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Meine erste iPhone App – Folge 18

Von , 15. Februar 2012

WupperTourGuideEs ist geschafft! Der nächste persönliche Meilenstein ist erreicht und abgehakt: Die App ist aus Programmierer-Sicht fertig! Das ist wirklich ein kleiner Grund zu feiern. Yippieh!!! Meine ToDo Liste ist abgearbeitet und meine Testfälle waren erfolgreich. Zum einen ist der Bug bei dem Wechsel von einem POI zum nächsten (View Switch) behoben, und zum anderen werden POI’s nun gepuffert. Erreicht man also einen POI, bevor die Wiedergabe der Tonspur beendet ist, wird bis zum Ende derselbigen gewartet und erst dann der neue POI angezeigt. Was nun noch bleibt, ist die Generalprobe übermorgen, bei der zum ersten Mal jemand “Fremdes” mit der App den gesamten Rundgang gehen wird – in meinem Beisein. Da kann natürlich noch etwas unvorhergesehenes auftauchen, aber ich bin zuversichtlich, dass das eher Dinge sein werden, die mit dem Inhalt der Stadtführung zu tun haben werden und weniger mit den technischen Aspekten der App selbst. Was in der Hauptsache dann nach der Generalprobe endlich angegangen wird, sind die Aufnahmen im Tonstudio. Dazu müssen die Texte der englischen Übersetzung fertig sein, die derzeit noch in Arbeit sind. Zeitplan dafür ist, bis Ende nächster Woche fertig zu sein. Sollten die Aufnahmen dann Anfang März erstellt sein, könnte die App demnach bis Ende März im Store sein. Bis dahin heißt es für mich, Geduld bewahren und schon mal den Content der Webseite für www.wupptour.de angehen.

Langweilig wird mir jedoch leider nicht werden. Es gibt noch viele offene Punkte, die im Rahmen der Selbstständigkeit geklärt werden müssen. Letzte Woche habe ich endlich das Gewerbe angemeldet und muss nun die Informationen für das Finanzamt fertig machen. Es ist wirklich nicht einfach, sich der neuen Aufgaben klar zu werden, die einem als Gewerbetreibenden drohen. Ein Steuerberater kommt hierbei nicht in Frage, da der geschätzte Umsatz die Kosten dafür nicht rechtfertigt! Ich kann sagen, ein sehr schwieriges Thema! Das wird auch nicht gerade erleichtert, da man im App Store weltweit Geschäfte/Exporte tätigt. Dabei sind EU Bestimmungen als auch Steuer-Abkommen mit sogenannten “Drittländern” zu berücksichtigen. Erschwerend in der Sache kommt hinzu, dass ich mich vermutlich nicht wie hier angekündigt, für die “Kleinunternehmerregelung” entscheiden werde. Aber zu diesem Thema werde ich mich aufgrund des Umfangs nochmal in einem späteren Artikel äussern, wenn auch alles final ist.

Nun möchte ich noch zu dem letzten umfangreichen Artikel bzgl. der Verkaufsschätzungen etwas ergänzen. Wie ich zufällig letzte Woche gelesen habe, waren meine Zahlen teilweise veraltet und somit zu knapp angesetzt. Ich ging von einer weltweiten iPhone Verbreitung von 5% aus. Neue Zahlen besagen allerdings, dass wir mittlerweile bei 9% angelangt sind. Allerdings handelt es sich dabei um die aktuellen Verkäufe (2011) und nicht um die absolute Verbreitung. Da ein Handy durchschnittlich aber wohl nur wenig mehr als 2 Jahre Lebenszeit hat, spiegelt sich das mittelfristig auch im Gesamt Handy Bestand wieder. Genauere Umsatz-Zahlen findet ihr bei Interesse hier. Davon ab wurde ich auf Facebook gefragt, wie meine Besucherzahlen zustande gekommen sind. Diese stammen aus der offiziellen Stastik-Datenbank von der Stadt Wuppertal. Aus einer weiteren Quelle kann ich noch ergänzen, dass der Anteil ausländischer Besucher aus den Niederlanden am Größten ist, etwa 4.500 Personen jährlich. Die zweitgröße Gruppe ist mit etwa 3.000 Personen aus Frankreich. Alle weiteren sind für etwaige zusätzliche Übersetzungen der App nicht relevant. Sollte es also gut laufen, wäre gegebenenfalls eine Übersetzung in Niederländisch und Französisch denkbar.

