säule oder welches Kabel. Und ja: Im Menü des Fahrzeuges steht AC-Ladung auf MAX. Wir haben jetzt einen neuerlichen Werkstatttermin und hoffen, dass der Fehler behoben wird. Insofern war jetzt klar, dass für die Rückfahrt erst recht nur CCS-Ladung in Frage kam, da wir sonst für jede AC Ladung hätten übernachten müssen.

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Die Rückfahrt

IMG_2645Für die Heimfahrt waren wir ohne Zeitdruck. Also beste Voraussetzungen um den REX nicht zu benötigen, dachten wir. Die erste CCS Station in Lageveen Veeningen an der A28 erreichten wir tatsächlich nach 135km rein elektrisch problemlos. Die CCS Säule dieser Fastned Station war aber ausser Betrieb. Zum Glück befindet sich auf der Gegenfahrbahn eine weitere Station. Hier lud unser i3 genau 30 Sekunden, dann schaltete sich die Säule ab und zeigte nur noch die darunter liegende Ubuntu-Linux 12.0 Betriebssystemoberfläche. Interessant. Der Telefonsupport konnte sie auch nicht reaktivieren, da die Säule durch den Absturz offline war. Man bot aber an einen Techniker zu schicken, der in frühestens in einer Stunde da sein könne. Da zogen wir es vor, mit REX zur nächsten CCS Ladesäule 30km weiter zu fahren. Dort konnten wir in einer halben Stunde genug Strom bekommen um wiederum weiter bis Didam zur letzten niederländischen CCS Säule zu kommen. Leider war an diesem Tag auch hier CCS ausser Betrieb und nur AC22kW verfügbar. Daher haben wir nur so viel Strom geladen, wie in einer Pause von 60 Minuten mit AC möglich war und den Rest mit REX nach Hause gefahren. Schade.

Zwischenfazit

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50kW Gleichstrom mit dickem Kabel – CCS

Die insgesamt mehr als 700km Strecke haben wir bis auf etwa 150km mit REX rein elektrisch bewältigt. Den Strom haben wir an allen Ladestationen (noch) gratis bekommen, da die Netzwerke alle im Aufbau sind, wie wir bei der Rückfahrt auch schmerzlich gemerkt haben. Nur einmal haben wir den REX neu betanken müssen und gleich 15 Euro bezahlt. Diese 15 Euro und die Kosten für die Fähre waren für die gesamten 700km Strecke alles, was wir unterwegs zahlen mussten. Ohne den REX wären wir gestrandet, bwz. hätten zum Laden irgendwo übernachten müssen. Vor allem, da unser AC-Lader augenscheinlich immer noch defekt war und wir nur extrem langsam am AC laden konnten. Das elektrische Fahren mit dem i3 macht Freude und ist sehr komfortabel, selbst wenn man wie wir, um die Reichweite zu erhöhen, fast nur mit EcoPro+ und um die 90km/h auf der Autobahn gefahren ist. Natürlich wurden wir auf der Fahrt regelmäßig auf das elektrische Fahrzeug angesprochen. Das kannten wir aber schon. Die Fastned Stationen haben uns wirklich beeindruckt. So sollten elektrische Tankstellen der Zukunft sein! Auch wenn Fastned bisher nur 9 Stationen an den Autobahnen in NL fertig gestellt hat, sind diese so gut verteilt, so dass man mit dem i3 die Niederlande von Süd nach Nord komplett mit CCS elektrisch durchfahren kann. Ausserdem gibt es dort CHAdeMO und 22kW AC. Fastned plant 200 (!) Ladestationen in den Niederladen und will wohl auch in Deutschland Stationen errichten, wenn “rechtliche Fragen” geklärt sind, wie man mir auf Nachfrage versicherte. Abgesehen davon, dass die Fastned Stationen sehr aufgeräumt und optisch ansprechend sind, konsequenter Weise ein Solardach haben und für den Strom nur Wind- und Sonnenstrom verwendet wird, sind die gelben Riesencarports im Vorbeifahren bestens zu erkennen. So ist keine Schnitzeljagd zur Ladesäule nötig. Ich finde das simple Bezahlmodell per App und ohne Grundgebühr sehr angenehm. Für all diese Vorzüge erscheinen mir die zukünftig fälligen 69 Cent je kWh auch absolut angemessen. Eine Grundgebühr würde sich für mich nicht lohnen. Da zahle ich gern pro kWh entsprechend mehr.

