Im Mai letzten Jahres berichtete ich bereits über meine außerordentlich schlechten Erfahrungen mit dem Stromanbieter Envacom. Die Resonanz meiner Leserschaft und besonders von Leidgenossen, die den Weg über Google her gefunden haben, war überwältigend. Derzeit sind es über 380 Kommentare zum Artikel und es hat sich ein regelrechtes Forum zum Austausch zwischen Envacom Geschädigten in meinem Blog entwickelt. Nach einigen Anzeichen für eine drohende Insolvenz, hat mittlerweile Gazprom die Firma Envacom aufgekauft. Derzeit deutet es sich an, dass Gazprom versucht, den “Saustall” ein wenig aufzuräumen. Viele Leser (auch ich selbst), berichteten davon, teilweise bis zu 2 Jahre ausstehende Jahresabrechnungen endlich erhalten zu haben. Reaktionen auf Mails scheinen zwar immer noch teilweise schleppend oder mit leeren Versprechungen zu kommen, aber zumindest fließt nun überschüssiges Geld zurück an die Kunden. Auch die von Envacom teilweise bei Vertragsabschluß versprochenen Boni werden laut vielen Kunden endlich ausgezahlt. Leider kommt es aber auch hier immer wieder zu Pannen. Envacom hat im Januar 2011 die Strompreise angepasst ohne die Kunden darüber zu informieren, wie es geltende Rechtsprechung ist. Ich selbst habe deshalb Widerspruch zu meiner Jahresabrechnung eingelegt und akzeptiere ausschließlich den zum Vertragsabschluß gültigen Strompreis. Viele meiner Leser haben diesen Weg ebenfalls eingeschlagen und ich bin sehr gespannt, wie Gazprom damit nun umgehen wird.
Die zwischenzeitlich neu gegründete Gesellschaft “HappyEnergy” wurde offensichtlich direkt nach dem Gazprom Deal wieder liquidiert. Die Domain ist bereits bei einem Domain Vermarkter gelandet und kann erworben werden. Vermutlich gab es Pläne, bei Insolvenz unter anderem Label neu anzufangen.
Aufgrund der vielen Anfragen, habe ich mich dazu entschlossen, alle mittlerweile an mich heran getragenen Envacom AGB’s der letzten Jahre, in diesem Artikel übersichtlich aufzulisten. Im ursprünglichen Artikel wurde es aufgrund der vielen Aktualisierungen mittlerweile recht unübersichtlich. Solltet ihr noch mehr AGB’s haben, kontaktiert mich bitte, damit wir sie per Mail austauschen können und ich diese für alle Geschädigten die sich im Rechtsstreit befinden, hier ergänzen kann. Vielen dank!
Nach einem Aikido Training in der letzten Woche musste ich tanken und traf beim Bezahlen an der Kasse auf einen interessanten Snack im Regal. Während das Angebot an Tankstellen üblicherweise von Süßwaren dominiert wird, gibt es doch einige herzhafte Ausnahmen, wie mein geliebtes Carazza. Neu und überraschend für mich war, dass es auch richtiges Fleisch als Snack gibt. Mein Blick fiel nämlich zufällig auf Jack Link’s Beef Jerky – einem Rindfleisch Snack, der ein bisschen an Hundefutter oder aber Trockenfleisch für Seereisen des 18. Jahrhunderts erinnert. Es handelt sich um gewürzte und getrocknete Rindfleisch Streifen. Die Würzmischung besteht häufig aus Worcestershiresauce, Sojasauce und verschiedenen Gewürzen, siehe auch Rezept bei Chefkoch.