Abschließend folgen jetzt eine ganze Reihe Links die ich los werden möchte, die für (angehende) App Entwickler interessant sein dürften. Wer generell App Entwicklung in Objective-C für iOS lernen möchte, sollte sich unbedingt dieses Buch (Affiliate Link) von Matt Neuburg ansehen. Eine umfangreiche und gute Einführung, aber auch Vertiefung der Materie.

Wer in einer App Entwicklung in die Verlegenheit kommen sollte, selbst erstellte TableViews nutzen zu wollen, also Custom-Table-Cells kreieren muss, sollte sich unbedingt dieses Tutorial ansehen. Es weicht von den sonst üblichen Vorgehensweisen und Empfehlungen ab und schafft auf relativ simple Weise sehr performante TableViews.

Eine Frage die ich mir selbst während der Entwicklung gestellt habe war, welche Methoden des SDK darf ich nutzen, um nicht zu viele User mit älteren iOS Versionen auszuschließen? Sprich: Welche iOS Versionen sollte man unbedingt unterstützen? Matt Gemmell hat hier einen sehr guten Artikel zu geschrieben. Kernaussage war, dass im Gegensatz zum Android Bereich, iPhone und iPad Nutzer relativ schnell auf die neuen iOS Versionen updaten.

98.8% had iOS 4+ and 87.3% had iOS 4.3+

Dadurch dass also tatsächlich die Masse auf zumindest der aktuellen und der letzten Version ist, kann man sich den Mehraufwand für die Unterstützung älterer Geräte bzw. iOS Versionen sparen! Sehr schön! :-)

Meine erste iPhone App – Folge 17

Von , 1. Februar 2012

WuppTourQuellcodeKnapp 2 Wochen sind vergangen, seit dem letzten Update zu meiner ersten iPhone App hier im Blog. Es gab viele und wesentliche Veränderungen unter der Haube, aber nur minimal sichtbare in der App selbst. Daher steht dieser Artikel und der Screenshot ganz im Zeichen des Entwickler Handwerks. Das Wort Handwerk ist da wirklich passend, fühle ich mich doch tatsächlich wie ein virtueller Maurer, der Stück für Stück das Häusle fertig baut. Ich muss immer seltener langwierig recherchieren und rumprobieren, sondern habe bereits viele Aspekte relativ gut verinnerlicht. Meist reicht ein Blick in die wirklich hervorragende Apple Developer Dokumentation und ich weiß was ich zu tun habe. Zumindest für die Aufgaben, die der Rahmen meiner App absteckt. Dieser ist zugegebenermaßen nicht gerade allumfassend, aber ist ja auch die erste App. Aber woran genau habe ich denn gearbeitet? Im Fokus stand die eigentliche Führungsautomatik, also die Kernfunktion der App. Hier habe ich nochmal wesentliche Umbauten vorgenommen und Feinschliff betrieben. Einher ging das mit mehreren kleinen Testläufen draußen, was durch die derzeit herschende Kälte nicht immer lustig war. Das ist der Fluch, wenn man eine App mit GPS Funktion baut – zum Testen muss man immer raus! Zudem bin ich zwischen zwei eng beeinander liegenden POIs in der Wuppertaler Innenstadt wie ein verhaltensgestörter Löwe im Zoo hin und her gelaufen. Ich hoffe ich bin in der Einkaufsstrasse nicht aufgefallen. ;)

