Nachrichten getagged: Mobile

Weihnachts-Kurzgeschichte für Datenschutz Fetischisten

Von , 3. Dezember 2011

Weihnachtsmarkt Annaberg-Bucholz

Weihnachten ist dieses Jahr eigentlich ganz entspannt. Entspannt sind auch meine Bedenken bezüglich Googles Latidute oder ähnlichen Diensten wie Find-My-Friends – oder wie es im deutschen unsexy Meine-Freunde-Suchen heisst. Meine Frau und ich sind versorgt mit iPhones. Wir verfolgen uns munter und unbesorgt, wer nun gerade wo ist, oder wer es schafft früher zuhause zu sein. Für manche Menschen undenkbar! Unentspannter wird es dann aber sogar für mich, wenn meine Frau mit mir über den Weihnachtsmarkt schlendern und dem Glühwein Konsum frönen will und sieht, dass ich doch länger als erwartet im Büro hocke. Da ist ein Anruf wie folgt unaufhaltsam:

Ich sehe, dass du noch nicht los gefahren bist – du WIRST zu spät kommen!

Ich kann da nur mit einem Lächeln sagen: “Auf Wiedersehen Privacy” -  ist doch super, wenn der Abriss im voraus kommt, dann ist die Situation bereits wieder harmonisch und entspannt, wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt ankomme. ;-)

Hier frei ausgearbeitet und im Original von mir in Richard Gutjahrs Blog kommentiert.

Reich durch den Apple App-Store

Von , 16. Februar 2011

App VerkäufeMeldungen von jungen Startup Unternehmen, die von 0 auf 100 aufgestiegen sind und mit einer Top10 App in kurzer Zeit 7-stelligen Umsatz erzeugt haben, häufen sich seit es den App Store von Apple für das iPhone gibt. Das Zauberwort ist Micropayment (z.B. 79ct)! Gepaart mit einer großen Anzahl von potentiellen Käufern (derzeit rund 160 Millionen verkaufte iOS Devices) mit überdurchschnittlich hoher Bereitschaft ein bisschen Geld für ein bisschen Software auszugeben, ergibt schwindelerregende Umsatzmöglichkeiten, selbst für den Hobby Programmierer, der seine Freizeit opfert und ruck zuck ein vielfaches von dem verdient, was über den regulären Job eingeholt wird! Aber halt, da war doch was?! Achja, man benötigt die richtige Idee, zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Design und dem richtigen Marketing. Dann und auch nur dann kann oben beschriebenes Glück eintreffen. Die Hürden sind vielfältig, die es zu meistern gilt:

  • tiefgreifendes Objective-C KnowHow
  • Design Kenntnisse für ein gutes Look&Feel
  • eine gute Idee mit Alleinstellungsmerkmal
  • Bereitschaft ein gehöriges Maß Zeit zu investieren
  • es muss ein Mac vorhanden sein zur Nutzung von Xcode
  • Test Hardware sollte vorhanden sein (iPod Touch, iPhone, iPad)
  • bei größeren Projekten benötigt man ein ganzes Team, also im Zweifelsfall
  • einen Topf voller Geld um überhaupt erstmal zu starten

Genau betrachtet ist also das Glück des Goldgräbers am Klondike nach wie vor selten und hart erarbeitet und das App Geschäft nicht so rosa wie Apple es glauben machen will. Auch wenn der goldene Zenit des App Store vermutlich bereits überschritten oder zumindest erreicht sein dürfte, gibt es eine Gruppe von langfristigen “Gewinnern”  und zwar der Hobby Programmierer der neben seinen Job ohnehin Spaß an der Entwicklung hat und nun eine Plattform und Infrastruktur geboten bekommt, ohne großen Zusatzaufwand vielleicht sogar den einen oder anderen Euro für die investierte Zeit wieder reinholen zu können. Selbst wenn es monetär nicht klappt und die eigene App sich ausschließlich kostenlos “vertreiben” lässt, bleibt dann aber zumindest das Feedback und die persönliche Bestätigung und Freude über jeden postiven Kommentar oder Bewertung der eigenen App durch zufriedene Nutzer.

Das die Chancen allerdings auch ganz gut stehen könnten, zeigen die nackten Zahlen die in den folgenden Grafiken dargestellt sind. Die erste Grafik zeigt den Start des iTunes Store, als Apple damit begonnen hat Musik zu verkaufen:

itunes_sales

Das war schon beeindruckend, aber die folgende Grafik zeigt im fast identischen Zeitraum die Entwicklung der Verkäufe im App Store im Vergleich zu denen von iTunes und das rockt dann mal so richtig:

appstore_sales

Natürlich steigt diese Kurve nicht endlos weiter, aber es zeigt doch, das ein Riesen Potential da ist. Und Apple ging noch einen Schritt weiter und brachte den Mac App Store auf den Desktop PC, dessen Entwicklung bisher ähnlich rasant verlief. Das ganze Thema hat mich so fasziniert, dass ich selbst auch mal mein Glück versuchen möchte. I’ll keep you posted! ;-)

Endlich, die c’t App fürs iPad ist da!