Die Verpackung als solche sprach mich sehr an. Der Preis allerdings weniger, bei deutlich über 2 Euro für 25g, aber die Neugier siegte. Nach dem Öffnen bestätigte sich der Eindruck des recht hohen Preises. 25g sind optisch und auch physisch wirklich wenig. Irritiert war ich auch von dem Tütchen gegen Feuchtigkeit, was ich bisher nur bei Elektrogeräten als Inhalt der Verpackung erlebt habe, aber nicht bei Lebensmitteln. Der erste Eindruck war der Geruch, der sich auch im Geschmack bestätigte. Es roch nach frisch gekochtem Ungarisch Gulasch. Tatsächlich hat das Fleisch eine leichte Süße, obwohl ich eher salzig erwartet hätte. Etwas gestört hat mich die Bissfestigkeit der Streifen, die nicht wirklich zäh, aber doch “hart” waren, so dass man einige Zeit darauf rumkauen musste. Vorteil: Es erhöht sich die Dauer des Genußes der wenigen Einzelstücke.
Fazit: Ich würde das Fleisch nicht nochmal kaufen. Es war mir zu süß, zu sehr Gulasch und zu teuer. Ausserdem wollte meine Frau mich wegen dem Hundefutter-Gulasch-Atem eine halbe Stunde lang nicht mehr küssen.
Edit am 12.12.2011: Ich habe noch ein weiteres Rezept erhalten, was ich euch hier nicht vorenthalten möchte!
Weihnachten ist dieses Jahr eigentlich ganz entspannt. Entspannt sind auch meine Bedenken bezüglich Googles Latidute oder ähnlichen Diensten wie Find-My-Friends – oder wie es im deutschen unsexy Meine-Freunde-Suchen heisst. Meine Frau und ich sind versorgt mit iPhones. Wir verfolgen uns munter und unbesorgt, wer nun gerade wo ist, oder wer es schafft früher zuhause zu sein. Für manche Menschen undenkbar! Unentspannter wird es dann aber sogar für mich, wenn meine Frau mit mir über den Weihnachtsmarkt schlendern und dem Glühwein Konsum frönen will und sieht, dass ich doch länger als erwartet im Büro hocke. Da ist ein Anruf wie folgt unaufhaltsam:
Ich sehe, dass du noch nicht los gefahren bist – du WIRST zu spät kommen!
Ich kann da nur mit einem Lächeln sagen: “Auf Wiedersehen Privacy” - ist doch super, wenn der Abriss im voraus kommt, dann ist die Situation bereits wieder harmonisch und entspannt, wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt ankomme.
Hier frei ausgearbeitet und im Original von mir in Richard Gutjahrs Blog kommentiert.
Manche Zufälle sind wirklich erstaunlich. Man fliegt 4000km in den Urlaub und trifft überraschenderweise den Nachbarn. Passiert selten, aber kommt vor. Was wäre aber, wenn man gleich 4 Nachbarn treffen würde? Und das auf der einsamen Karribikinsel?! So etwas ähnliches ist mir passiert – nicht so spektakulär, aber doch verblüffend. Aus einer 6er Packung Bio Eier aus dem Supermarkt wollte ich 4 Spiegeleier braten. Nach dem ersten aufgeschlagenen Ei dachte ich noch: “Oh, ein Zwillingsei!”, was ich zuvor noch nie gesehen hatte. Als ich dann das Zweite aufschlug, war ich dann baff. Noch ein Zwillingsei! Schnell ein Foto gemacht, lächelnd den Kopf geschüttelt und die weiteren zwei Eier aufgeschlagen. Auch Zwillingseier! Da wurde mir dann doch mulmig. Genmanipulierte Bio-Eier? Radioaktive Hühnchen, wie ein Freund das Bild kommentierte? Der Teufel sucht mich heim? Was auch immer – ich nahm es als Laune der Natur hin und verspeiste die Eier mit meiner Frau. Allerdings bin ich nicht der einzige, wie ich dann im Netz finden konnte. Auch in diesem Blog Artikel hat jemand über ein ähnliches Erlebnis berichtet, also scheint es nicht sooo unüblich zu sein, aber dennoch kurios. Oder gibt es neuerdings Bestrebungen, nach dem die Leistungsfähigkeit der Hühner für die Ei Produktion nicht mehr gesteigert werden kann, nun Hochleistungs-Zwillingsei-Hühner zu züchten?! Lecker wäre es, schliesslich ist das gelbe im Ei das Leckerste!