Speziell ging es darum, einige Dinge auszuloten: GPS Genauigkeit in den Wuppertaler Häuserschluchten, ermitteln der idealen Minimaldistanz zu den POIs für den Start der Tonaufnahmen und Übergang der Führungsautomatik von einem POI zum anderen und deren grafische Darstellung. Genau beim letzten Punkt habe ich dann tasächlich auch noch einen Bug gefunden, der durch den zu schnellen Wechsel der Views entsteht (popView/pushView). Zusätzlich habe ich eine weitere Ansicht erstellt, die den Benutzer bei der eigentlichen Führung unterstützt. Angezeigt wird die Entfernung zur nächsten, vorrangegangenen und übernächsten Station. Ausserdem kann der Anwender die Einblendung und Abspielung für diese drei POI’s forcieren. Das kann z.B. dann notwendig werden, wenn die GPS Genaugkeit zu gering ausfällt oder der Anwender aus irgendeinem Grund den vohrherigen POI erneut hören möchte.

Kommen wir zu weiteren erfreulichen Dingen: Apple geht es hervorragend! Das vergangene Quartal endete für Apple wieder mit einem neuen Rekord Ergebnis. Die letzten 3 Monate erwirtschafteten sie bei 43 Milliarden Umsatz einen Gewinn von 13 Milliarden Dollar. Damit machen sie soviel Gewinn wie Google Umsatz einfährt. Das ist eine Verdopplung des Gewinns innerhalb von einem Jahr! Das Barvermögen beläuft sich mittlerweile auf knapp 100 Milliarden Dollar. Eine unfassbare Erfolgskurve! Und: Was für Apple gut ist, ist für App Entwickler noch besser – dazu passt ein schönes Zitat von Matt Gemmell:

Pretty good time to be a developer or designer working with the iOS platform.

Dem kann ich nichts hinzufügen und freue mich über die stetig fortschreitende iPhone Verbreitung. Schließlich steigt für mich damit die potentielle Käuferschaft, auch wenn die bisher verkauften 315 Millionen iOS Geräte schon mehr als komfortabel sind. Übrigens wurden seit dem App Store Launch (laut iPhoneBlog) mittlerweile insgesamt 4 Milliarden Dollar an Entwickler ausgezahlt. Mal sehen, wieviel von dem Kuchen zukünftig bei mir landen wird. Eine erste Analyse dazu gab es von mir ja bereits hier. Massig werden die Verkaufszahlen aufgrund der kleinen Zielgruppe aber nicht ausfallen. Im ersten Jahr setzt sich die Zielgruppe aus etwa 10.500 Besuchern und ca. 17.500 Wuppertalern zusammen, die ein iPhone besitzen. Aber wie viele von 28.000 potentiellen Kunden werden im ersten Jahr meine App auch kaufen? Aus dem Bauch heraus würde ich mal von maximal 0,5% ausgehen, was dann 140 App Verkäufen entsprechen würde. Bezogen auf das erste Jahr inklusive Wuppertaler Einheimischer. In den Folgejahren dürfte sich das weitgehend auf die Besucher von ausserhalb reduzieren und somit bei etwa 50 Verkäufen einpendeln. Die Steigerung der iPhone Verbreitung ist natürlich zu beachten, ebenso eventuelle Käufe auf non-iPhone Geräten, als auch potentiellen Käufern aus umliegenden Städten mit Interesse für Wuppertal oder Interesse an meiner App im Speziellen. Fazit dieser Prognose: Nichts um reich zu werden oder auch nur annähernd etwas, mit dem man den Arbeitsaufwand rechtfertigen kann, aber darum ging es auch nie!
Folgend eine Grafik, wie es im optimalsten Fall verlaufen könnte:

PrognoseWuppTour

5 Jahres Prognose WuppTour

Würde ich dieses Ziel tatsächlich erreichen, wäre ich mehr als glücklich. Ob es zu pessimistisch oder zu optimistisch ist, wird sich im Laufe der ersten 12 Monate zeigen. Sobald die App endlich im Store ist, werde ich selbstverständlich auch darüber laufend berichten.