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Erkenntnisse aus unserer ersten i3-Langstrecke:

  • CCS 50kW ist eigentlich die einzige sinnvolle Lademöglichkeit für den i3 unterwegs.
  • Deutschlands Ladeinfrastruktur für CCS ist (noch) mehr als dürftig.
  • REX ist laut und klingt nicht gut, lädt zum Abschalten ein.
  • Bei den derzeitigen Defiziten in der Infrastruktur bin ich trotzdem froh den REX für den Notfall zu haben

Ach ja: Ich habe jetzt den Steuerbescheid für den i3-REX bekommen. 14 Euro für ein Jahr. Zwar nicht steuerbefreit, wie der rein elektrische Smart ED, aber die 14 Euro sind ok.

Demnächst werde ich hier berichten, wie es mit dem defekten AC-Lader weiter gegangen ist. Auch über die innovativen Fahrassistenzsysteme und das Navigationssystem lohnt es sich einige Worte zu verlieren. Manches ist wirklich gelungen, anderes wurde offenbar nicht zu Ende gedacht.

Fortsetzung folgt …

BMW i3 (2) – Unterbrochene Fahrfreude

Von , 22. Juni 2014

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Ich hatte ja versprochen, weiter über unseren BMWi3 zu berichten. Dieser Beitrag allerdings war dabei nicht geplant. Denn nach 14 Tagen und gerade einmal 800 gefahrenen Kilometern wurde die bisher ungetrübte Fahrfreude durch einen Totalausfall des i3 jäh und unerwartet unterbrochen.

Wie kam es dazu?

SMS

unheilvolle SMS

Es war Pfingstmontag. Bei uns im Ruhrgebiet war es schwülwarm und unser i3 tankte kräftig Sonne in die Batterie, als nach etwa 5 Minuten Ladung an der Wallbox plötzlich ein leises “Puff” zu hören war. Es roch leicht angesengt, der Ladevorgang wurde unterbrochen und der Ring um die Ladebuchse leuchtete unheilvoll rot. Kurz darauf sendete mir mein Auto zum Ersten mal eine alarmierende SMS und teilte mir mit Understatement mit, dass das Laden der Batterie gestört sei. Tatsache war, dass nicht nur die Batterie nicht mehr geladen wurde, sondern das komplette Hochvoltsystem tot war. Dementsprechend liess sich der Motor nicht mehr starten und das Zentraldisplay meldet ebenfalls untertreibend und irreführend einen Fehler beim Antrieb. Klar, der hatte keinen Strom! Ein Anruf bei der sehr freundlichen und wirklich gut erreichbaren Hotline (großes Lob am Feiertag) ergab einen vermuteten Hardwaredefekt und das bekannte Grau gestreifte BMW-Servicemobil wurde zu uns in Bewegung gesetzt. Inzwischen entlud sich die 12V Batterie immer weiter und es tauchten nach und nach immer weitere Meldungen über den Ausfall von Systemkomponenten auf. Als das Servicemobil kurz vor dem denkwürdigen Unwetter “Ela” Abends bei uns eintraf, ging dann am Auto nichts mehr.