Heute weiß ich, dass ich die Sparkasse als allerletztes empfehlen würde – so schlau war ich nur leider nicht, als ich mit 16 mit meiner Mutter dort ein Konto eröffnete, wie man das als braver Kleinbürger eben damals so tat. Diese Entscheidung verfolgte mich mein halbes Leben! In die Folge der Enttäuschungen reihten sich so Dinge ein wie z.B. dass ich mich falsch beraten fühlte bei Sparmöglichkeiten, der Bedingung des Abschlusses einer Lebensversicherung als ich mir mein erstes Auto auf Raten kaufte, nicht auf meine Umstände abgestimmte Beratung bei der LBS (gleicher Haufen – bei mir in derselben Schublade) bezüglich meines Bausparvertrages damals, unaufgefordertes Abo “Mein Haus” von dem Verlag der LBS, mehrmaliges Durcheinander bzw. Ablehnungen bei Versuchen der Bargeld Einzahlung (in anderen Städten), Ausfällen des kompletten Geldautomaten Netzes in meiner Jugend – natürlich an einem Freitag Abend als die Disco wartete, Beamten-gleiche Arbeitszeiten und Verhaltensweisen in den Banken, unnötig protzige Gebäude, finanziert durch meine überteuerten Konto Gebühren und überzogenen Zinsen bei Krediten und kurzfristigen Dispo Nutzungen – verglichen mit anderen Banken. Last but not least regelmäßiges Telefon/Termin Vereinbarungs Spamen, um mir wieder irgendwas anzudrehen.
Vor einigen Jahren nahm ich mir dann ein Herz und die Zeit und wechselte zur ING-DiBa und bin seitdem voll und ganz zufrieden! Der Wechsel war im nachhinein auch garnicht mit so viel Mühe verbunden, wie ich es vorher befürchtet hatte. Empfangen haben mich dafür eine dicke Willkommensprämie von 50 Euro, niedrigere Zinsen bei Krediten als auch beim Dispo, keine Kontoführungsgebühren, kostenlose Kreditkarte, 50ct Gutschriften für jede einzelne Nutzung der Kreditkarte (über 50€) und das allerbeste: Das größte Netz von Automaten – nämlich schlicht “alle” Geldautomaten die es gibt (in €-Ländern), kostenlos (per Visa Karte)!
Jetzt denkt der geneigte Leser, die Geschichte ist zuende und ich bin die Sparkasse los. Nein, weit gefehlt. Irgendwo muss ich ja an Bargeld kommen und da lande ich doch manchmal wieder an einem Automaten der Sparkasse. So auch kürzlich, als mich wieder Bargeldnot ereilte. Leider war der Sparkassen Automat der Meinung, mir kein Geld geben zu wollen. Also bekam ich nach der Eingabe meiner PIN und Auswahl der Summe eine Fehlermeldung, die Karte wurde ausgespuckt – ich erhielt kein Geld.
Diese Funktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung
In meiner Naivität dachte ich an ein temporäres Problem und versuchte es erneut, leider mit demselben Ergebnis. Also wechselte ich zu einem anderen Automaten, der mich dann tatsächlich erfolgreich bediente. Ein paar Tage später zeigte mein Kontoauszug leider das Grauen: es wurde 3x Geld abgebucht – also auch die ersten beiden erfolglosen Versuche.
Ein Anruf bei meiner Bank macht deutlich: Hier kann nur der Automatenbetreiber – die Sparkasse – helfen. Also wurde ich dort vorstellig und durfte mich komplett Datentechnisch entblößen: Ausweis Vorlage, Adressdaten, Kontodaten und und und. Man versprach mir eine Prüfung und im Falle eines positiven Ergebnisses die Überweisung der mir fehlenden Summe (2*50€). Zwei Tage später rief mich der Sachbearbeiter dann an und teilte mir mit, man hätte das Geld des Automaten gezählt, es wäre aber kein Geld zuviel drin. Daher könne er mir nicht helfen und empfahl mir, die Firma VISA anzurufen, da diese angeblich die Transaktion prüfen könnten. Also bemühte ich die Hotline von VISA und meine Geschichte wurde von mir erneut erzählt. Der gute Mann war sehr nett, erklärte mir aber, dass sie kein Zugriff auf mein Konto hätten und da nur meine Hausbank helfen könne. Oh mein Gott – ein Teufelskreis.