Wie gewöhnlich möchte ich den Artikel wieder mit interessanten Links abschließen. Zum einen ein kurzer Artikel im iPhoneBlog über die Wichtigkeit eines App Icons, was ich so unterschreiben möchte, allerdings einwerfen muss, dass das auch relativ zur App und dem Entwicklunsg-Budget zu sehen ist. Für WuppTour gab es insgesamt 4 Icon Versionen und dann muss es aber auch gut sein. Gleiches gilt für das App Design im Allgemeinen. Natürlich kann man mit VIEL mehr Energie was VIEL schöneres zaubern, darf aber auch die Relation zum eigenen Aufwand, KnowHow und Budget nicht ausser acht lassen. Eine schwierige Situation für einen Anfänger wie mich, in der heutigen Zeit zu bestehen, in der der Anwender durch große Investitionsbereitschaft und unendlicher Man-Power der “GlobalPlayer” im AppStore, äusserst Augen verwöhnt ist. Dazu passt besonders gut der nächste Link “Steal good Stuff” mit einer breiten Auswahl an guten beispielhaften App Designs.

Meine erste iPhone App – Folge 16

Von , 13. Januar 2012

WupperTourGuideIcons Egal welchen Kalender ich befrage, alle bleiben standhaft, selbst nach eingehender Prüfung! Es ist bereits das Jahr 2012 und 2011 zählt tatsächlich zur Geschichte. Erschreckend wie die Zeit rennt. Aber wie Charlie Chaplin bereits sagte (Quelle):

Mein einziger Feind ist die Zeit.

Das Problem ist also nicht neu und es haben schon ganz andere damit gekämpft. Von daher kann ich mit erhobenem Haupt zugegeben: Mein Ziel, die App noch 2011 in den Store zu bekommen, ist verfehlt. Leicht enttäuschend, aber kein Drama. Gründe dafür waren hauptsächlich Freizeit Streß, als auch Mangel an Muße während der Feiertage. Aber was interessiert mich die Niederlage von gestern! So treibe ich mich in die Schlacht von morgen mit dem Neujahrsvorsatz, die App in diesem Quartal wirklich im Store zu haben. Da in dieser Aussage zeitlich noch viel Luft ist, erhoffe ich mir keine weitere Verschiebung verkünden zu müssen. Schließlich droht der Tourismus Saison Start im Frühjahr, wo es besonders wichtig ist, pünktlich verfügbar zu sein und hoffentlich die ersten Einnahmen verzeichnen zu können. Und ob ihr es glaubt oder nicht, es fehlt schließlich wirklich nicht mehr viel! ;-)

So ganz untätig war ich in den vergangenen Wochen aber natürlich nicht, daher hier der aktuelle Stand. Die “finalen” Texte habe ich erhalten und eingesetzt. Leider stellte sich dabei heraus, dass diese doch noch nicht so ganz final waren. Nach erneuter Prüfung und Anpassung sind diese aber nun wirklich abgehakt, zumindest auf deutsch. Die englische Variante befindet sich aktuell noch in der Übersetzung. Ausserdem habe ich die Führungs-Seite nochmal angepasst. Mir fehlte es da etwas an Einfachheit und so hat iDörk mir freundlicherweise einen Satz Icons erstellt. Vielen dank an dieser Stelle!!! Ich erhoffe mir daraus, dass der Anwender besser und schneller auf einen Blick erkennen kann, was wichtig ist, um die Führung zu starten. Im Screenshot könnt ihr die neue Ansicht sehen. Nicht sichtbar sind die weiterhin enthaltenen ausführlichen Erklärungen unterhalb der Icons (ScrollView).

Nach den wesentlichen Aussagen in diesem Blog Artikel möchte ich mich den üblichen Wünschen aber trotzdem noch anschließen: Ich hoffe ihr habt ein frohes Fest und einen schönen Übergang in das neue Jahr gehabt und mit euren Familien und Freunden eine gute Zeit verbracht. Möge das Jahr 2012 für uns alle Gesundheit, Erfolg und Glück bringen! CHEERS! :-)

Zum Abschluß dann noch ein interessanter Link, wie es sich in den letzten Artikeln zur WuppTour App bereits etabliert hat. Es handelt sich um einen Artikel, der mal aus der Entwickler Perspektive beleuchtet, warum finanziell nicht alles Gold ist, was da im App Store glänzt:

You Guys Are Millionaires Right?

