Nachrichten getagged: myFirstApp

Meine erste iPhone App – Folge 22

Von , 28. März 2012

WuppTour_Artikel_WZ_2012-03-26

Ein Erfolg reiht sich derzeit an den anderen, und das soll jetzt keine Beschwerde sein, aber so langsam fühle ich mich verwöhnt von positiven Ereignissen. So hatte ich das Glück, dass diese Woche Montag (am 26.03.2012) tatsächlich die Westdeutsche Zeitung (WZ) einen kleinen Artikel im Wuppertaler Lokalteil über WuppTour veröffentlicht hat. Das freut mich wirklich sehr (trotz Tippfehler in meinem Namen) und ist hoffentlich mit weitreichender Publicity verbunden. Bisher hat das zwar nicht zu steigenden Verkaufszahlen geführt, aber zumindest gab es an diesem Montag etwa 5x soviele Besucher auf der Webseite der App wie zuvor.

AUF TOUR MIT WUPPTOUR

Als wäre das noch nicht genug, hat auch Radio Wuppertal einen kleinen Beitrag gesendet. Leider habe ich ihn selbst nicht gehört, aber bereits eine Anfrage an die Redaktion geschickt, ob ich eine Kopie bekommen kann. Nach diesen Berichterstattungen im Web, Radio und seitens der Printmedien warte ich nun hoffnungsvoll auf den Anruf vom Fernsehen. So ein kleiner Beitrag in der Aktuellen Stunde vom WDR wäre schon fein! ;-)

Spaß und Größenwahn mal beiseite: Auch wenn sich die Veröffentlichungen nicht im Umsatz widerspiegeln, verbuche ich diese Medienpräsenz dennoch unter “Erfolg” und genieße diese Wertschätzung. Mittelfristig wird daraus sicherlich doch noch ein höherer Absatz der App entstehen, wenn sich das Wissen um die Existenz der App weit genug verbreitet hat. Mundpropaganda eben! Stand heute Abend (28.03.2012) ist die App insgesamt stolze 65x heruntergeladen worden, wovon neun Downloads kostenlos eingelöste Promo-Codes sind. Nachdem ich in diesem Artikel pessimistische 140 Downloads für das gesamte erste Jahr prophezeit hatte, ist es wirklich bemerkenswert, bereits nach genau zwei Wochen knapp die Hälfte davon verzeichnen zu können!

Seit dem letzten Wochenende ist nun auch das Update V1.1 im App Store erhältlich. Es beinhaltet die englischen Tonaufnahmen, iPad Retina Display Grafiken und kleinere Verbesserungen. Passend dazu ist auch die englische Übersetzung der WuppTour Webseite online gegangen. Für ein multilinguales WordPress kann ich das Plugin qTranslate von Qian Qin wirklich sehr empfehlen!

Last but not least folgend wieder mal einige Links. Wer sich vielleicht ebenfalls mit der iOS App Entwicklung auseinandersetzen will, sollte sich diese Einführung von Apple mal ansehen. Dort sind anschaulich und verständlich alle Phasen der App Entwicklung aufbereitet.

Während des Entwicklungsprozesses wird jeder App-Entwickler, als auch jeder App-Designer, irgendwann an den Punkt kommen, den jeweiligen Gegenpart nicht wirklich verstehen zu können. Um beiden Seiten einen Einblick in den Gegenpart – inklusive Empfehlungen – zu verschaffen, lege ich die Lektüre von zwei Blog-Artikeln von Matt Gemmell nahe:

 

Meine erste iPhone App – Folge 21

Von , 19. März 2012

WuppTour_AppStore_Ranking_initial

Was für ein fulminanter Start für einen Anfänger wie mich. Meine erst iPhone App WuppTour landete am vergangenen Mittwoch in den App Store Charts aus dem Stand auf Platz 21 der meistgekauften Apps in der Kategorie “Reisen”. Wahnsinn, das hätte ich nie für möglich gehalten! Mir ist natürlich klar, dass der Großteil der Erstkäufer die sogenannten “friendly customer” waren, also Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Trotzdem war ich überwältigt, da ich nicht mit solch einem großen Interesse an meiner Arbeit gerechnet habe. Vielen dank an alle, ihr seid großartig!