Also bemühte ich die Hotline der ING-DiBa und ließ mich direkt mit der Abteilungsleiterin verbinden. Die versprach dann, einen Nachforschungsauftrag bei der Sparkasse zu stellen – allerdings kannte ich die Antwort der Sparkasse ja schon, also rief ich dort wieder an. Ich verlangte den Filialleiter zu sprechen und erklärte, dass ich auf die Vorlage des Protokolls des Automaten bestehen würde. Ich wollte mir (ich bin Informatiker) selbt ein Bild machen, wo steht, dass ich erfolgreich Geld abgehoben habe. Einen Rückruf später teilte man mir dann schließlich mit, dass der Einblick in die Protokolle leider nicht möglich sei für Kunden. Freudig sprach er aber weiter und verkündete, dass sie in dem Protokoll aber gefunden hätten, dass ich tatsächlich kein Geld ausgezahlt bekommen hatte.
Ja stimmt, sie haben versucht Geld abzuholen, hat aber nicht geklappt und wir haben trotzdem abgebucht. Aber ob sie das wieder bekommen, kann ich ihnen nicht versprechen! WTF!?
Ein Stein kullerte mir vom Herzen – Licht am Ende des Tunnels. Also fragte ich, wann ich denn mit der Erstattung rechnen könne. Da wurde er zurückhaltend, er könne es mir nicht versprechen, dass ich es bekomme. Moment mal! Meine Alarmglocke für Denkfehler schlug sofort an. Ich versuche Geld zu holen, das klappt aber nicht. Der Automat sagt, ich bekomme kein Geld, bucht es aber von meinem Konto ab. Die Sparkasse kann das so auch bestätigen und dann soll es nicht klar sein, dass ich mein Geld wieder bekomme???
Ich verlasse mich nun darauf, dass der Nachforschungsauftrag der ING-DiBa dafür sorgt, dass ich an mein Geld komme. Meine Energie ist erstmal aufgebraucht zu der obigen Geschichte, die wirklich stark gekürzt ist. Was mich aber wirklich beeindruckt ist, dass mich der Sachbearbeiter der Sparkasse von Pontius nach Pilatus telefonieren läßt, anstatt gleich die richtigen Protokolle zu prüfen! Lag vermutlich an der geballten und in Materie gegossenen Kompetenz des gemeinen Sparkassen Mitarbeiters.
Wie man sich ärgern kann, wenn man sich mal ausnahmsweise nicht vernünftig schlau macht, musste ich gleich in mehrerlei Hinsicht erfahren. Vor etwas über einem Jahr wechselte ich in bester Absicht zum Ökostrom Anbieter Envacom. Zum einen versprach ich mir eine Ersparnis im Vergleich zum hiesigen Grundversorger und zum anderen sollte es nun doch Atomenergiefreier Ökostrom sein! Wie in meinem Artikel zum Thema Atomenergie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Strom von Envacom leider um Strom mit RECS Zertifikaten, also höchst wahrscheinlich nichts anderem als umgelabeltem Atomstrom. Dabei sah die Webseite von Envacom doch so herrlich Vertrauenserweckend und Öko-mäßig aus.
Das ist aber noch lange nicht alles. Envacom verspricht im ersten Jahr einen Bonus, wenn man 12 Monate dabei bleibt. Dieser ist allerdings an so schwachsinnige Punkte gebunden wie: Anmeldung beim Online Kundenportal und Bezahlung per Lastschrifteinzug. Dennoch wimmelt es im Internet (z.B. ciao.de) von negativen Erfahrungen, wo Envacom Kunden trotz erfüllen der Bedingungen keine Bonuszahlung erhalten haben. Ich habe natürlich auch keine bekommen, woran ich aber selbst schuld bin. Ich habe mich schliesslich nicht für das Kundenportal angemeldet und somit 80 Euro in den Wind geschossen. Doof wenn man nicht das Kleingedruckte liest.