Meine erste iPhone App – Folge 15

Von , 24. November 2011

Screenshot_WuppTourDEIm Projekt meine erste iPhone App geht es Stück für Stück weiter. Das Design der frisch registrierten Domain www.wupptour.de ist nun fertig. Die Anpassung des Themes hat sich leider als sehr zeitaufwendig gestaltet und ich werde es mir zweimal überlegen, ob ich wirklich nochmal ein Fluid Theme (mit flexibler Breite) editieren möchte, anstatt ein Theme mit fester Breite zu nehmen. Schließlich soll die Webseite auf allen Devices und allen Browsern möglichst gleich aussehen, egal ob PC oder Smartphone und egal mit welchem Browser. Diese Anforderung ist dank der unterschiedlichen Engines aber äusserst schwierig und mit einem Theme mit “fixed-width” wäre das Leben um einiges leichter gewesen. Besonders der CSS Bug im IE7, dass man keine negativen Positionsangaben in Prozent nutzen kann, sei hier mahnend erwähnt! Letztendlich wäre ich mit meinen mageren Web und CSS Kenntnissen auch komplett gescheitert, hätte ich nicht die Hilfe von einigen Personen gehabt. Schließlich wollte ich mich primär mit iOS Entwicklung beschäftigen und mich nicht in Web Techniken einarbeiten. Danken möchte ich also an dieser Stelle besonders @gallenkamp, Marco und iDörk. Aber selbst mit der tollen Unterstützung sind einige Tage vergangen, bis es so war, wie ich mir das vorgestellt habe. Das typische App Webseiten Design sieht natürlich anders aus, aber ich wollte es passend zur App schlicht, schlank und einigermaßen elegant haben. Jetzt fehlt “nur” noch der Content, der bis zum Release der App noch erstellt werden muss.

Weiter habe ich versucht, einige Fans für die Facebook Seite zu gewinnen, was mir zumindest im Freundes- und Bekanntenkreis auch gelungen ist. Anderweitige “Gefällt Mir” Klicks sind bis jetzt leider noch nicht aufgetreten. Das ist schade, aber verwundert mich auch nicht wirklich, so klein wie die Zielgruppe sein dürfte. Wobei klein natürlich relativ ist. Immerhin hat Wuppertal von Januar bis September knapp 158.000 registrierte Besucher zu verzeichnen. Das sind auf das Jahr hochgerechnet über 210.000 Besucher die im Durchschnitt 2,3 Tage verweilen. (Quelle: WZ-Newsline)

Ausgehend von einem weltweiten Handy Marktanteil des iPhones von rund 5% (Quelle), sind das über 10.500 potentielle Kunden für die WuppTour App – jedes Jahr. Mangels nachvollziehbarer Statistiken fehlen in dieser Zahl noch iPad (3G) und iPod Besitzer. Letztere können mangels GPS zwar die App nicht in Form einer automatisierten Führung nutzen, aber durchaus manuell die Führung durchlaufen. Ausserdem kann man vom Content der App sogar profitieren, ohne wirklich die Route vor Ort abzulaufen. Das es auch dafür eine Zielgruppe gibt, zeigen Apps wie Weltstädte – Der Audioführer von Jourist.

An der App selbst hat sich seit dem letzten Beitrag nichts geändert, aber ich habe heute die finalen Texte für die Führung erhalten. Diese werden nun eingebettet, so dass als nächstes nochmal eine Generalprobe starten kann, bevor die Aufnahmen im Tonstudio gemacht werden. Beenden möchte ich den Artikel wieder mit einem interessanten Link bezüglich Crowdsourcing. Es geht um die von Apple unabhängige Messung des App Store Review Prozesses per Twitter. Jeder Entwickler möge ein Tweet verfassen indem er die Wartezeit twittert, die dann von ShinyDevelopment ausgewertet wird. Schöne Sache um einen Anhaltspunkt zu haben, wie der aktuelle Stand der Review Zeit ist.