Aber noch mal kurz zurück: Der Release einer App ist wirklich ein “Pain in the Ass”. Tausend Dinge sind im Developer Portal, genauer iTunes Connect, auszufüllen und bis die App schlussendlich korrekt signiert und zu Apple hochgeladen ist, sind ein paar Stündchen Zeit vergangen! Das Approval hat dafür anschließend die üblichen 7 Tage gedauert und ging ohne Murren seitens Apple durch.

Jetzt ist die App bereits einige Tage im Store und ich kann berichten, dass bereits 41 Downloads zu verzeichnen sind. Fünf davon entfallen allerdings auf Promo Codes, welche ich einigen Personen zukommen lassen habe, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben. Mit einem Promo Code lässt sich die App kostenfrei herunterladen. Spannend wird nun, wie viele echte Kunden die App in den nächsten Monaten erwerben werden. Darüber werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten!

Bei aller Freude war ich selbstverständlich nicht untätig und habe die englischen Tonaufnahmen fertig geschnitten und in die App eingepflanzt. Darüber hinaus habe ich alle Bilder und Grafiken überarbeitet, damit die App auch auf dem neuen iPad Retina Display sauber und scharf aussieht. Das Update habe ich soeben bei Apple eingereicht und in diesem Zuge nun auch alle App Stores weltweit freigeschaltet.

Während der Content der deutschen WuppTour Webseite fertig gestellt ist, plane ich nun auch eine englischsprachige Version zu erstellen. Dazu muss ich aber erstmal schauen, wie man WordPress das beibringen kann. Abschließend möchte ich noch einen Tipp zum Monitoring von Apps geben. Die Webseite AppAnnie speichert sämtliche Statistiken über Verkäufe, Rankings und Einnahmen und bereitet diese übersichtlich in Diagrammen auf. Darüber hinaus noch ein Hinweis für App Entwickler auf diesen Artikel, der viele Tipps für die Umstellung von Apps für das Retina Display des neuen iPads enthält.

Meine erste iPhone App – Folge 20

Von , 8. März 2012

Tonaufnahmen WuppTour

Die Tonaufnahmen wurden Anfang letzte Woche im Studio aufgezeichnet und dann im Laufe der Woche noch geschnitten und ausgepegelt. Freitagabend hielt ich dann überglücklich endlich den Datenträger in den Händen. Nervös nestelte ich die CD in das SlotIn Laufwerk meines iMac’s und kopierte alle 30 MP3 Dateien auf den Rechner. Dann startete ich die erste Aufnahme, lauschte gebannt und bekam eine Gänsehaut:

Wahnsinn! Wie geil ist das denn bitte!?!

Nach den ersten zwei gehörten Sätzen war es sofort klar: Die Aufnahmen sind der Knaller! Die Agentur Kommposition Media hat wirklich ganze Arbeit geleistet! Respekt und vielen Dank an dieser Stelle! Es wurde eine weiblicher und ein männlicher Sprecher für die Aufnahmen eingesetzt. Dadurch ergibt sich für den Hörer eine schöne Abwechslung. Besonders hervorheben kann man wirklich die Sprecherin, die offensichtlich ein aussergewöhnliches Talent für bewegendes Vorlesen hat und auch bereits den Schwebebahn Guide gesprochen hat. Ich bin wirklich Stolz, den Nutzern meiner App ein so grandioses Hörerlebnis bieten zu können – zumindest auf Deutsch.

Wie letzte Woche bereits erwähnt, hat das Budget leider nicht für weitere professionelle Aufnahmen auf Englisch ausgereicht. Daher habe ich mir eine Möglichkeit zur Aufnahme über eine liebe Bekannte gesucht, die einen Band-Proberaum mit entsprechender Technik zur Verfügung stellen konnte. Das eigentliche Sprechen übernahm dieselbe Person, die auch bereits den Großteil der Texte ins Englische übersetzt hat. Es war spannend, derlei Aufnahmen in Eigenregie umzusetzen, und ich muss sagen, dass ich mir das wesentlich einfacher vorgestellt hatte. Vor einem Micro zu sprechen, so dass es dynamisch klingt, ist extrem schwer. Das bedienen der Technik ist als Laie auch so eine Sache, und so haben wir dann auch etwa 6h für 35 Minuten Tonspuren gebraucht. Der Löwenanteil der Arbeit kommt aber nun noch: Das Schneiden und Nachbearbeiten der Aufnahmen! Ich befürchte, damit werde ich mich noch eine ganze Weile rumquälen müssen.