Von , 20. Dezember 2010
ct_App

Seit langem angekündigt, ist die kostenlose c’t App vom Heise Verlag für das iPad nun diese Woche im App Store erschienen. Entgegen den unzähligen Kritiken, finde ich sie allerdings nicht komplett daneben, sondern eigentlich sogar ganz gut, eben konzentriert auf das Wesentliche!

Im Februar hatte die c’t angekündigt, im Sommer 2010 mit der App auf den Markt zu kommen. Im August fragte ich dann beim Abo Service nach, wann sie denn nun kommen würde. Mir wurde damals mitgeteilt, dass es im Herbst soweit sein sollte und das keinerlei Zusatzinhalte geplant seien, sondern ledglich eine 1:1 Umsetzung des Paperbacks in Arbeit wäre. Letztendlich ist es nun mitte Dezember geworden und die Erwartungen bei vielen entsprechend hoch. In der Tat wurde es aber wie angekündigt “nur” ein PDF Viewer. Das ist im Prinzip auch nicht schlecht, da der Kernpunkt damit erfüllt ist, nämlich die c’t auf dem iPad in elektronischer Form lesen zu können.

Nach dem Einstieg in die App landet man auf der Archiv-Übersicht aller angebotener Ausgaben. Um die App testen zu können, ist die Ausgabe 16 kostenlos erhältlich. Jede andere Ausgabe schlägt mit 2,99 Euro zu buche und ist somit rund 70ct günstiger als die Papiervariante. Geht man davon aus, dass pro Kauf 30% des Kaufpreises an Apple abgeführt werden, ist der Preis meiner Meinung nach mehr als fair!

ct_Archiv

Öffnet man eine Heft-Ausgabe, landet man zunächst auf der Inhaltsübersicht. Links befindet sich das Inhaltsverzeichnis, aus dem auf die entsprechenden Artikel direkt angesprungen werden können. Rechts oben kann man mehr oder weniger hübsch durch die Ausgabe im Kleinformat blättern und bekommt unten (zu den ersten Seiten kostenlos) eine Art Vorschau angezeigt, in der man auch scrollen kann. Die Ausgabe wird seitenweise beim Lesen geladen, kann sich aber auch in einem Schwung zum Offline Lesen (ca. 40MB pro Ausgabe) runterladen lassen.

ct_Uebersicht

Springt man per Doppeltipp auf eine bestimmte Seite ab, wird sie großformatig im original Layout angezeigt. Hierbei empfiehlt sich eigentlich nur die (von mir ohnehin favorisierte) Nutzung hochkant, da im Querformat 2 Seiten nebeneinander dargestellt werden, was in einer sehr kleine Schrift resultiert, die nur gerade eben noch lesbar ist.

ct_Artikel

Unterm Strich finde ich die App ganz gut gelungen. Sie bietet einige nette Features, wie z.B. die Heft übergreifenden Lesezeichen. Sehr negativ fällt allerdings auf, dass Texte nicht kopiert werden können und Links sich nicht anklicken lassen. Man ist also tatsächlich gezwungen, Links Buchstabe für Buchstabe abzutippen. Hierzu hat der Heise Verlage aber bereits Nachbesserung in kommenden Versionen angekündigt. Ebenfalls ist noch offen, wie das Abo Modell aussehen wird. Bis Februar sind erstmal aktuelle Abonennten (nach Online Anmeldung auf der Heise Webseite) kostenlos mit dabei.

Eine Reihe von Apps demonstriert allerdings auch, wie man diese Chance nicht nutzt: mit lieblos aufs iPad geklatschten PDFs…

Betrachtet man allerdings die Aussage der c’t selbst im c’t kompakt iPad Sonderheft vom Frühjahr (Seite 87), erscheint es schon geradezu lächerlich, was da nun nach immerhin 10 Monaten Entwicklungszeit rausgekommen ist. Andere Verlage haben in weniger Zeit, deutlich mehr und innovativere Zeitungs-Apps auf den Markt gebracht! Im Kontext der eigenen Kritik an anderen also mehr als beschämend! :-(

Twitter Client für Nokia: Twibble

Von , 17. August 2010

TwibbleDa mein geliebtes iPhone leider zur Zeit im “Urlaub” ist, muss mal wieder das altgediente Nokia E71 herhalten. Natürlich fehlte mir nun Twitterrific, die Twitter App die ich auf dem iPhone verwende. Also hab ich rasch nach einer Alternative für SymbianOS gesucht und bin in diesem Artikel auf Twibble gestoßen. Die Einrichtung war simpel und das Tool tut was es soll. Natürlich nicht so schön wie ich es auf dem iPhone gewohnt bin, aber die Darstellung geht in Ordnung. Besonders gefallen mir die Shortcuts zu den einzelnen Funktionen, z.B. “neuen Tweet erstellen” über die Taste ‘t’. Weiter kann es ständig im Hintergrund laufen und aktualisiert damit automatisch die Timeline. Alles in allem, für einen “Dinsosaurier” verglichen mit heutigen Smartphones (iPhone, HTC, etc.), eine gute Sache!

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