Meine erste iPhone App – Folge 14

Von , 8. November 2011

Hier war aus privaten Gründen einige Wochen Funkstille, die ich hiermit nun brechen möchte! Passiert ist an der App in der letzten Zeit zwar wenig, aber zu berichten gibt es viel. Anfangen möchte ich mit der Aufklärung meiner Andeutung aus dem letzten Blog Artikel, nämlich der Tatsache, dass ich jemanden über Twitter gefunden habe, der mir zukünftig beim Thema Grafik und Design unter die Arme greift. Es handelt sich um jemanden, der genau wie ich das ganze als Hobby betrachtet und keine finanziellen Interessen verfolgt. Als er hörte worum es sich handelt, war er sofort Feuer und Flamme und sagte:

Sowas hab ich noch nie gemacht, das ist spannend, da bin ich sofort dabei!

Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut und so ging es auch schon kurze Zeit später zu einem Blind-Date in ein Wuppertaler Bistro, wo wir alles weitere ausführlich besprochen haben. Die ersten Versuche der Zusammenarbeit sind auch bereits erfolgreich vollzogen worden und ich habe ein sehr gutes Gefühl bei der Sache, dass wir bei den Dingen auf einer Wellenlänge liegen. Bestaunen dürft ihr hiermit also das von ihm designte neue App Icon, welches das alte Hässliche von mir ersetzen wird. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an iDörk! Kritik, aber vor allem Lob zu dem neuen Icon als Kommentar sind mehr als erwünscht! :)

WuppTourIconRund

Die stilisierte Skyline von Wuppertal mit einigen markanten Objekten, ergänzt durch die über alles schwebende Schwebebahn finde ich wunderbar. Es passt einfach zur App und zu Wuppertal und ist ein dezenter optischer Ruhepunkt in der sonst quietschbunten App Icon Welt.

Weiter gibt es zu berichten, dass ein Meeting statt gefunden hat, in dem ich den Status der App präsentiert habe und das weitere Vorgehen besprochen wurde. Speziell die finalen Texte und Tonaufnahmen müssen angegangen werden, wenn mein Wunsch, die App noch dieses Jahr im Store zu haben, in Erfüllung gehen soll. Angekommen ist die App jedenfalls sehr gut, was mich wirklich gefreut hat!

Im Bereich Marketing, was ja bekanntermaßen die halbe Arbeit bei so einem Projekt ist, hat sich auch einiges getan. So habe ich den App Namen final auf WuppTour festgelegt und entsprechend eine Webseite (www.wupptour.de), einen Twitter Account (@WuppTour) und eine Facebook Seite (facebook.com/WuppTour) registriert. Damit das mit der Webseite und der neuen Mail Adresse (info ätt wupptour punkt de) auch funkioniert, musste ich noch einige Konfigurationsarbeiten auf meinem Mietserver erledigen. Die Inhalte dieser verschiedenen Marketing Plattformen müssen natürlich noch gefüllt werden, aber mit der Festlegung des App Namen musste ich mir die verschiedenen Adressen logischerweise schon mal sichern. Es ist wirklich extrem wichtig eine App über alle zur Verfügung stehenden Kanäle zu promoten und bekannt zu machen. Immerhin muss man irgendwie aus der Masse von über 500.000 Apps, die es mittlerweile im Store gibt, heraus treten.

Wie bereits beim letzten Mal, möchte ich den Blog Eintrag mit einem sehr interessanten Artikel auf Tap! von Matt Gemmell abschließen, in dem er aufzeigt, wie man eine iPhone App gestalten sollte:

The worst design mistake you can make is believing your app is software. Instead, try building a piece of virtual hardware

 