The status for the following app has changed to Waiting For Review.

App Name: WuppTour
App Version Number: 1.0

Aus diesem Grunde habe ich mich dann gestern Abend auch dazu entschieden, die deutsche Version bereits bei Apple einzureichen und die englische Sprachausgabe später per Update nachzuschieben. Sobald Apple die Freigabe erteilt hat, wird WuppTour erstmal nur in folgenden App Stores erscheinen: Deutschland, Schweiz, Österreich und Niederlande. Natürlich bin ich jetzt sehr gespannt, wie lange die Prüfung durch Apple dauern wird. Üblicherweise sollte sich das im Rahmen von 7-10 Tagen bewegen, also noch genug Zeit, nervös und aufgeregt zu sein. An sich sollte alles passen. Eine letzte Qualitätskontrolle vor 2 Tagen war ebenfalls erfolgreich und förderte noch ein paar kleine Verbesserungsvorschläge zu Tage, die ich teilweise bereits umgesetzt habe. Es war interessant zu sehen, auf welche Probleme total unbedarfte Anwender stoßen. Danke nochmal an dieser Stelle an Kristina und Marc!

Ebenfalls ergänzt habe ich noch einen Facebook- und Twitter-Button, die zu den jeweiligen sozialen Netzwerken führen, über die ich Marketing für WuppTour betreibe. Vielleicht schaffe ich es, über die App zufriedene Anwender zu erreichen und somit die Reichweite noch ein wenig zu erhöhen. Dringend mit Content gefüllt werden muss auch noch die Webseite für WuppTour, was ich die kommenden Tage machen werde. Die obligatorischen Link Tipps bleiben heute ausnahmsweise mal aus. Diese werde ich im nächsten Artikel nachreichen, wenn ich hoffentlich dann von der erfolgreich eingestellten ersten iPhone App berichten kann. :-)

Meine erste iPhone App – Folge 19

Von , 26. Februar 2012

WuppTourDetail20120222Die angekündigte Generalprobe war ein voller Erfolg! Das musste und durfte jetzt zuerst mal in aller Deutlichkeit gesagt werden – finde ich! Etwas angespannt war ich ja schließlich doch im Vorfeld, ob alles so funktionieren würde, wie ich mir das gedacht hatte. Glücklicherweise waren diese Bedenken aber absolut unbegründet und so war der Stadtrundgang mithilfe meiner ersten iPhone App – WuppTour – für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis. Selbst mir (oder gerade mir?) hat es viel Spaß gemacht, obwohl ich die Route und Texte ja bereits ausgiebig kannte. Aber nun genug aus der Stolz geschwellten Brust und zurück zum sachlichen Ton. Die Führung gestaltete sich so, dass die App eigentlich total in den Hintergrund geriet. Einzig der gelegentliche Blick auf die Entfernungsanzeige oder aber die Karte zur Orientierung für den Weg waren vonnöten. Und selbst das blieb an diversen Stationen aus, da viele Wegweisungen in den Texten enthalten sind und vollkommen ausreichend waren, um nicht von der richtigen Route abzukommen. Ein Fazit bezüglich meines optischen Aufbaus der App kann ich jetzt schon ziehen: Beim nächsten Mal würde ich es anders machen. Während ich jetzt die Bilder und Texte sehr prominent plaziert habe, was für jemanden wichtig ist, der nicht vor Ort ist und sich zum Beispiel nur die App ansehen will oder sich mit ihrer Hilfe über Wuppertal informieren will, wurden diese faktisch während des Rundganges fast komplett ignoriert. Wir waren primär fixiert auf unsere Umwelt und lauschten den Erzählungen aus den Kopfhörern. Übrigens: Meine Stimme ist definitiv für solche Aufnahmen gänzlich ungeeignet! Habt ihr mal versucht, zügig und deutlich “klassizistisch” auszusprechen? Probiert es mal! ;-)
Im Prinzip jedenfalls eigentlich genau richtig, dass die App kaum bedient werden musste. Ich habe ja schliesslich eine App für ein tolles Stadtführungs-Erlebnis gemacht und nicht eine App um der App willen.