Totalausfall und Unwetter

IMG_6773Noch nicht mal die Türen liessen sich mehr öffnen. Das Auto war klinisch tot. Der sehr nette Servicetechniker konnte ihn vor Ort nicht reanimieren und nahm mich mit zur Niederlassung. Dort erhielt ich einen Leihwagen, mit dem ich durch das inzwischen voll entbrannte Unwetter mit einem BMW 1er Diesel (!) vorsichtig nach Hause tuckerte und unzählige umgestürzte Bäume in letzter Minute umschiffte. Am nächsten Tag wurde der i3 dann abgeschleppt, was auch nicht ganz einfach war, da dieser unbeweglich und leblos unter dem Carport stand und nicht einfach weggezogen werden konnte. Mithilfe von cleveren Rollbrettern wurde der Patient dann in die stationäre Behandlung zur Niederlassung verlegt. Erschwert wurde das dadurch, dass der Abschleppdienst nach dem Orkan eigentlich mehr als genug anderes zu tun hatte. In den folgenden Tagen gab es rege Kommunikation mit der Niederlassung über den Stand der Diagnose. Die Niederlassung tauschte sich ihrerseits mehrfach mit Ingenieuren in München aus. Nach gut einer Woche und etlichen Telefonaten hatten wir unseren i3 funktionsfähig wieder und waren froh den rumpelnden “Stinker” -Diesel (aus Sicht eines Elektromobilisten) wieder abgeben zu dürfen.

Fehler

Was war passiert?

Nach Aussage des iAgenten, der durchaus betroffen wirkte, hatte sich auf unerklärliche und magische Weise ein Steckverbinder von der Ladebuchse zur Ladeelektronik im Fahrzeuginneren gelöst. Eigentlich sei das unmöglich, denn der Hochspannung führende Stecker sei mit einem Bajonettverschluss und einem Splint gegen unfreiwillige Lockerung gesichert. Der Sicherungssplint war sogar noch in Position. Dies ließ nur den Schluss zu, dass der Steckverbinder bei der Montage bereits nicht richtig eingerastet war und der Splint angebracht wurde, ohne dass der Stecker fest saß. Es verwundert schon, dass das in der Qualitätskontrolle bei einem Hochspannung führenden und so gefährlichem Bauteil nicht aufgefallen war und dies überhaupt passieren konnte. Dementsprechend wurde mir mehrfach versichert, dass BMW diesen Vorfall intern weiter untersuchen werde. Ende vom Lied war, dass die Ladebuchse, die Comfortladeelektronik und die 12V Batterie getauscht wurden. Neben aller Peinlichkeit auch noch ein teurer Spaß (für BMW).

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Jetzt läuft er wieder – Nordsee wir kommen!

Immerhin hat es BMW geschafft, den Fehler innerhalb von 8 Tagen wieder zu beheben. Auch wenn die Ursache für den Ausfall durchaus peinlich bleibt und ein schlechtes Licht auf die Qualitätskontrolle wirft, war die Kommunikation mit dem Kunden und die schnelle Reaktion vorbildlich und stets das ehrliche Bemühen erkennbar, den Fehler schnellstens zu beheben und uns die geplante Reise mit dem i3 auf die friesische Insel Ameland doch noch zu ermöglichen. So haben wir drei Tage vor der ersten geplanten Langstreckentour unseren i3 wieder und wagen das Abenteuer elektrisches Reisen durch Deutschland und die Niederlande. Ziel ist es natürlich, dabei möglichst den REX nicht zu benutzen. Aber das ist eine neue Geschichte, über die hier zu berichten sein wird …. tot ziens!

Einweihung neue Ladesäule in Langenfeld

Von , 9. Juni 2014

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Anlässlich einer neuen Ladesäule in Langenfeld trafen sich bei schwülwarmem Pfingstwetter am 07.06.2014 etliche e-Mobilisten mit ihren Fahrzeugen. Es war alles dabei: Vom Teilmuskelkraft betriebenen Dreirad über SAM, City-EL, Smart-ED, Renault Twizzy und Zoe, e-Golf, Nissan Leaf, BMW i3 bis zum Tesla Model S und Roadster. Insgesamt über 30 Fahrzeuge und noch mehr Insassen haben sich zunächst am beeindruckenden und gerade im März fertiggestellten Solarladepark mit 14 Ladeplätzen von “Ihr Bäcker Schüren” in Hilden getroffen. Während man sich dort mit leckeren Backwaren stärkte, luden die Fahrzeuge reichlich Sonne in den Tank und Roland Schüren erläuterte in einem interessanten Kurzvortrag das jüngst mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis preisgekrönte Energiekonzept seines Bäckereibetriebes, dessen Elektrofahrzeuge samt Ladepark nur ein kleiner Teil der fast vollständigen Energieautonomie des Betriebes sind. Dass ein Bäcker enorm viel Strom benötigt, und zwar nicht nur zum Backen (Binsenweisheit) sondern erst recht zum Kühlen, war vielen von uns sicher nicht bewusst.