Meine erste iPhone App – Folge 13

Von , 13. Oktober 2011

iOS5_IconFür viele lang ersehnt und von mir bereits im Sommer im Rahmen des Beta Tests als Apple Developer für sehr gut befunden, ist nun iOS5 für alle verfügbar. Es war so sehr erwartet worden, dass die Leitungen der Backbone Betreiber geglüht haben und Apple fast das Internet kaputt gemacht hat! Beeindruckender Start! Was auch noch beeindruckend war, dass Apple gefühlt fast allen Produkte ein Update verpasst hat, die nicht bei 5 auf den Bäumen waren. Dadurch uferte der Update Prozess bei vielen in eine wahre Orgie aus. Bei mir belief es sich dann schliesslich auf iPad, iTunes, Xcode, AppleTV2 und OS X Lion Update. Weiter die Einrichtung der scharf geschalteten iCloud und die Installation der neuen Apple Apps: Airport Utility, Find-My-Friends und Cards, als auch Updates diverser Apps die nun iCloud und iOS5 Unterstützung beinhalten. Auch wenn es nicht direkt mit meiner App zu tun hat, wollte ich es der Vollständigkeit halber erwähnen. Gut daran ist jedenfalls, dass Xcode nun nicht mehr beta ist und ich somit meine App demnächst einreichen kann.
Der Stand ist zur Zeit, dass ich nun eine Info Seite implementiert habe, auf der einige App Details ersichtlich sind. So etwas wie Version, Entwickler (ich), Webseite und weiteres. Allerdings gefällt mir das Layout so überhaupt nicht und muss nochmals überarbeitet werden. Das bringt mich zu einem wichtigen Thema, dass ich zu Beginn des ganzen Projektes stark unterschätzt habe. Und zwar das Thema Design, Look&Feel und Gestaltung, eben das “hübsch machen” einer App. Ich selbst bin und war darin immer schon eine absolute Niete. Gimp und Photoshop sind mir zuwider und ich bin froh, wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank keine Fehlgriffe bei der Farbkombination meiner Klamotten mache. Mir ist während der Entwicklungsphase immer wieder aufgefallen, wie viel Zeit ich teilweise in die einfachsten Layout Gestaltungen investiert habe und letztendlich immer doch noch unzufrieden war. Ich habe daher geschworen, mir für die nächste App Hilfe zu suchen. Diese Hilfe habe ich offenbar gefunden und zwar über Twitter. Wozu die Social Networks doch so gut sind. Näher möchte ich darauf allerdings erst im nächsten Blog Artikel eingehen.

Davon ab gibt es noch zu berichten, dass ich für einige ToolBar Buttons hübsche Icons brauchte. Während ich für die TabBar damals die Glyphish Icons gekauft habe, konnte ich für die ToolBar (oben) eine kostenlose Sammlung qualitativ hochwertiger Icons finden. Vielen dank an dieser Stelle an TWG – The Working Group, die ich hiermit gemäß der  Creative Commons Attribution-Share Alike license erwähnen möchte. In die fertige Produktbeschreibung kommt natürlich auch nochmal ein entsprechender Hinweis. Ansonsten sind ein paar Kleinigkeiten wie die Einführungsseite zur Stadtführung hinzu gekommen und der Startpunkt der Führung ist nun anhand eines grünen Pins zu erkennen (die anderen sind rot). Als nächstes bastel ich noch die GPS Logik, die ich hoffe im Laufe dieser Woche abschliessen zu können.

Nebenbei habe ich übrigens einen zwar oberflächigen, aber dennoch interessanten Artikel gefunden, in dem in groben 8 Schritten der Weg zur ersten App beschrieben wird. Solltet ihr euch mal ansehen, wenn ihr ebenfalls eine iPhone App plant.