Neben den – zugegebenermaßen nicht objektiven – Lobgesängen der anderen Teilnehmer, gab es natürlich auch ein paar Kritikpunkte, die es würdig waren, nochmal drüber nachzudenken. Allesamt aber harmlos und schnell gelöst. Einige Textstellen sind somit nun überarbeitet worden, die teils zu lang waren oder aber unnötige Informationen enthielten. Auch das Risiko, Erwähnungen im Text zu haben, die eventuell in einigen Monaten oder wenigen Jahren schon wieder ganz anders sein können, sollte man vermeiden. Als Beispiel sei hier die Erwähnung eines Ladenlokals genannt, was theoretisch von heute auf morgen umziehen oder schließen könnte. Während Texte in der App schnell über ein Update korrigiert werden könnten, sind Änderungen an den Tonaufnahmen mit sehr hohen Kosten verbunden. Neben den inhaltlichen Änderungen habe ich die Koordinaten eines POI’s etwas versetzt und noch einen Bug gefixt, der erst während der Generalprobe aufgefallen war. Es gab zwei Stellen, an denen das GPS Signal aufgrund der baulichen Gegebenheiten zu ungenau war und somit die Informationen nicht automatisch gestartet wurden. An sich nicht schlimm, schliesslich habe ich genau dafür die Möglichkeit eingebaut, dass man eine Station während der Führung manuell anwählen kann – siehe Screenshot aus dem letzten Blog Artikel. Hierbei zeigte sich dann das Problem, dass der POI erneut gespielt wurde, als dann das GPS System doch noch den Punkt fand. Dafür habe ich mir bereits etwas einfallen lassen und in die App eingebaut. Ebenfalls vorgenommen habe ich mir nochmal den Code im Allgemeinen und etwas Härtung betrieben. Anwender haben nun mal die “besten” Ideen, wenn es um die Benutzung von Software geht, und da soll die App natürlich nicht abstürzen, sondern entsprechend fehlertolerant damit umgehen können. Ob mir das ausreichend gelungen ist, werden die App Store Kritiken und Support Anfragen zeigen.

Abschliessend kann ich berichten, dass die Übersetzungen ins Englische fertig sind. Derzeit ist allerdings leider offen, ob und wie die englischen Tonaufnahmen gemacht werden können. Es zeigte sich leider, dass das Budget nur für die Aufnahme im Tonstudio für eine Sprache reicht. Die Zielgruppe der deutschsprachigen Kunden ist etwa 20x so groß wie die der englischen Version. Da es mir aber trotzdem sehr wichtig ist, beide Sprachen im ersten Release mit drin zu haben, wäge ich gerade die verschiedenen Möglichkeiten ab. Im schlimmsten Fall spreche ich es selbst – lieber eine schlechte als gar keine Aufnahme! Wer also ein gutes Mikrofon hat und/oder jemanden kennt, der ein Native-Speaker ist und gut vorlesen kann, bitte dringend melden!

Apropos Zielgruppe und Zahlen: An dieser Stelle meinen Glückwunsch an das Wuppertal Marketing für den überragenden Erfolg ihres kostenlosen Schwebebahn Guides, der innerhalb von 6 Monaten 6000 mal runtergeladen wurde, wie auch die WZ berichtete. Das zeigt, wie groß das Interesse an derlei multimedialen touristischen Angeboten ist, und ich hoffe, dass WuppTour an diesen Erfolg anknüpfen kann.

Ein paar Tipps noch: Wer einen Beta-Tester im Entwicklungsprozess benötigt, sollte sich mal diese Anleitung zur Erstellung eines Ad-Hoc Builds ansehen. Um die UDID des Testgeräts ermitteln zu lassen, sei folgende kostenlose und sehr nützliche App erwähnt: UDID, welches mir von allen Apps für diesen Zweck am besten gefallen hat.