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links: R. Schnüren erklärt das Energiekonzept – mitte: Die neue Ladesäule – rechts: Langenfeld elektrifiziert

Danach ging es im Aufsehen erregend lautlosen Konvoi in die Fußgängerzone von Langenfeld. Dort, etwas versteckt in einem Parkhaus über der “Ihr Bäcker Schüren”-Filiale steht die neue Ladesäule. An dieser Ladestation können Kunden der Bäckerei wie auch im Ladepark Kreuz Hilden Ihre Bonuspunkte in Form von kostenlosem Ökostrom in die Elektroautos laden. In der Fußgängerzone waren die schön aufgestellten lautlosen Autos ein Publikumsmagnet, der viele Passanten zu Fragen und Informationsgesprächen zu Elektromobilen einlud. Es war ein wunderschöner Tag.

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Offizielle Einweihung der Ladesäule

Einerseits eine gute Gelegenheit für uns Elektromobilisten um Erfahrungen auszutauschen, andererseits um aus erster Hand die von Roland Schüren engagiert gelebte Energieeffizienz und -autonomie zu sehen und erklärt zu bekommen. Dort haben wir im wahrsten Sinne “erfahren”, dass Energiewende mehr als nur Elektrofahrzeuge beinhaltet. Energie aus Sonne und Erdwärme wird zum Kühlen und Backen eingesetzt. Ausserdem werden alte Brotreste, die weder verkauft noch verschenkt werden können (Viehfutter, Tafel) ebenfalls zur Wärme- und Stromgewinnung genutzt, bevor sie in den Restmüll entsorgt würden. Dabei wird von vornherein sehr darauf geachtet, dass möglichst wenig Überschuss produziert wird. Das nutzt der Umwelt, aber auch der Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

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verantwortungsvolle Ladezeiten nutzen

Dies kann Bäcker Schüren mit einer sehr niedrigen Retourenquote von 8% auch belegen. Der überschüssige Strom daraus wird im Ladepark genutzt, weshalb Tafeln dort auch erklären, wann man verantwortungsvoll und umweltbewusst lädt. Das ist am besten dann, wenn die Bäckerei wenig Strom benötigt, also Energieüberschuss entsteht. Diese Zeit ist kundenfreundlich zwischen 13-19 Uhr. Bäcker sind ja Nachtlebewesen.

Wenn man sieht, was mit dem entsprechenden persönlichem Einsatz heute technisch möglich ist, wundert man sich, dass solche Energieeffizienz noch nicht größere Verbreitung gefunden hat und Energie immer noch in großem Stil vergeudet wird, da sie augenscheinlich immer noch zu billig ist. Und wenn man beim Laden leckeren Kuchen Essen kann, macht Elektromobilität noch mehr Freude. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen…

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BMW i3 Rex – Endlich da!

Von , 4. Juni 2014

Nach unendlich erscheinender Wartezeit von fast 6 Monaten seit Bestellung ist er dann endlich da – der BMW i3 mit Range Extender (REX). Jetzt fahren wir zwei Autos – Smart und i3 –  (fast) nur noch mit Strom und haben viel Freude daran. Es gibt so viele Aspekte zu berichten und zu beleuchten, dass das für einen Blog-Artikel allein viel zu viel wäre. Daher werde ich nach und nach zu verschiedenen Aspekten hier schreiben.

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Tankdeckel vorn für Benzin (REX)- hinten Strom. Daran erkennt man den REX.