Aber ich kann nochmals einen drauf setzen. Envacom verspricht auf der Webseite, dass es keine Vertragslaufzeit (für meinen Tarif Natur 11) gibt und der Vertrag 6 Wochen zum Monatsende kündbar ist. Dazu folgend ein Bildbeweis:
Tatsächlich ist der Vertrag aber erst 6 Wochen zum Quartalsende kündbar, wie man im Ausschnitt aus den AGB’s erkennen kann und ich leidvoll erfahren musste, als ich letztens versuchte, den Anbieter zu wechseln:
Die auf der Webseite beworbene kurze Kündigungsfrist war für mich allerdings elementarer Bestandteil der Anbieterwahl. Für mich ein klarer Fall von Betrugsversuch am Kunden. Mein Rat daher: Finger weg von Envacom und lieber ein paar Euro im Jahr mehr ausgeben und zu einem ehrlichen und vernünftigen Anbieter wechseln! Empfehlen kann ich an dieser Stelle www.naturstrom.de.
EDIT vom 25.09.2011: Die Kreuznacher Stadtwerke haben Envacom Kunden Zwangsumgestellt. Es scheint so, als sei Envacom Zahlungsunfähig. Hier ein Scan eines Briefes der Stadtwerke an einen Envacom Kunden. Vielen dank an Ewald dafür!
EDIT vom 11.10.2011: Wie es scheint, hat sich die Firma Envacom dazu entschlossen, ihren verbrannten Namen durch ein neu gegründetes Label “Happy Energy” zu ergänzen. Vielen dank an Steff-For für diese Info. Ich bin gespannt, ob meine Erwartungshaltung bestätigt werden wird und sich auch bei HappyEnergy früher oder später massive Kundenproteste einstellen werden!
EDIT vom 25.11.2011: In den Kommentaren tauchte ein Link auf, in dem eine Aufzeichnung des SAT1 Akte Magazin eingebettet ist. Der Beitrag wurde am 11.10.2011 ausgestrahlt und Mitarbeiter von SAT1 recherchierten im Vorfeld zu dieser Sendung sogar hier in meinem Blog und kontaktieren Personen aus den Kommentaren zu diesem Artikel. Der Teil über Envacom startet bei Minute 5:40. http://www.web2select.de/blog/envacom-service-gmbh-die-kunden-sind-sauer/
EDIT vom 26.01.2012: Damit es hier etwas übersichtlicher wird, was die AGB’s angeht, habe ich die älteren EDIT’s entfernt und sammel im folgenden alle AGB’s die an mich herangetragen wurden, in einem neuen Blog Beitrag. Dort werde ich auch ergänzen, wenn weitere hinzukommen. Vielen dank nochmal an KH, Arnd, Werner und Jedi66!!!
EDIT vom 06.02.2012: Ein Leser hat mir die Envacom Kundeninformation 2010 eingescannt, in der die Preiserhöhung Anfang 2011 ersichtlich ist. Leider ist diese Zeitung bei vielen Kunden nicht angekommen. Danke an marbel!
Bekommt gefälligst den Arsch hoch und kauft grünen Strom!!! Hört auf zu quatschen und zu tratschen. Hört auf euch nur mit eurer eigenen Angst zu beschäftigen! Hört auf, gebannt auf den Fernseher zu starren und innerlich zu beten, dass uns so etwas doch bitte erspart bleiben soll. Hört auf, nur Forderungen zu stellen. Hört auf, nur auf die anderen zu zeigen, dass sie sich bewegen sollen. Hört auf nur technikverliebt und mit blindem Vertrauen durch die Welt zu gehen. Und hört auf, nur an euch selbst zu denken, ohne Verantwortung für die Welt eurer Kinder zu übernehmen, die ihr “erfolgreich” mitgestaltet durch eure Einstellung! Besonders hab ich aber echt die Schnauze voll von Leuten, die am liebsten gestern die Atomkraftwerke abschalten wollen, aber immer noch Atomstrom konsumieren! Warum ist das so? Faulheit? Trägheit? Letztlich doch Gleichgültigkeit? Keine Ahnung! Ist mir auch egal. Vielleicht kann ich aber jemanden wachrütteln mit diesem Post. Übrigens, wer sich jetzt angegriffen fühlt, ich selbst nehme mich da nicht aus. Auch ich bin wach gerüttelt worden durch die Atomkrise in Japan, obwohl ich schon lange grünen Strom habe (oder dachte, es zu haben), aber dazu weiter unten mehr!
