Tesla tauschte ihr Model S gegen meinen Renault ZOE

Von , 5. Juni 2013

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Vorletzten Samstag (25.05.2013) bin ich der Einladung von Tesla nachgekommen, um das in Deutschland diesen Sommer erscheinende Elektroauto Model S Probe zu fahren. Selten habe ich mich dermaßen auf eine Testfahrt gefreut, vermutlich nicht mal über die mit dem ZOE vor 2 Monaten. Es ist immerhin “das beste Auto der Welt 2013″ und hat damit einen der wichtigsten Preise der gesamten Automobilbranche eingefahren. Diesen Titel bekam das Model S nicht, weil es ein Elektroauto ist, sondern obwohl es ein Elektroauto ist!

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Der gesamte Tag verlief extrem entspannt. So sind wir nach einem prima Frühstück bei der Bäckerei Schüren mit mehreren Personen und Probefahrt-Probanden in einem kleinen Konvoi (2x ZOE, 1x Ampera) nach Düsseldorf gefahren. Das Event fand bei schönstem Wetter in Düsseldorf im Hotel Radisson Blu im Medienhafen statt und bot eine schöne Atmosphäre und erfrischendes Catering. Bereits bei der Ankunft wurden wir von den zwei zur Verfügung stehenden Fahrzeugen optisch begrüßt, was unsere Vorfreude weiter steigen ließ. Nach einer kurzen Anmeldung und Eingabe einiger persönlicher Daten auf bereitgestellten iPads, ging es auch schon sofort los. Die Tesla-Mannschaft war recht jung und sehr flexibel. Wir konnten die Termine etwas zusammenlegen, da man offensichtlich genügend Luft in der Planung eingebaut hatte. Besonders angenehm war die lockere Atmosphäre und die Entspanntheit der Tesla-Jungs – keine Spur von Luxus-Attitüden!

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Fakten gibt es im Internet über das Auto mehr als genug. Daher in einigen Sätzen meine persönlichen Eindrücke: Das Model S ist erstaunlich groß und bietet in allen Bereichen mehr als genug Platz. Extrem beeindruckend für ein Fahrzeug dieser Klasse ist das enorme Ladevolumen. Nicht nur der Kofferraum hinten ist riesig, sondern auch vorne bietet ein zweiter “Kofferraum” zusätzlichen Stauraum. Die Sitze des Teslas sind vorne sehr bequem und bieten sehr guten Seitenhalt. Letzteres kann man von der Rückbank nicht behaupten, was aber auch kein großes Problem ist. Die Verarbeitung fühlte sich sehr wertig an, und es gab keine unangenehmen Geräusche. Das sicherlich Beeindruckendste an dem Fahrzeug ist aber die massive Beschleunigung. Trotz seiner fast 2,2t schafft das Model S den Sprint von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 4 Sekunden und unterbietet damit die Bestmarke so mancher kleinerer und teurerer Sportwagen! Das Gefühl im Auto ist dabei extrem beeindruckend und nimmt einem ein wenig den Atem. In meinem folgenden, selbst erstellten Video kommt dieser Eindruck leider nicht wirklich rüber, dafür sollten aber die Reaktionen der Insassen ein umso besseres Indiz für den Adrenalinpegel sein. :-)

Besonders erwähnenswert ist die Gestaltung der Konsole. Der Innenraum wird von einem riesigen 17-Zoll-Touchscreen dominiert und ist neben einem Knopf für die Warnblinkanlage die einzige Schnittstelle zwischen Mensch und Auto. Optisch wirkt der riesige Monitor etwas überdimensioniert, beeindruckt dafür aber bei der aufgeräumten und klaren Darstellung der Elemente. Das ist neu, das ist anders, das ist ungewohnt. Nicht nur an dieser Stelle bricht das Auto mit üblichen Konventionen, überzeugte mich aber schlussendlich auch in diesem Punkt! Ein weiteres Gimmick sind die Trunk Seats, die es kleinen Passagieren erlauben, im Kofferraum Platz zu nehmen. Damit ist das Model S ein echter 5+2 Sitzer!

Eine besonders schöne Entwicklung nahm die Veranstaltung, als unsere Probefahrten erledigt waren und die Tesla-Mitarbeiter meinen Renault ZOE entdeckten. Schließlich ist das Auto noch nicht auf dem Markt und naturgemäß für jeden Elektromobilisten sehr interessant. Gerne ließ ich diverse Tesla Mitarbeiter einsteigen und erklärte das Auto, seine Eigenschaften und die Bedienung. Nach der Inspizierung der Technik durfte natürlich ebenfalls eine Probefahrt nicht fehlen, die ich den Tesla-Mannen gerne gewährte. Ich hatte den Eindruck, dass man sehr angetan davon war, was Renault in dieser Preisklasse auf die Beine gestellt hat! Lediglich die Beschleunigung fühlte sich nach der Fahrt im Tesla an wie in einer Bimmelbahn. :-D

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Von dieser Offenheit können sich so ziemlich alle bekannten Automobilbauer eine ganz dicke Scheibe abschneiden! Mein Fazit lautet: Ich genieße jetzt einige Jahre den ZOE, und sobald Tesla wie angekündigt 2017 den Mittelklasse-Markt betritt, wird er gegen ein flottes amerikanisches Elektroauto eingetauscht! :-)

7 Antworten für “Tesla tauschte ihr Model S gegen meinen Renault ZOE”

  1. Carsten sagt:

    Die positiven Eindrücke kann ich nur bestätigen, der S wird der Hit! Sehr positiv ist auch der Austausch der E-Fahrer untereinander, das ist mittlerweile eine richtige Community. Am Samstag ist das Richtfest des Ladeparks von Roland in Hilden, da bin ich natürlich dabei.

  2. Nino sagt:

    Ja, die Communities wachsen immer mehr zusammen zwischen Tesla, Ampera und ZOE&Co Fahrern. Sehr schöne Entwicklung!
    Werde mit dem ZOE ebenfalls am Samstag vor Ort sein!

  3. Karl sagt:

    Ich hatte auch das Vergnügen den Tesla in Düsseldorf zu testen. So wie vor Jahren den Roadster und seitdem bin ich regelrecht infiziert.
    Es ist schön die Entwicklung und die Community zu verfolgen.

  4. none sagt:

    …nur reiche ökos werden sich die karre kaufen. der rest will höchstens mal probefahren, das wars dann aber auch. also hört auf euch ständig gegenseitig den finger in den popo zustecken…

  5. Nino sagt:

    @None
    Klar kaufen den Wagen nur reiche Ökos, genau die sind die Zielgruppe! Wo ist also das Problem?!

  6. […] Freunde RWE und WSW konnten einen Keil zwischen uns treiben und sogar der Verführung des TopModellS Tesla konnte ich widerstehen. Während der gegenseitigen Treue haben wir soviele Spielarten ausprobiert, […]

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