Heute zunächst ein erster Eindruck. Mehr ist nach gut einer Woche auch kaum möglich. Neben aller Begeisterung finden sich trotzdem dann doch Dinge, die man sich anders gewünscht hätte. Das Auto, dass alles hat, was man sich so wünscht, ist auch der i3 nicht. Selbst wenn der i3 diesem Ideal schon ein gutes Stück näher kommt. Aber wenn das so wäre, würde ja keiner mehr danach ein neues Auto kaufen. Oder nur, wenn es abgenutzt auseinander fällt. Das wäre dann schlecht für die Branche. Deshalb also hier ein paar Spotlights und erste Eindrücke, später dann etwas systematischer und mehr:

Als weitere Themen sind geplant:

  • Fahrerlebnis und Einstellungen der Fahrmodi
  • Karosserie und Innenraum
  • Infotainment System, Navigation
  • Laden mit dem i3 – Daheim und Unterwegs
  • der i3 auf der Langstrecke (Inseltour in die Niederlande) Ende Juni
  • Was könnte verbessert werden? Ideen für ein Nachfolgemodell…

 

Überblick

Der i3 ist anders. Schön anders, finde ich. Und meine Frau auch. Und etliche Passanten, die einen immer wieder auf das ungewöhnlich aussehende Auto ansprechen, auch. Nicht nur das zweifarbige Äußere, auch das Innere des i3 gefällt mir wirklich. Durch die Paketpolitik von BMW waren wir mehr oder weniger gezwungen, die Lederausstattung zu nehmen. Wir wollten unbedingt die neuen Fahrassistenzsysteme haben, die gibt es aber mit der einfachen, aber eigentlich stimmigen blau-grauen Stoffvariante nicht. Die nächsthöheren Ausstattungsstufen haben alle eine helle Innenausstattung. Das geht mit Hund und in unsrem Alltag nun mal gar nicht. Also dann “gezwungenermaßen” Leder. Wir waren aber nicht die einzigen, denen es offenbar so ergangen war, denn BMW war wohl selbst überrascht von der hohen Zahl der georderten Lederausstattungen und hatte Lieferschwierigkeiten. Dieses und eine Mückenplage in Spanien (kein Scherz!) waren wohl der Grund für die mehrfachen Verzögerungen und Verschiebungen unseres eigentlich für März geplanten Auslieferungstermines an das Ende vom Mai.

Nun ist er also da und fährt unglaublich kraftvoll und sanft zugleich. Da man kein Motorgeräusch hört, wirkt die eindrucksvolle Beschleunigung, die sich nach deutlich mehr als 7,2 auf 100km/h anfühlt, extrem mühelos. Da braucht es keinen Sportauspuff, sondern das Auto kann – wenn man will – auch sportlich flott. All das, was wir schon beim Smart als kleinerem Elektrofahrzeug schätzen, findet sich hier in noch eindrucksvollerer Ausprägung. Wunderschönes Fahrgefühl und erstaunliche elektrische Reichweite für uns, die wir bisher den Smart gewohnt sind (der nun da auch nicht schlecht ist). Obwohl die Batterie gar nicht so viel größer ist, und der i3 sicher viel schwerer und größer ist als der Smart ED, holt er die versprochene Reichweite auch wirklich heraus. Den REX haben wir bisher nie benötigt. Nur mal kurz getestet, und ja, man hört ihn fast nicht. Klingt wie ein leiser PC-Lüfter im Heck. Nicht wie ein Verbrennungsmotor. Das ist auch gut so!