Meine erste iPhone App – Folge 18

Von , 15. Februar 2012

WupperTourGuideEs ist geschafft! Der nächste persönliche Meilenstein ist erreicht und abgehakt: Die App ist aus Programmierer-Sicht fertig! Das ist wirklich ein kleiner Grund zu feiern. Yippieh!!! Meine ToDo Liste ist abgearbeitet und meine Testfälle waren erfolgreich. Zum einen ist der Bug bei dem Wechsel von einem POI zum nächsten (View Switch) behoben, und zum anderen werden POI’s nun gepuffert. Erreicht man also einen POI, bevor die Wiedergabe der Tonspur beendet ist, wird bis zum Ende derselbigen gewartet und erst dann der neue POI angezeigt. Was nun noch bleibt, ist die Generalprobe übermorgen, bei der zum ersten Mal jemand “Fremdes” mit der App den gesamten Rundgang gehen wird – in meinem Beisein. Da kann natürlich noch etwas unvorhergesehenes auftauchen, aber ich bin zuversichtlich, dass das eher Dinge sein werden, die mit dem Inhalt der Stadtführung zu tun haben werden und weniger mit den technischen Aspekten der App selbst. Was in der Hauptsache dann nach der Generalprobe endlich angegangen wird, sind die Aufnahmen im Tonstudio. Dazu müssen die Texte der englischen Übersetzung fertig sein, die derzeit noch in Arbeit sind. Zeitplan dafür ist, bis Ende nächster Woche fertig zu sein. Sollten die Aufnahmen dann Anfang März erstellt sein, könnte die App demnach bis Ende März im Store sein. Bis dahin heißt es für mich, Geduld bewahren und schon mal den Content der Webseite für www.wupptour.de angehen.

Langweilig wird mir jedoch leider nicht werden. Es gibt noch viele offene Punkte, die im Rahmen der Selbstständigkeit geklärt werden müssen. Letzte Woche habe ich endlich das Gewerbe angemeldet und muss nun die Informationen für das Finanzamt fertig machen. Es ist wirklich nicht einfach, sich der neuen Aufgaben klar zu werden, die einem als Gewerbetreibenden drohen. Ein Steuerberater kommt hierbei nicht in Frage, da der geschätzte Umsatz die Kosten dafür nicht rechtfertigt! Ich kann sagen, ein sehr schwieriges Thema! Das wird auch nicht gerade erleichtert, da man im App Store weltweit Geschäfte/Exporte tätigt. Dabei sind EU Bestimmungen als auch Steuer-Abkommen mit sogenannten “Drittländern” zu berücksichtigen. Erschwerend in der Sache kommt hinzu, dass ich mich vermutlich nicht wie hier angekündigt, für die “Kleinunternehmerregelung” entscheiden werde. Aber zu diesem Thema werde ich mich aufgrund des Umfangs nochmal in einem späteren Artikel äussern, wenn auch alles final ist.

Nun möchte ich noch zu dem letzten umfangreichen Artikel bzgl. der Verkaufsschätzungen etwas ergänzen. Wie ich zufällig letzte Woche gelesen habe, waren meine Zahlen teilweise veraltet und somit zu knapp angesetzt. Ich ging von einer weltweiten iPhone Verbreitung von 5% aus. Neue Zahlen besagen allerdings, dass wir mittlerweile bei 9% angelangt sind. Allerdings handelt es sich dabei um die aktuellen Verkäufe (2011) und nicht um die absolute Verbreitung. Da ein Handy durchschnittlich aber wohl nur wenig mehr als 2 Jahre Lebenszeit hat, spiegelt sich das mittelfristig auch im Gesamt Handy Bestand wieder. Genauere Umsatz-Zahlen findet ihr bei Interesse hier. Davon ab wurde ich auf Facebook gefragt, wie meine Besucherzahlen zustande gekommen sind. Diese stammen aus der offiziellen Stastik-Datenbank von der Stadt Wuppertal. Aus einer weiteren Quelle kann ich noch ergänzen, dass der Anteil ausländischer Besucher aus den Niederlanden am Größten ist, etwa 4.500 Personen jährlich. Die zweitgröße Gruppe ist mit etwa 3.000 Personen aus Frankreich. Alle weiteren sind für etwaige zusätzliche Übersetzungen der App nicht relevant. Sollte es also gut laufen, wäre gegebenenfalls eine Übersetzung in Niederländisch und Französisch denkbar.