Fakt ist: Murphys Law hat immer recht! “Was schief gehen kann, wird irgendwann schief gehen!” Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Nichts, wirklich NICHTS ist 100% sicher! Eine so gefährliche Technik wie Atomenergie, hat dermaßen hohe negative Auswirkungen im Fall der Fälle, dass sie aber 100% Sicherheit (und nicht 99,9%) Sicherheit erfordert. Kann also die 100% Sicherheit nicht erreicht werden, will ich einfach keine Atomenergie um mich herum haben. PUNKT!
Auch ich hab mich selbst früher beruhigt mit dem Gedanken: “Ach ja, die Russen damals, die haben ja auch alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte”. Siehe dazu den wirklich gelungenen Tschernobyl Wikipedia Artikel. Aber die Japan Krise zeigt, was sich jeder hätte denken können. Selbst einem Technologieführer kann der schlimmste Albtraum passieren! Und somit auch uns! Klar, wir haben keine Tsunamis und richtig, wir werden vermutlich (wieder so eine schlimme Annahme oder Hoffnung) nie ein Erdbeben der Stärke 9,0 haben. Aber auch in Japan hat man gedacht: Erdbeben der Stärke 9 mit anschliessendem Tsunami mit bis zu 15m hoher Welle haben wir noch nie gehabt in der Geschichte. Also reicht es, die Atomkraftwerke bis 8,2 zu sichern und den starken Tsunami wird es bestimmt nie geben, da es ja noch nie so schlimm war.
Ja, nur die Natur, die hat uns mal wieder gezeigt, wie klein und machtlos wir doch sind und hat gemeint: Jetzt mach ich doch mal ein Erdbeben der Stufe 9 und den passenden Tsunami dazu, Ätsch! Jetzt haben “wir” den Salat und alle schauen wie eine Kuh wenn es blitzt! Und was sagt die Atomindustrie?! Unsere Kraftwerke sind aber sicher. Ja klar, “du mich auch”! Ein paar Gegen-Beispiele gefällig? Wir haben genug ältere Kraftwerke, die eben nicht Flugzeugabsturz sicher sind. Und selbst die, die es sind, sind nur vor Abstürzen von kleinen Maschinen gesichert und nicht grossen Passagiermaschinen. Aber an 9/11 haben Terroristen es sogar geschafft, zwei große Flugzeuge hintereinander irgendwo reinkrachen zu lassen. Dann geht das hier bei uns auch! Nur weil etwas nicht sein darf, heißt das nicht, dass es nicht sein kann! Das sollte nun spätestens jetzt jedem klar sein!
Nein, ich bin keine verwirrte Seele die meint, noch morgen alle Atommeiler abstellen zu können. Sowas braucht Zeit! Und vor allem Investitionen und Bereitschaft auch was dafür zu tun. Und wenn der Strom im Monat 15 Euro mehr kostet, dann ist das eben so! Einmal ins Kino gehen weg lassen und gut ist. Oder 3 Bier im Biergarten pro Monat weniger. Zumindest, wenn man meint, diese 15 Euro (als Beispiel) nicht aufwenden zu können. Geht hier in Deutschland ein Kraftwerk hoch, wird es noch viel teurer und das über Jahrzehnte oder sogar über Jahrhunderte.