Links REX (grau), rechts Hochvoltbattrie (blau)

Links REX (grau), rechts Hochvoltbattrie (blau) – beide nicht ganz voll

 

Der Range Extender

An dieser Stelle  muss ich dann doch den REX erklären, denn ich gebe zu, das Prinzip im Vorfeld trotz umfangreicher Lektüre auch nicht wirklich verstanden zu haben: Dieser kleine Verbrennungsmotor ist in der Lage, die Ladung  konstant zu halten. Er treibt also nur einen kleinen Stromgenerator an. So viel hatte ich im Vorfeld verstanden. Geht es viel bergauf, oder beschleunigt man zu sportlich, saugt der Antrieb die Batterie schneller leer als der REX liefern kann. Daher sinkt auch mit REX die SOC (State of Charge= Restbatteriekapazität) kontinuierlich weiter, nur langsamer. Bergab oder im Stand, also dann wenn der REX wieder mehr Strom liefert als verbraucht wird, lädt der Extender die Batterie maximal bis zum eingestellten SOC. Es gibt einige Fahrer, die extreme Langstrecken über 1000km nur mit REX und ohne elektrisches Nachladen fahren konnten (siehe Kommentare zum Artikel). Allerdings verbrauchen sie dann 6- 8l Super auf 100km und dürfen alle 100km zum Tanken anhalten. Das ist nicht nur sehr unökonomisch, sondern natürlich erst recht fern ab des Ziels, sich rein elektrisch fortzubewegen und den Verbrenner nur als Reserve zu nutzen. Eigentlich ist es mein Ehrgeiz, den REX möglichst nicht zu benutzen, wie ein Reserverad. Unterhalb von ca. 6,5% Restbatterieladung kann man den REX dann nicht mehr abschalten. Dann rettet er die Insassen bis zur nächsten Ladesäule und hält die SOC um 6% …

 

Lichtspiele

Auffällig ist auch das Lichtdesign des i3. Hier hat man sich die Designer wohl austoben lassen. Nicht nur, dass er einen am Rand auffallend bläulichen Lichtkegel im Dunkeln auf die Fahrbahn aussendet (durch das LED-Abblendlicht), sondern blaues Licht ist insgesamt immer wieder zu sehen. Beim Öffnen des i3 mit der Fernbedienung leuchtet der ganze Innenraum blau -WOW!  Die Ladebuchse pulsiert beim Laden ebenfalls wunderschön tiefblau. Das wird noch mehr neugierige Blicke auf sich ziehen als das ungewöhnlich aussehende Auto ohnehin schon (siehe Foto). Zum Glück ist der Ladestecker gegen Herausziehen beim verriegelten Auto gesichert, wozu das Lichtspiel sehr verlockt. Auch die Innenraumbeleuchtung kann man von “modernem” Weiss auf “klassisches” BMW Orange umstellen. Letzteres gefällt mir besser und hat eine angenehm warme Stimmung. Das weisse Licht wirkt mir etwas kühl und zu hell.

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Beim Fahrlicht kommt dann auch schon die erste irritierte Frage: “Warum in aller Welt haben die das so gemacht??” Das Abblendlicht ist als LED-Licht sehr schön hell und absolut mit dem Xenon-Licht unseres Vorgängers von Mercedes vergleichbar. Gut! Aber das Fernlicht ist dann Halogenlicht. Nicht nur, dass die Farbtemperatur mit Fernlichtaktivierung plötzlich ins rötlich-gelbe wechselt, sondern auch der Energieverbrauch des Fernlichtes macht einem Stromfahrer möglicherweise Kopfzerbrechen. Warum also bei einem sonst so innovativen Auto beim Fernlicht überholt geglaubte Technik aus dem letzten Jahrhundert zum Einsatz kommt, sollte BMW mal kommunizieren. Mir erschließt es sich nicht.

Ebenso bleibt die Frage offen, was bei dem “BMW-Adaptive-LED-Licht” denn adaptiv ist. Sowohl Kurvenlicht als auch automatisches Fernlicht bleibt BMW dem Kunden unter diesem Namen schuldig. Dafür, dass man am Armaturenbrett die Leuchtweite mit einem Rädchen auf die Zuladung anpassen kann, dürfte solch eine schicke Bezeichnung etwas hoch gegriffen sein. Trotzdem: Das LED-Licht ist toll. Deshalb vermisst man es beim Fernlicht auch so.