Meine erste iPhone App – Folge 12

Von , 26. September 2011

WupperTourActionSheetEs freut mich, dass iOS5 so langsam für den Otto-Normal-Verbraucher in Sicht kommt. Einhergehen sollte der Release nämlich mit Xcode 4.2, welches ich (in der beta Version) für diese App Entwicklung genommen habe. Damals unwissend, dass Apple es verbietet Apps in den App Store zu stellen, die mit einer beta Version der Entwicklungsumgebung entwickelt wurden. Meine Planung ist, spätestens im November mit der App im Store zu sein und ich fände es äusserst deprimierend, eine fertige App nicht veröffentlichen zu dürfen. Aber was habe ich eigentlich gemacht in den letzten Tagen seit dem letzten Update? Es gibt nun einen “locate me” Button in der Karten Ansicht, nach dessen Betätigung Google Maps einem die aktuelle Position anzeigt und dort hinein zoomt. Zusätzlich gibt es einen weiteren Button um per “ActionSheet” (siehe Bild) den Karten-Typ zu wechseln. Zum Beispiel kann eine Karte ohne Satellitenansicht manchmal übersichtlicher sein, wenn man bestimmte Strassen sucht. Ebenfalls fertig ist das Overlay der eigentlichen Route. Also eine durchgezogene Linie anhand derer man erkennen kann, wo man lang laufen muss um von POI zu POI zu kommen. Das wird zwar erst mit iOS4 wirklich gut unterstützt, allerdings sehe ich das zur Orientierung als absolut notwendig an. Wer mit erscheinen von iOS5 nächsten Monat nicht mal auf der 4er Version ist, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen. Leider sind diese Overlays nicht wirklich trivial, aber ich habe in den weiten des Internet ein gutes und vorallem übersichtliches Beispiel gefunden, das mich zur korrekten Lösung geführt hat. Der Muster Code von Apple scheint mir da doch arg überfrachtet und aufgeblasen zu sein! Zu guter letzt habe ich nochmal am Audio Management gefeilt. Es wird nun auch der “Play” Button aktualisiert, wenn die Abspielung des Audio Files beendet ist und eingehende Anrufe sorgen für die automatische Unterbrechung und nahtlose Wiedergabe nach dem Beenden des Anrufes.

Meine erste iPhone App – Folge 11

Von , 14. September 2011

pinViewIm Vergleich zum holprigen Start geht es derzeit Schlag auf  Schlag und ich kann fast wöchentlich ein Update zum Fortschritt abliefern, was mir eine persönliche Freude ist. Nichts ist motivierender als sichtbarer Erfolg! Diese sichtbaren Erfolge sind im heutigen Fall auch hörbare, da ich das Audio Management fertig gestellt habe. Es lassen sich nun in allen Ansichten die entsprechenden Tonausgaben abspielen (derzeit Test Aufnahmen). Ein Etapenziel dabei war, dass der Ton auch beim Wechsel der Ansicht weiter spielt, bis er zuende ist oder eine andere Audiodatei ausgewählt wird. Lobet die Objektorientierte Programmierung! Entgegen meiner bisherigen Planung, komme ich glücklichweise ohne eine aufwändige Audio-Bedienleiste aus, was der Übersichtlichkeit der GUI zugute kommt. Quasi “Ein-Knopf-Betrieb”, der meiner Meinung nach genügen sollte. Die beta Tester werden es dann später merken, ob das langt. ;)

Ein weiterer Meilenstein ist die Finalisierung der POI Stationen durch das Wuppertal Marketing. Nach dem Testrundgang (siehe letzter Artikel) hatte sich noch Änderungsbedarf herausgestellt, der nun umgesetzt worden ist. Ich konnte daher die POI Liste einbauen und vor allem die entsprechenden Bilder verlinken. Auf jeder Detailansicht tauchen nun die zugehörigen Bilder in der Reihenfolge auf, in der man beim Ablaufen der Stadtführung die Umgebung erlebt. Ich hoffe das wird als Orientierungshilfe ausreichend dienen können. Weiter in Arbeit befinden sich die eigentlichen Texte der POI’s, welche hoffentlich in den nächsten Wochen fertig gestellt werden. Erst dann können für die oben genannte Audio Infrastruktur die Aufnahmen im Tonstudio gemacht werden.

Last but not least habe ich das Grundgerüst fertig, damit die POI’s als kleine Stecknadeln auf der Kartenansicht dargestellt werden. Was noch fehlt ist die Möglichkeit, diese auswählen zu können und direkt zur Detailansicht zu gelangen. Ausserdem sind im Datenmodel derzeit bis auf 3 Testeinträge noch keine Positionsangaben hinterlegt. Hier muss ich mir mithilfe von Google Maps noch die genauen Koordinaten (Längen- und Breitengrade) zu jedem POI heraussuchen und in der XML Datei hinterlegen.

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