Abschließend folgen jetzt eine ganze Reihe Links die ich los werden möchte, die für (angehende) App Entwickler interessant sein dürften. Wer generell App Entwicklung in Objective-C für iOS lernen möchte, sollte sich unbedingt dieses Buch (Affiliate Link) von Matt Neuburg ansehen. Eine umfangreiche und gute Einführung, aber auch Vertiefung der Materie.

Wer in einer App Entwicklung in die Verlegenheit kommen sollte, selbst erstellte TableViews nutzen zu wollen, also Custom-Table-Cells kreieren muss, sollte sich unbedingt dieses Tutorial ansehen. Es weicht von den sonst üblichen Vorgehensweisen und Empfehlungen ab und schafft auf relativ simple Weise sehr performante TableViews.

Eine Frage die ich mir selbst während der Entwicklung gestellt habe war, welche Methoden des SDK darf ich nutzen, um nicht zu viele User mit älteren iOS Versionen auszuschließen? Sprich: Welche iOS Versionen sollte man unbedingt unterstützen? Matt Gemmell hat hier einen sehr guten Artikel zu geschrieben. Kernaussage war, dass im Gegensatz zum Android Bereich, iPhone und iPad Nutzer relativ schnell auf die neuen iOS Versionen updaten.

98.8% had iOS 4+ and 87.3% had iOS 4.3+

Dadurch dass also tatsächlich die Masse auf zumindest der aktuellen und der letzten Version ist, kann man sich den Mehraufwand für die Unterstützung älterer Geräte bzw. iOS Versionen sparen! Sehr schön! :-)

Meine erste iPhone App – Folge 17

Von , 1. Februar 2012

WuppTourQuellcodeKnapp 2 Wochen sind vergangen, seit dem letzten Update zu meiner ersten iPhone App hier im Blog. Es gab viele und wesentliche Veränderungen unter der Haube, aber nur minimal sichtbare in der App selbst. Daher steht dieser Artikel und der Screenshot ganz im Zeichen des Entwickler Handwerks. Das Wort Handwerk ist da wirklich passend, fühle ich mich doch tatsächlich wie ein virtueller Maurer, der Stück für Stück das Häusle fertig baut. Ich muss immer seltener langwierig recherchieren und rumprobieren, sondern habe bereits viele Aspekte relativ gut verinnerlicht. Meist reicht ein Blick in die wirklich hervorragende Apple Developer Dokumentation und ich weiß was ich zu tun habe. Zumindest für die Aufgaben, die der Rahmen meiner App absteckt. Dieser ist zugegebenermaßen nicht gerade allumfassend, aber ist ja auch die erste App. Aber woran genau habe ich denn gearbeitet? Im Fokus stand die eigentliche Führungsautomatik, also die Kernfunktion der App. Hier habe ich nochmal wesentliche Umbauten vorgenommen und Feinschliff betrieben. Einher ging das mit mehreren kleinen Testläufen draußen, was durch die derzeit herschende Kälte nicht immer lustig war. Das ist der Fluch, wenn man eine App mit GPS Funktion baut – zum Testen muss man immer raus! Zudem bin ich zwischen zwei eng beeinander liegenden POIs in der Wuppertaler Innenstadt wie ein verhaltensgestörter Löwe im Zoo hin und her gelaufen. Ich hoffe ich bin in der Einkaufsstrasse nicht aufgefallen. ;)

Speziell ging es darum, einige Dinge auszuloten: GPS Genauigkeit in den Wuppertaler Häuserschluchten, ermitteln der idealen Minimaldistanz zu den POIs für den Start der Tonaufnahmen und Übergang der Führungsautomatik von einem POI zum anderen und deren grafische Darstellung. Genau beim letzten Punkt habe ich dann tasächlich auch noch einen Bug gefunden, der durch den zu schnellen Wechsel der Views entsteht (popView/pushView). Zusätzlich habe ich eine weitere Ansicht erstellt, die den Benutzer bei der eigentlichen Führung unterstützt. Angezeigt wird die Entfernung zur nächsten, vorrangegangenen und übernächsten Station. Ausserdem kann der Anwender die Einblendung und Abspielung für diese drei POI’s forcieren. Das kann z.B. dann notwendig werden, wenn die GPS Genaugkeit zu gering ausfällt oder der Anwender aus irgendeinem Grund den vohrherigen POI erneut hören möchte.