Beleuchtete Griffschalen an den Türen, Licht im Handschuhfach, Kofferraumlicht, Leseleuchten, Licht in den Türfächern. Der i3 leuchtet überall, ohne dass es aufdringlich erscheint. Selbst die Tasten links unten im Fahrerfußraum, die Tankdeckel, Kofferraum oder Frontklappe öffnen, sind beleuchtet. Das Licht- und Innenraumdesign passt.

 

Fortsetzung folgt

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BMW Adaptive LED

Demnächst mehr zu diesem wirklich interessanten Auto, zu dem schon an anderer Stelle im Vorfeld viel geschrieben wurde, zu dem es aber trotzdem noch so viel zu sagen gibt. Das werde ich demnächst hier auch tun. Wen es interessiert, den lade ich schon jetzt ganz herzlich dazu ein!

Bis bald, nach einigen elektrischen Kilometern mehr ….

 

Heute an der Tanke…

Von , 20. Mai 2014

Ich bin gerade mal ein Jahr mit dem Elektroauto unterwegs und dennoch sind Erinnerungen an die Anfänge, und vor allem an das was davor war, unglaublich weit weg. Daran wurde ich mal wieder erinnert, als ich auf meinem täglichen Streifzug durch die Welt der Elektroauto-Foren unterwegs war. Im Tesla-Forum ist mir ein toller Post von Benutzer Earlian aufgefallen, der kurz vor der Bestellung eines Tesla Model S steht. Nachdem ich mir damals meinen Renault ZOE bestellt hatte, musste ich mich rund ein Jahr bis zur Auslieferung gedulden und fühlte mich dutzende Male wie Earlian. Für alle die ebenfalls vor der Entscheidung stehen ein Elektroauto anzuschaffen daher die Warnung: So wird es euch ebenfalls ergehen! ;-)

War heute mal wieder an der Tanke um meinen Verbrenner zu befüllen und merke, wie sich meine Gedankenwelt verändert hat… Schaue rechts auf den Boden und sehe „eklige Öl- und Benzinflecken“ – die waren schon immer da. Nehme den Dieselhahn und tanke voll. Fühle mich schlecht, weil ich immer an das Werbevideo vom Leaf denken muss und daran, wie ich mit einem EV, zuhause schon sauberen PV-Strom geladen hätte und hier heute einfach debil-lachend dran vorbei gefahren (bzw. leise vorbeigeschwebt) wäre.

Der Diesel gluckert in den Tank: 75L Fassungsvermögen, das dauert ein wenig. Schaue mir aus Langeweile die Marken-Tankstelle an. Auch wenn die sich Mühe gegeben haben, es stinkt nach Sprit, sieht dreckig aus und als „EV-Infizierter“ fühlt man sich, als ob man gerade kleine Kinder in den Tank presst – um sie nachher zu verbrennen. Dazu passt diese schmuddelige Umgebung. Nebenan leuchtet Neonreklame. Muss an die blitzblank-sauberen Service Center von Tesla denken. Früher war ich doch gerne hier. Volltanken, meine Rakete? „Aber gerne doch, ich bin ein Mann!“ :twisted: Heute will ich hier nur noch weg. Zum Glück ist die Karre endlich voll. 70,5L astrein getankter Diesel (Schimpft sich auch noch Fuel-Save!), zu lächerlichen € 1,45. Geschenkt! Ich gehe an die Kasse. Muss ich erwähnen, dass die Bedienung hierher passt? Zahle heute zum ersten Mal in bar, damit ich endlich hier weg kann: 102,23 Euro. Ich hoffe, dass diese Tankfüllung bis zum Besitz eines EV reicht. Bei bisheriger Fahrweise (11,2L Verbrauch/20Tkm/Jahr) komme ich jedoch in 10 Tagen wieder! Ertappe mich, wie ich meinen Automatik-Wagen immer wieder auskupple um Sprit zu sparen, vor allem aber, um das Gefühl von Ruhe zu simulieren… Meine Finger riechen nach Diesel…

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