Ein paar Fakten: In der heutigen Ukraine (früher Weißrussland) sind rund um Tschernobyl 800.000 Hektar Land, weder bewohnbar, noch landwirtschaftlich nutzbar. Dort steht eine hochradioaktive Ruine, die pro Jahr 5% vom Bruttosozialprodukt der Ukraine an Kosten verursacht! Und das wird noch hunderte Jahre so bleiben! Mal ganz abgesehen von den betroffenen Toten oder mit Langzeitfolgen geschädigten Menschen im sechsstelligen Bereich!
Atomkraft ist nicht sicher und geht etwas schief, dann aber direkt RICHTIG und für seeeehr lange Zeit. Auch ein Kohlekraftwerk kann hochgehen. Auch das ist schlimm. Ein Windpark kann ausfallen und durch Folgen wie ausfallende Ampeln Tote verursachen. Aber wenn sowas passiert, reißt man die Scheiße ab und baut sie wieder auf und gut ist. Bei einem atomaren Unfall geht das nicht. Riesige Areale werden zum Ödland, es folgen Einschnitte und Beeinträchtigen für ganze Länder und die Frage, wohin mit dem Müll, der 100.000 Jahre (!!!) oder länger gelagert werden muss, ist auch nicht gelöst. Es exisitert auf der Welt KEIN Gebäude, das so alt geworden wäre, dass man dort sicher irgendwas hätte so lange lagern können. So alt ist noch nicht mal unsere Sprache! Wie soll also jemand in 5.000 oder gar 50.000 Jahren noch wissen oder verstehen: “Geh da nicht hin, da strahlt es! Da liegt Müll aus der Vergangenheit!”. Unfassbar, was wir da hinterlassen in der Hoffnung: “Naja, irgendwann wird bestimmt jemand was tolles erfinden um den Müll zu neutralisieren”. Ich wiederhole mich: “Ja klar, du mich auch!”.
Also was jetzt? Sollen wir uns darauf verlassen, dass die Politik umdenkt und nun die Weichen endlich richtig stellt und wir den Quatsch möglichst in den nächsten 5-10 Jahren (noch so eine lange Zeit, oh man) abschalten können? Oder wollen wir selbst was in die Hand nehmen? Ich hab mich dafür entschieden. Ich habe ein paar Stunden Zeit in Recherche investiert und ein Fazit gezogen, was ich hier gerne preisgeben möchte. Vielleicht mag sich jemand überzeugt fühlen, was zu tun, ohne sich dieselbe Arbeit nochmal zu machen. Wer mich kennt weiß, wenn ich was mache, dann richtig und ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Vor rund einem Jahr wechselte ich vorschnell (damals hab ich es mir leicht gemacht), zu einem der zig RECS Zertifikate Händler, die “Ökostrom” verkaufen. Leider haben diese RECS Zertifikate ihre Tücken und man kann nicht sicher sein, was man da bekommt. Oder doch: Zumindest kein echten grünen Strom, siehe zum Thema den Wikipedia Artikel, Abschnitt Kritik. Was gibt es also noch für Kriterien? (gute Quelle zum Thema: Wikipedia Ökostrom)
Die Reihenfolge habe ich bewusst so gewählt, wie ich sie bewerte, wobei gilt: Platz 2 oder 3 – besser als nix. Der TÜV prüft in der Hauptsache, ob die von einem Anbieter selbst auferlegten Richtlinien eingehalten werden. “Egal” wie diese aussehen. Das OK-Power Label gibt konkrete enge Richtlinien vor, läßt aber auch Lücken im Bereich der CO2 Erzeugung offen, indem es in bestimmten Bereichen die Stromgewinnung durch Verbrennung von (nur auf den ersten Blick) CO2 neutralen Stoffen bis zu 50% zulässt. Und schliesslich dürfen wir die Klimaveränderung nicht vergessen. Das Grüner Strom Label (nur Gold und nicht silber) erscheint mir derzeit streng genug. So ist es dann auch, dass die Verbreitung dieses Labels (im Gegansatz zum OK-Power Label) relativ gering ist.