Kommen wir zu weiteren erfreulichen Dingen: Apple geht es hervorragend! Das vergangene Quartal endete für Apple wieder mit einem neuen Rekord Ergebnis. Die letzten 3 Monate erwirtschafteten sie bei 43 Milliarden Umsatz einen Gewinn von 13 Milliarden Dollar. Damit machen sie soviel Gewinn wie Google Umsatz einfährt. Das ist eine Verdopplung des Gewinns innerhalb von einem Jahr! Das Barvermögen beläuft sich mittlerweile auf knapp 100 Milliarden Dollar. Eine unfassbare Erfolgskurve! Und: Was für Apple gut ist, ist für App Entwickler noch besser – dazu passt ein schönes Zitat von Matt Gemmell:

Pretty good time to be a developer or designer working with the iOS platform.

Dem kann ich nichts hinzufügen und freue mich über die stetig fortschreitende iPhone Verbreitung. Schließlich steigt für mich damit die potentielle Käuferschaft, auch wenn die bisher verkauften 315 Millionen iOS Geräte schon mehr als komfortabel sind. Übrigens wurden seit dem App Store Launch (laut iPhoneBlog) mittlerweile insgesamt 4 Milliarden Dollar an Entwickler ausgezahlt. Mal sehen, wieviel von dem Kuchen zukünftig bei mir landen wird. Eine erste Analyse dazu gab es von mir ja bereits hier. Massig werden die Verkaufszahlen aufgrund der kleinen Zielgruppe aber nicht ausfallen. Im ersten Jahr setzt sich die Zielgruppe aus etwa 10.500 Besuchern und ca. 17.500 Wuppertalern zusammen, die ein iPhone besitzen. Aber wie viele von 28.000 potentiellen Kunden werden im ersten Jahr meine App auch kaufen? Aus dem Bauch heraus würde ich mal von maximal 0,5% ausgehen, was dann 140 App Verkäufen entsprechen würde. Bezogen auf das erste Jahr inklusive Wuppertaler Einheimischer. In den Folgejahren dürfte sich das weitgehend auf die Besucher von ausserhalb reduzieren und somit bei etwa 50 Verkäufen einpendeln. Die Steigerung der iPhone Verbreitung ist natürlich zu beachten, ebenso eventuelle Käufe auf non-iPhone Geräten, als auch potentiellen Käufern aus umliegenden Städten mit Interesse für Wuppertal oder Interesse an meiner App im Speziellen. Fazit dieser Prognose: Nichts um reich zu werden oder auch nur annähernd etwas, mit dem man den Arbeitsaufwand rechtfertigen kann, aber darum ging es auch nie!
Folgend eine Grafik, wie es im optimalsten Fall verlaufen könnte:

PrognoseWuppTour

5 Jahres Prognose WuppTour

Würde ich dieses Ziel tatsächlich erreichen, wäre ich mehr als glücklich. Ob es zu pessimistisch oder zu optimistisch ist, wird sich im Laufe der ersten 12 Monate zeigen. Sobald die App endlich im Store ist, werde ich selbstverständlich auch darüber laufend berichten.

Wie gewöhnlich möchte ich den Artikel wieder mit interessanten Links abschließen. Zum einen ein kurzer Artikel im iPhoneBlog über die Wichtigkeit eines App Icons, was ich so unterschreiben möchte, allerdings einwerfen muss, dass das auch relativ zur App und dem Entwicklunsg-Budget zu sehen ist. Für WuppTour gab es insgesamt 4 Icon Versionen und dann muss es aber auch gut sein. Gleiches gilt für das App Design im Allgemeinen. Natürlich kann man mit VIEL mehr Energie was VIEL schöneres zaubern, darf aber auch die Relation zum eigenen Aufwand, KnowHow und Budget nicht ausser acht lassen. Eine schwierige Situation für einen Anfänger wie mich, in der heutigen Zeit zu bestehen, in der der Anwender durch große Investitionsbereitschaft und unendlicher Man-Power der “GlobalPlayer” im AppStore, äusserst Augen verwöhnt ist. Dazu passt besonders gut der nächste Link “Steal good Stuff” mit einer breiten Auswahl an guten beispielhaften App Designs.

Panorama Theme by Themocracy