Das Label ist aber nicht alles. Man sollte unter den hunderten Stromanbietern mit Ökotarif ganz genau hinsehen. Ökostrom Anbieter, die großen Atom Konzernen gehören, nutzen die zusätzlichen Einnahmen zum Bau von Atomanlagen oder schlicht dazu, dem Ökokunden den Ökostrom und dem normalen Atomkunden schlicht einfach ein bisschen mehr Atomstrom zu verkaufen. Es findet also nur eine Umlagerung und Gewinnmaximierung statt. Starken Ausbau der Alternativen oft Fehlanzeige! Weiter ist die Transparenz des Anbieters wichtig. Erfahre ich als Kunde, woher der Strom kommt? Wo stehen die Anlagen genau? Und wie alt sind sie? Zu welchen Teilen setzt sich die Stromlieferung zusammen? Der wichtigste Punkt aber ist, um das Ziel der Atomkraftwerk Abschaltung zu erreichen: Wieviel wird in neue zusätzliche Anlagen investiert um den Gesamtanteil von Ökostrom langfristig zu erhöhen? Von aberdutzend Anbietern bleiben eigentlich wirklich nur eine handvoll Anbieter übrig. Und nur einer davon (der uberregional anbietet) überzeugt mich wirklich und unterstützt das “Grüner Strom Label Gold”:
Das ist für mich definitiv der “best-offer” am Markt und zu diesem werde ich aus Überzeugung wechseln. Hier erhält man Strom aus zu etwa ⅔ Wasserkraft und etwa ⅓ Windkraft. Sauberer gehts nicht! Aber das beste ist: Soviel wie kein anderer Anbieter auf dem Markt, investiert Naturstrom 1,25ct pro KWh in neue Anlagen und erwirkt damit einen stetigen Ausbau des Anteils der Strommenge aus erneuerbaren Energien! Weiter ist es so, dass die Anlagen von Naturstrom sich in Deutschland befinden und nicht wie bei den anderen (z.B Greenpeace Energy oder Lichtblick) irgendwo in Österreich oder Norwegen. Wir wollen doch wenn möglich unabhängig bleiben und die eigene Wirtschaft ankurbeln. Die gute Nachricht zum Schluß: Naturstrom ist sogar dabei noch relativ günstig! Oft sogar 10 bis 20 Prozent günstiger als der Grundversorger mit dem üblichen Mix aus Atom-, Fossil, und Ökostrom. Da ist es sogar zu überlegen, ob man eine Zusatzoption bucht, die Naturstrom anbietet: Verdoppelung auf 2,5ct pro KWh zur Investition in neue Anlagen!
Das beste an der ganzen Sache: Man braucht fast nichts tun. Stromzählernummer und Zählerstand besorgen, Antrag ausfüllen und um den Rest kümmert sich der neue Anbieter. Sobald der Vertrag mit dem alten Anbieter übernommen wurde, spart man Geld und/oder tut mal was wirklich gutes! Denn, man stelle sich mal vor, ALLE Haushalte in Deutschland würden zu echtem grünen Strom wechseln. Mensch was wäre das für eine Menge an Investitionskapital, mit dem man die Atomkraftwerke nur so rauskegeln könnte, egal was die Politik treibt und sicherlich schneller, als ihr lieb ist! Also, ARSCH HOCH!
Heute mal was in ganz eigener Sache! Ich suche ab sofort einen Nachmieter für eine Garage in Wuppertal Barmen. Sie liegt sehr zentral in der Nähe vom alten Markt am Oberdörnen. Sie ist zwar relativ schmal, bietet aber in der Länge genug Platz um vor Kopf noch ein Motorrad oder ähnliches zu stellen.
Die Garage liegt ebenerdig an der Straße und ist auch für tiefer gelegte Fahrzeuge geeignet! Im Mietpreis von 50€ pro Monat ist das Licht und der Strom (Steckdose vorhanden) bereits inbegriffen. Bei Interesse bitte das Kontaktformular benutzen und mir einfach eine Nachricht mit eurer Telefonnummer schicken – ich rufe dann sofort zurück!
EDIT sagt: Die Garage ist nun vergeben, bitte nicht mehr melden!